Sa, 15. Oktober 2016

Dragon Quest Builders

Entweder man liebt Minecraft oder man kann damit nichts anfangen. Ich gehöre zur letzteren Spezies. Ich habe es ein paar Stunden gespielt, mich gewundert was ich machen soll und dann aus Langeweile wieder aufgehört. Als Dragon Quest Builders angekündigt wurde, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Braucht die Welt wirklich noch einen weiteren Minecraft-Klon?

Was geschieht wenn das Böse gewonnen hat? Was kommt danach? Dieser Frage geht Dragon Quest Builders nach und gibt euch eine Welt, in der das Böse gewonnen hat. Die Städte sind zerstört, die wenigen Überlebenden wandern ziellos umher und eine Infrastruktur gibt es nicht. Zum Glück ist jemand so gütig und erweckt euch, den Erbauer. Eure Aufgabe ist es, die Welt wieder aufzubauen.

Doch zunächst müsst ihr das Bauen erlernen, und fangt in typischer Minecraft-Manier an Materialien ab- und neue Gegenstände zusammenzubauen. Dann geht es auch schon los eine Siedlung zu gründen, damit Menschen sich euch anschließen können. Schlafplatz, Licht und 4 Wände sind alles, was ein Mensch benötigt und schnell schließen sich euch neue Bewohner an.

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Diese geben euch Aufträge oder bringen euch neue Rezepte bei. Die Aufträge eliminieren das wahllose Herumlaufen, wie man es in Minecraft gewohnt ist, und geben euch immer etwas zu tun. Doch auch in der Wildnis treiben sich Menschen herum und müssen gerettet werden. Als Dank helfen sie euch bei Aufträgen und schließen sich eurer Siedlung an. Jedoch können diese Helfer auch Probleme bereiten und so findet ihr euch schnell in einer Situation, wo ihr einen Helfer aus einem Loch helfen müsst weil er alleine nicht mehr rauskommt. Bricht die Nacht herein, gilt es wie in Minecraft sich vor den stärkeren Monstern zu schützen und bis zum Morgen in einer provisorischen Bleibe zu schlafen.

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Habt ihr vielen Menschen geholfen, wird eure Siedlung schnell so groß, dass Monster auf euch aufmerksam werden und die Siedlung immer wieder angreifen. Nun gilt es auch Verteidigungsanlagen zu bauen und zu kämpfen. Das bringt nicht nur eine gewisse Herausforderung, sondern bietet auch genug Abwechslung, sodass das Spiel nicht zu eintönig wird.

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Vier Gebiete gilt es zu befreien, doch auch nach Stunden war kein Ende im ersten Gebiet in Sicht.

Dragon Quest Builders versucht viele Schwächen von Minecraft auszumerzen. Zwar ist die markante Blockgrafik auch hier vorhanden, doch es wird nicht alles zwanghaft durch Blöcke dargestellt. Das Spiel versucht sich zwar als Minecraft-Klon, kann jedoch mit eigenem Charme und zahlreichen Missionen überzeugen. Schnell kommt das “Nur noch 5 Minuten”-Feeling auf und Stunden später findet man noch immer etwas Neues, was man tun kann.

— Konrad Salomon
Bewertung

Urteil + Spieler hat immer etwas zu tun + Riesige Areale + Interessante Story - Keine Sprachausgabe
Alles in Allem Awesome