Di, 25. Februar 2014

Rokko goes China - Part II

Rokko Ramirez rotzt (36te Ausgabe)

Ich weiß, was du letzten Jahreswechsel getan hast – die Geschichte geht weiter. Rokko Ramirez, Österreichs wahnwitzigster DJ der Welt in China, Teil 2 (Teil 1 findest du auf www.volume.at). Essen sie jetzt oder hungern sie für immer. Kein Spaß.

Chris, Bene, Trudl und der Meister himself sind endlich in Shenzhen angekommen. Bei Grenzübertritt herrschte natürlich strengstes Fotografieverbot, das aber nur so nebenbei. Bene kann 10 Worte Mandarin und schafft es Klimaanlagen ein- und auszuschalten, Taxifahrern den Weg zu weisen, Bier zu organisieren. Rokko wartet ungeduldig.

Auf seiner Birne hat er doch tatsächlich Kopfhörer von 50 Cent, dafür bekommt man beim Greißler des Vertrauens ganze 5 Dosen, bravo!
Im Shuttlebus zum Festivalgelände will Rokko natürlich unerkannt bleiben. Was hilft da besser gegen den Smog als eine Staubmaske? Leider hat er keine dabei und die Tarnung fliegt schon Sekunden später auf.

Das Festivalgelände ist weitläufig aber gut asphaltiert. Rokko weiß zwar nicht wohin, aber er geht natürlich immer voraus. Bandbetreuerin Jennifer lässt sich gerne von ihrer Kollegin in ein Gespräch verwickeln, wer weiß schon, was als nächstes passiert?

Und hier sind sie schon, die Bretter, die die Welt bedeuten. Da haben die Veranstalter wirklich ein Schmuckstück hingestellt. Hier wird Rokko am 1. Jänner die Massen zum Beben bringen.

Davor gibt’s noch den Ausflug zur Electro Stage, offiziell spielt Rokko nämlich Drum & Bass. Wem ist denn sowas eingefallen?

Währen die Rokko Crew von Soundcheck zu Soundcheck hetzt, weiß der echte Rockfan seine Vorfreude zu nutzen. In Sachen Siesta unterscheiden sich die Chinesen von den Mexikanern kaum. Der Typ verkauft euch eine Wohnung im Schlaf, wetten?

Während alle anderen pennen hat sich Chris für ausgewogene Ernährung entschieden.
Rokko hingegen holt sich Kraft für seinen Auftritt durch hart gesottene Regenwürmer, die Chris und Trudl noch heute für etwas schwer kaubare Nudeln halten.

Ein guter Plan, wie sich kurze Zeit später herausstellt, die Menge tobt und Rokko brodelt. Oder umgekehrt?

Die Stimmung auf allen Bühnen ist am Siedepunkt. In der Hitze des Gefechts entledigt sich Rokko seines T Shirts, es kommt zu tumultartigen Szenen, die Mädels können es kaum glauben, dass Tätowierungen nicht abwaschbar sind. Feierlaune.

Mama, Papa, wir haben ein Autogramm ergattert!  Rokko ist ebenso glücklich, verpasst aber den  Blick in die Kamera.

Fazit: Eine Woche China = Rokko + 3x Crew + 16 Flüge + 124 Reisestunden + 80 Regenwürmer + 0 essbare Enten + 8 Hotdogs aus Eselfleisch + 12 undefinierbare Fleischspieße. Top Shows auf zwei bis zum letzten Platz gefüllten Stages und ein Überraschungsgig in der größten Disco in Shenzhen. Viele neugewonnene Freunde, Jennifer, Yang, Bubble Beatz… und wie immer fast zu wenig Alkohol.

Zwei relativ entspannte Grenzkontrollen und keinerlei Polizeieinsätze. Niemand hat sich erbrochen und Trudl hat auch die Fliegerei unbeschadet überlebt. Danke euch allen, wir kommen wieder!

Wir lesen uns, euer Rokko