Fr., 5. Juni 2026
A Deep Breath Out - Filiah
Filiah
A Deep Breath Out
Ink Music
2026

„Musik ist Therapie“, sagt Filiah mit tiefer Überzeugung. So gesehen ist sie als Musikerin auch eine Art Therapeutin – ein Stück weit ihre eigene, aber auch ein wenig unsere.

Auf ihrem Album „A Deep Breath Out“ öffnet Filiah die Tür zu einem Raum, der sehr vertraut wirkt, vor dessen Betreten jedoch viele zurückschrecken. Er offenbart nichts weniger als die schonungslose, aber letztlich lohnende Konfrontation mit sich selbst.

Ein Hörerlebnis wie eine Röntgenuntersuchung, die plötzlich vermag, die eigenen Gedanken laut vorzulesen. Ein Spiegel ins Innere, der ungeahnte Gefühlswelten exponiert. Dahinter liegt die Einladung, die Pause-Taste für den Alltag zu drücken und für einen Moment nicht nur dem eigenen Atem hinterherzujagen. Vielmehr das Gefühl in Erinnerung zu rufen, nach einem langen Tag nach Hause zu kommen, die übergroßen Schuhe auszuziehen und tief durchzuatmen:

A Deep Breath Out.

Damit spricht die 27-jährige Songwriterin vielen aus der sprichwörtlichen Seele. Sie appelliert, das Leben aus Angst vor der Aufführung nicht wie eine Generalprobe zu behandeln. Dahinter liegt die – nicht nur, aber auch spezifisch neurodivergente – Bemühung, hinter all den Masken und Fassaden die eigenen Konturen nicht verblassen zu lassen.

„Wenn ich mir wünsche, dass Menschen etwas aus meiner Musik mitnehmen, dann, dass sie alles fühlen dürfen – und dabei Raum einnehmen dürfen.“

Das Album entfaltet sich wie ein Tagebuch, geschrieben im trüben Licht einer Nachttischlampe: roh und intim, zugleich durchzogen von einem feinen Sinn für Humor. Im Ton ist „A Deep Breath Out“ keineswegs tieftraurig. Schimmernde E-Gitarren, atmosphärische Synthesizer und feine melodische Details formen einen eingängigen Indie-Pop-Sound, der seine inhaltliche Tiefe oft erst nach und nach offenbart.

Klanglich knüpft das Album direkt an die im vergangenen Herbst erschienene EP „Sad Girl With A Punchline“ an, die Filiah europaweite Radioeinsätze und internationales Kritikerlob einbrachte. Sie vermöge in ihren Texten „jedem Wort enormes Gewicht“ zu verleihen (PopPassion/US) und schreibe „Hymnen für die Außenseiter, bittersüß und zutiefst ehrlich“ (Roadie/BRA), die „dazu ermutigen, Verletzlichkeit nicht als Schwäche, sondern als Stärke zu begreifen“ (LeFutureWave).

Auf ihrem zweiten Album vereint Filiah alle Facetten ihres Songwritings: von eingängigen Songs, die mit jedem Hören mehr inhaltliche Substanz offenbaren („Method Acting“, „Everybody Knows“), über langjährige Live-Favoriten („Adapt“) bis hin zu jenem Stück, das sie selbst als Herzstück des Albums bezeichnet: „Playground Vision“.

„Songwriting war schon immer mein Ventil, es ist wie ein Spiegel. Bis vor ein paar Jahren hatte ich gar keinen Zugang zu meiner Wut, wahrscheinlich habe ich deshalb fast nur traurige Musik geschrieben. Mit der Zeit herauszufinden, wer ich außerhalb dieser Melancholie bin, hat meinen Panzer langsam aufgebrochen.“

Sich in Filiahs Musik zu verlieren, mag die Bereitschaft erfordern, sich selbst ein Stück weit zu öffnen. Die Belohnung dafür versteckt sich vor aller Augen im Albumtitel:

A Deep Breath Out.

Filiah stand bereits mit 13 Jahren auf der Bühne und spielte seitdem in verschiedenen Bands mit eigenen Songs. Was einst mit einem Mädchen an der Gitarre begann, hat sich fünfzehn Jahre später zu einer mutigen Popsprache entwickelt, die mühelos Räume ausfüllt.

Ihre EP brachte ihr neben europaweitem Airplay und internationalen Playlist-Platzierungen auch Qualitätssiegel nationaler und internationaler Medien ein. Einladungen zu renommierten Showcase-Festivals wie dem Reeperbahn Festival, dem Eurosonic Noorderslag oder den Wide Days folgten.

🎶 Die Veröffentlichung von „A Deep Breath Out“ feiert Filiah mit einer Bandshow am 05. Juni 2026 im legendären Wiener Jazzclub Porgy & Bess.

— Sebastian Juhn
Release 2026-06-05