Mi, 27. August 2014

Infamous: First Light - Review

Neon is Back!

Bereits 5 Monate ist es her, dass wir mit Delsin Seattle unsicher gemacht haben und unsere Power als allem Möglichem und Unmöglichem gezogen haben. Jetzt kommen wir zurück und heften uns an die bereits bekannte Protagonistin Fetch und ihre Geschichte.

Von ihr haben wir als Delsin unsere Neon Kräfte bezogen – doch wirklich viel haben wir über sie nicht erfahren: Abigail „Fetch“ Walker. Jetzt dürfen wir im DLC zu Second Son in ihre Vorgeschichte eintreten und ihre ganze Hintergrundstory miterleben.

Unter Arrest in Curdun Cay wird sie von unserer ebenfalls bekannten Gegenspielerin Augustine festgehalten, die alle Facetten ihrer Kräfte herausfinden will. Doch Fetch hat eigentlich kein wirkliches Interesse mehr daran, ihre Fähigkeiten ans Limit zu bringen, nach den Geschehnissen ihrer Vergangenheit. Doch genau diese Vergangenheit nutzt Augustine aus um den Hass in Fetch wiederzuerwecken und sie wieder in die leuchtende Neon Killerin zu verwandeln. Dafür lässt sie Fetch ihre Vergangenheit erzählen um ihre alten Gefühle wieder aufkeimen zu lassen.

Denn eigentlich hat sich Fetch in der Vergangenheit schon des Öfteren geschworen, nie wieder ihre Fähigkeiten einzusetzen. Wegen ihnen wurde sie von ihrer Familie verstoßen und musste sich gemeinsam mit ihrem Bruder, der ihr einziger Halt ist, durch die Straßen kämpfen. Gemeinsam versanken sie in einem Sumpf von Drogen doch sie schworen sich da wieder hinaus zu kommen. Bei ihrem letzten Job, der sie eigentlich aus der Stadt hinaus bringen sollte, geht jedoch einiges schief und Bruder Brent bleibt verschwunden. Auf der verzweifelten Suche nach ihm, muss Fetch von ihren Neon-Kräften Gebrauch machen um ihren Bruder retten zu können.

Diese Story hat es wirklich in sich. Die rotzige Fetch muss so einiges überstehen, wird von dem Bösewicht durch die Gegend geschubbst und kommt zu einem Ende, das einen rühren und vor Wut rasen lassen wird. Fetch bietet zwar nicht den Weg sich zwischen Gut und Böse zu entscheiden, aber hier kann es auch nur ein richtiges Ende geben.

Zwischen diesen beiden Zeitsträngen switcht der Spiel bei „First Light“ des Öfteren hin und her. In den Abschnitten in Curdun Cay dürfen wir uns immer wieder über eine neue Bandbreite an Kräften erfreuen, die uns dann in der bekannten (wenn auch verkleinerten) Map von Seattle zur Verfügung stehen.

Die Spielweise ist genau das, was wir an „Infamous Second Son“ mochten und bleibt auch dabei. Durch die Stadt racen (zum Glück kann sich Fetch mit Neon unendlich lange schnell bewegen), Gegner erledigen und unsere Storyquest erledigen. Dazwischen auf den Straßen ruhig mal für etwas Unruhe oder Chaos sorgen ist natürlich auch drinnen. Die Neon Fähigkeit an sich dabei natürlich ein bisschen verfeinert im Vergleich zu dem kleinen Teil, den Delsion absorbieren konnte. Fetch beherrscht das helle Licht dann eben doch einen Ticken besser und bietet deswegen auch die ein oder andere Neuigkeit im Angriff.

Dadurch ergeben sich auch wieder neue wirklich witzige und vor allem süchtig machende Nebenmissionen. Denn Fetch braucht Lumen Partikel um ihre Fähigkeiten zu verbesser, die wir im Stile der Shards in der Stadt verteilt finden. Doch einige muss man sich auch durch Lumen-Races verdienen und das macht schon wirklich Spaß. Zusätzlich steckt auch in Fetch eine kleine Sprayerin – wobei der Umgang mit der echten Spraydose im Hauptspiel doch wesentlich lustiger und vor allem auch einfacher war. Fetch braucht da wohl noch die ein oder andere Zeichenstunde, insbesondere wenn es um die intuitiven Controls der Sprayerin geht.

Aber nicht nur in Seattle stehen uns alle Wege zur Beschäftigungstherapie offen. Auch in Curdun Cay gilt es, nicht nur die Storyteile durchzuspielen. Hier erwarten den Spieler die unterschiedlichsten Arenen um die eigenen Fähigkeiten zu testen und zu verbessern und sich dabei auf der Highscore Liste nach oben zu arbeiten. Wer hier ganz nach oben will – der sollte schon die richtig guten Skills auspacken.

„Infamous: First Light“ macht definitiv genau so viel Spaß wie das Hauptspiel und bringt auch storytechnisch einen wirklich guten Einblick in einen weiteren Charakter, den man (wenn man ehrlich ist) auch in „Second Son“ schon ein wenig ins Herz geschlossen hatte. Mit guten 4 Stunden Spielspaß ist die reine Geschichte um Fetch eine wirklich angenehme Erweiterung und bietet mir den Arenen auch sicher noch jede Menge Potential für weitere Spielstunden. Auf jeden Fall sein Geld wert – sowohl für Spieler die das Hauptspiel nicht besitzen, als auch für richtige Infamous Fans.

— Nina Z.
Urteil + Fetch + rotzige Story + neue Kräfte + neue Nebenmissionen - zu kurz
Alles in Allem Awesome