Let's talk about Plastic II

Vor uns die Sintflut #74

In der letzten Ausgabe ging es unter dem Motto „Fuck Recycling: Reduce!“ darum, dass das Müllreduzieren dem Recycling immer vorgezogen werden sollte – und wie Schadstoffe beim Recyceln in Kinderspielzeug oder Kleidung gelangt. Diesmal gibt’s passend dazu hilfreiche Tipps, wie wir alle weniger Plastikmüll produzieren können.

Bis Einwegprodukte ab 2021 endgültig verboten sind, heißt es, sich auf die Suche nach Alternativen zu machen. Strohhalme aus Edelstahl oder Glas, Mehrwegflaschen für unterwegs oder Shampoo und Deo in fester Form ohne Verpackung. Für den Haushalt gibt’s Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie, Kernseife statt chemischem Reiniger oder Kochlöffel und Spülbürsten aus Holz – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Aber Achtung: Das bedeutet nicht, dass du alle Plastikgegenstände sofort verbannen musst. Sie wegzuschmeißen, wenn du sie schon zuhause hast, wäre auch Verschwendung.

Entscheide dich generell gegen Plastikverpackungen und kaufe Alternativen in Glasbehältern. Mineralwasser, Milch oder Joghurt gibt es in den meisten Supermärkten mittlerweile wieder im Glas. Sie sind zwar ein bisschen teurer, aber wenn du es als guten Dienst oder Spende für deine Zukunft siehst, tun ein paar Cent nicht weh. Apropos Lebensmitteleinkauf: Hast du schon einmal in einem Unverpackt-Laden eingekauft?

Am Wochenmarkt sind Gemüse und Co. nicht in Plastik verschweißt, sie schmecken frischer und du unterstützt meistens heimische Bauern oder kleine Unternehmer. Generell ist der Kauf von saisonalen und regionalen Produkten, die keinen langen Transportweg hinter sich haben, immer die bessere Wahl. Und da du dadurch gezwungenermaßen keine Paradeiser oder Erdbeeren im Winter kaufen kannst, verbesserst du damit auch noch deine CO2-Bilanz.

Wieso solltest du Dinge, die du schon lange besitzt und liebst, wegschmeißen, nur weil sie ein Loch oder einen Riss haben? Mit etwas Fingerspitzengefühl kannst du aufgegangene Nähte oder Löcher in T-Shirts oder Hosen selbst flicken. Reparieren statt wegschmeißen lautet die Devise: Das gilt auch für Alltags- und Haushaltsgegenstände. Und falls das alles nichts hilft, verschenke es doch einfach. In „Share & Care“-Facebookgruppen freut sich vielleicht jemand darüber!

„DIE NATUR ZU RETTEN, GEHT NICHT VON HEUTE AUF MORGEN.“

Was machst du mit herumliegenden Plastiksackerln und Bierdosen? Nimm dir ein Herz und schmeiß‘ sie weg! Und hast du schon von Cleanups gehört? Unter dem Hashtag #5minutebeachcleanup zeigen Menschen, wieviel Plastikmist sie innerhalb kurzer Zeit am Strand zusammengesammelt haben. Das kannst du natürlich auch beim nächsten Waldspaziergang machen. Solltest du generell auf Challenges stehen, mach‘ doch bei der #trashtag-Challenge mit, bei der man einen stark verschmutzten Ort aufräumt und beim Vorher-Nachher-Foto zeigt, was man geleistet hat.

Die Natur zu retten, geht nicht von heute auf morgen. Wenn du dein Bestes gibst und ein paar dieser Tipps in deinen Alltag integrierst, ist der erste Schritt aber getan. Und die Natur wird’s dir danken!