Glück sichtbar machen

Next Stop: Happiness #71

Ein einziges negatives Erlebnis kann eine ganze wunderschöne Woche zunichtemachen, denn schlechte Dinge drängen sich oft in den Vordergrund – fast wie die Klassenclowns und Rowdies in der Schule. Und genau deshalb müssen wir die schönen Momente an der Hand nehmen und ihnen ein bisschen mehr Platz in unseren Erinnerungen einräumen.

Es gibt keinen Tag ohne die Dunkelheit der Nacht. Keine Ordnung ohne Stress. Und wahrscheinlich kein Glücklichsein ohne negative Erfahrungen. Sie machen die guten Momente kräftigender, schöner und man lernt sie, noch mehr zu schätzen. Schlechte Erlebnisse gehören zum Leben, man muss nur wissen, wie man mit ihnen umgeht, damit sie nicht allgegenwärtig im Alltag mit einem mitschweben. Dazu aber ein anderes Mal. Diesmal möchte ich euch zwei Inspirationen ans Herz legen, wie man Glück sichtbar machen kann.

MOMENTNOTIZEN

Weil man sich oft an die schlechten Dinge besser erinnert als an die guten, habe ich mich gefragt, wie man seine schönen Momente inniger festhalten kann. Das hat mich auf die Idee eines Happiness-Journals gebracht. Dabei notiert man sich jeden Abend einen schönen Moment des Tages. Am besten geht man dabei ganz in sich und fragt sich, was einen wirklich glücklich gemacht hat. Es muss nicht immer das neue T-Shirt oder Ähnliches sein, vielleicht ist es einfach nur mal das Lächeln des Verkäufers …

Je nach Konzept notiert man nur einen Punkt oder nutzt das Happiness-Journal wie ein gefiltertes Tagebuch, das damit eine Sammlung aus allen guten Erlebnissen des Tages wird. Wer solche Schreibarbeiten gar nicht mag, kann die Idee noch weiterspinnen und ein Happiness-Jar machen oder eine Pinnwand aufstellen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Das Schöne an diesem Projekt ist, dass es jeden noch so kleinen Moment sichtbar machen kann. Vielleicht war es nur ein klitzekleiner Augenblick, in dem man vollkommen glücklich war, vielleicht hat er sogar den ganzen Tag verschönert. Und vielleicht hätte man am nächsten Tag schon wieder vergessen, was den vorigen so gut gemacht hat.

ERFOLGSTAGEBUCH

Ich habe oft das Gefühl, nicht genug geschafft zu haben. Das fängt bei den stetig wachsenden To-Do-Listen an und geht bei persönlichen Wünschen oder Zielen weiter (wie zum Beispiel, sich besser zu ernähren oder Sport zu machen). Ohne handfeste, schriftliche Beweise würde dieses Gefühl des Misserfolgs wahrscheinlich immer in mir keimen. Deshalb habe ich mit einem Erfolgstagebuch begonnen.

Das ist ein Dokument, das all deine Erfolge sichtbar machen soll. Am besten nutzt du dafür eine plattformübergreifende Notizen-App für dein Smartphone und deinen Computer. Immer, wenn du etwas erreicht oder gelernt hast, kannst du es dort verewigen. Hast du eine schwierige Prüfung geschafft, wurde etwas von dir veröffentlicht? Oder hast du einfach deine eingerostete Fremdsprache erfolgreich im Urlaub genutzt? Egal, schreibe alles auf, worauf du stolz bist und dokumentiere es am besten noch mit Fotos, Selfies oder Zitaten. Du wirst staunen, was du in einem Jahr alles erreichst.