Kilimanjaro Besteigung

Globerocker #71

Das Leben ist zu kurz, um nur auf der Couch zu hocken und ins Smartphone zu starren. The world is yours – go for it! VOLUME präsentiert euch interessante Orte und spannende Aktivitäten, die auf keiner Bucketlist fehlen dürfen. Nachdem wir letztes Mal einen Streifzug durch die schottischen Highlands gemacht haben, nehmen wir euch diesmal auf den Gipfel des Kilimanjaros mit.

Wer sich an das „Seven Summits Globerocker Special“ in VOLUME #63 erinnern kann, weiß vielleicht noch, dass der Uhuru Peak im Kilimanjaro Massiv nicht nur die höchste Erhebung Afrikas ist, sondern auch zu den höchsten freistehenden Bergen der Welt gehört. Grund genug, dass jährlich bis zu 30.000 Abenteuerlustige versuchen, den Gipfel zu erreichen. Als ambitionierter Bergfreund musste ich mir das einmal genauer ansehen.

Eine Besteigung (inklusive Abstieg) des 5.895 Meter hohen Kilimanjaros dauert zwischen sechs und acht Tage (außer man ist Weltrekordhalter Karl Egloff, dann nur 6:42 Stunden) und ist rein technisch gesehen wenig anspruchsvoll. Lediglich die Höhe kann einem ordentlich zu schaffen machen – schließlich beträgt der Sauerstoffgehalt am Gipfel nur rund die Hälfte von dem auf Meeresniveau. Und das macht alles ziemlich anstrengend. Eine sehr gute Grundkondition, langsames Gehen („pole pole“, wie die Einheimischen sagen) und ausreichend Zeit für eine angemessene Akklimatisierung sind also für eine vernünftige Chance, den Gipfel zu erreichen und auch noch Spaß an der Sache zu haben, unabdingbar.

Auf den Kilimanjaro führen mehrere Routen. Wir haben uns für die landschaftlich abwechslungsreiche Machame Route in der siebentägigen Variante entschieden. Was eine Besteigung am Ende des Tages bedeutet? Sechs Zeltnächte mit tendenziell wenig Schlaf, Verzicht auf Komfort (geduscht wird erst wieder in der Lodge), 60 anstrengende Kilometer, Temperaturen bis zu -15 °C und ein Gipfeltag mit 14 Stunden Gehzeit. Wer das jedoch in Kauf nimmt, darf den Sonnenaufgang am Dach von Afrika genießen. Ein unbeschreibliches Gefühl, das einen alle Strapazen (und die vielen Menschen dort) sofort wieder vergessen lässt. Hakuna Matata!

SONNENAUFGANG AM KRATERRAND DES KIBO AUF ÜBER 5.800 METER:

ABEND STIMMUNG IM KARANGA CAMP AUF 3.963 METER:

DIE TRÄGER SIND DIE EIGENTLICHEN HELDEN AM KILIMANJARO:

DAS SHIRA CAVE CAMP AUF 3.800 METER:

ALPINWÜSTE AM FUSS DES KILIMANJAROS:

ENDLICH GESCHAFFT! AM GIPFEL DES UHURU PEAK AUF 5.895 METER: