Mi, 15. April 2020
Ein (fast) spoilerfreies Review

Ein (fast) spoilerfreies Review

Final Fantasy VII Remake

Eines der meist erwarteten Spiele des Jahres ist hier. Das 2015 angekündigte Remake kann nun endlich, vorerst exklusiv auf der PS4, gespielt werden. Ob es dem Hype gerecht wird, erfahrt ihr hier.

Grafik und Präsentation

Visuell zeigt Square Enix wieder, dass sie vielen anderen Entwicklern um einiges voraus sind: von den Charakteren, über die Umgebung, hin zu den Gegnern ist die Grafik makellos. Die Aussichten und Sequenzen sind oft atemberaubend und haben hohen Gänsehautfaktor. Die Gesichtsanimationen hingegen wirken teilweise plump und ohne SSD kann es sein, dass manche Texturen etwas länger zu laden brauchen, was hin und wieder irritieren kann.

Synchronisation und Dialoge

Neben Japanisch haben die deutsche und englische Synchronisation der Haupt- und Nebencharaktere Hollywood-Level. Auch die Vielzahl an Dialogen von NPCs sind überwältigend. Sich alle Konversationen anzuhören würde der Spielzeit einige Stunden hinzufügen. Bei den vielen Unterhaltungen kann es jedoch dazu kommen, dass mehrere Leute gleichzeitig sprechen und man im Endeffekt kein Wort versteht. Da ist es ganz hilfreich Untertitel einzuschalten, da man sonst teilweise Dialog zur Hauptgeschichte verpasst.

Alt vs Neu

Das Grundgerüst der Geschichte für den ersten Teil ist zu damals das Gleiche geblieben: Cloud, ein Ex-SOLDAT, hilft einer Gruppe namens Avalance der Firma Shinra das Leben schwer zu machen, da diese dem Planeten schaden. Es wurden viele neue Nebencharaktere in die Story integriert und bei bestehenden wurde viel Backstory hinzugefügt. Wer noch mit dem Original vertraut ist, wird relativ früh merken, dass aber auch neue Elemente hinzugefügt wurden, die neue Fragen aufkommen lassen. Diese Fragen werden erst gegen Ende des Spiels beantwortet und die Erklärung wird die Fangemeinde spalten, denn vor allem bei old school Fans kann sie einen bitteren Nachgeschmack verursachen.

Erst reden, dann kämpfen

Final Fantasy 7 Remake ist ein stark storydriven Game, das bedeutet trotz ausgefeiltem Kampfsystem besteht ein Großteil des Spiels aus Gehen, Reden und Sequenzen. Es setzt voraus, dass der Spieler interessiert an den Charakteren und dem Universum, in dem es spielt, sind. Ist man nur auf Kämpfe aus, so wird man in diesem Spiel oft auf diese warten müssen. Die Aufteilung der Story erinnert ein wenig an einen Film oder eine Serie – es passiert immer etwas und es ist immer etwas zutun. Es gibt viele „Points of no Return“, jedoch nach dem ersten Playthrough schaltet man, neben neuen Herausforderungen, die Chapterauswahl frei. Somit gibt es auch nach dem ersten Mal durchspielen noch viel zutun und man kann Verpasstes nachholen.

So, wie du willst

Kampfsystem, Materia und Waffenupgrades vom FF7 Remake vereinen die besten Elemente aus vergangenen Final Fantasy Teilen und bieten viel Raum für einen individualisierten Spielstil. Welcher Charakter in der Party wann und wie gespielt wird, bleibt großteils dem Spieler überlassen. Auch wenn die Steuerung gut durchdacht ist, gibt es hier leider keine Möglichkeit die Tastenbelegung zu ändern. Somit gibt es zum Beispiel keine Möglichkeit Ausweichen von O auf X zu ändern, wie es bei vielen anderen Spielen der Fall ist.

Fazit

SquareEnix hat versucht den schmalen Pfad zwischen “Fanservice” und “interessant für neue Spieler” zu gehen und hierbei ist es fast logisch, dass man es hier nicht jedem Recht machen kann. Nichtsdestotrotz ist Final Fantasy 7 Remake ein gelungenes Erlebnis, das bestimmt seinen Weg zu etlichen “Game of the Year” Titeln finden wird.

— Paul

9.5

Das Gute

+ wunderschöne Grafik

+ enorm vielseitiges Kampfsystem

+ fesselnde Story

Das Schlechte

- teilweise zu viele Unterhaltungen gleichzeitig

- Texturen laden manchmal erst spät

Shortcut Final Fantasy 7 Remake
Release 10. Apr 2020
Studio Square Enix
Publisher Square Enix
Alles in Allem ein Hingucker