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Das Forward Creative Festival in der Kunsthalle Wien am Karlsplatz startet kommenden Mittwoch, den 13. Mai, und wird bis 15. Mai bei unterschiedlichen Programmpunkten (Workshop, Konferenz, Ausstellung und Party) Persönlichkeiten aus den kreativen Bereichen zusammenführen. Mit dabei sind unter anderem internationale ‚Top-Speaker‘ wie Jessica Walsh vom Designstudio Sagmeister & Walsh in New York, der Street Art Künstler Nychos oder der international erfolgreiche und in Wien lebende Fotograf Daniel Gebhart de Koekkoek.

Wir haben dem Initiator des Festivals, Othmar Handl, ein paar Fragen per Mail geschickt.

Mit welchem Ziel hast Du das Festival ins Leben gerufen? 

Othmar Handl: Das Forward Creative Festival ist eine Plattform, auf der Kreative sich austauschen und gegenseitig inspirieren können. Es versucht österreichische und internationale Kreative aus allen Gebieten der Branche zusammenzubringen. Ziel ist es, deren Schaffensprozess aufzuzeigen und so andere Kreative zu neuen Ideen zu inspirieren und zu motivieren, ihren eigenen Weg in der Kreativwirtschaft zu gehen.

Was bedeutet Kreativität für dich?

Othmar Handl: Ohne Kreativität würden wir heute noch in Höhlen sitzen, es gebe keine Entwicklung und kein Weiterkommen. Daher auch der Name ‚Forward‘, weil wir als kreative Individuen das Ziel haben, Neues zu schaffen. Daher bedeutet Kreativität für mich persönlich so ziemlich alles im Leben. Mit ‚Forward‘ wollen wir den Menschen, als schöpferisches Wesen, in den Vordergrund stellen – Kreativität als Lebens- und Berufsform verbreiten.

Wie können junge Kreative mitmachen? Inwieweit können sie von dieser Veranstaltung profitieren?

Othmar Handl: Durch das Festival bekommen sie laufend ein Update was gerade passiert und welche Trends und Entwicklungen sich gerade abzeichnen. Im Rahmen der „Open Call Moon Exhibition“ am ersten Abend, geben wir ihnen auch die Möglichkeit sich einem breiten Publikum zu präsentieren, sich zu treffen, auszutauschen und gegenseitig zu inspirieren. Bei der Konferenz am nächsten Tag soll man in erster Linie Inspiration tanken, von erfolgreichen Kollegen die Hintergründe ihres Erfolgs und die Ideen hinter ihren Arbeiten ergründen können. Am letzten Tag steht dann bei den diversen Workshops das Lernen im Fokus. An allen drei Abenden machen wir noch Afterevents, die zum gegenseitigen Austausch und zur Vernetzung dienen. Daher kann man auf verschiedenen Ebenen profitieren – es obliegt jedem selbst, was er aus dem Gebotenen macht.

Auf was freust du dich im Rahmen der Veranstaltung besonders?

Othmar Handl: Direkt aufs Programm bezogen freue ich mich eigentlich auf alle drei Tage gleichermaßen, da kein Tag dem anderen gleicht und jeder für sich spannend und abwechslungsreich gestaltet ist. Ich möchte, dass unter den Besuchern neue Bekanntschaften und daraus in weiterer Folge spannende Kooperationen und Projekte entstehen. Der Gedanke, dass Forward im Hintergrund dazu beigetragen hat, dass neue Projekte gestartet werden, ist eine große Motivation.

Danke und alles Gute für das Forward Creative Festival nächste Woche!

Was am kommenden Wochenende in Wien läuft – hier eine vollkommen subjektive aber äußerst liebevolle Selektion!

Freitag

Das Genussfestival im Stadtpark sucht man am besten am Nachmittag auf, befüllt dort seinen Korb mit regionalen Köstlichkeiten und legt sich damit zum Picknick in die Wiese und beobachtet das rege Treiben von dort aus. Kann man von Freitag bis Sonntag je nach Hunger und Trinklaune machen.

Der Modepalast in Wien zählt seit Jahren zu den Fixveranstaltungen im Bereich Mode & Design – soll heißen: Der Modepalast war schon lange vor dem ganzen Hype um Vintagemärkte da. Auch heuer werden sich wieder rund 100 Designer und Designerinnen im Künstlerhaus Wien einfinden, um ihre Kollektionen zu präsentieren – von Freitagnachmittag bis Sonntagabend.
Bei der Wiener Welle in der Ottakringer Brauerei steht das Wienerlied im Vordergrund, was auch mitunter daran liegt, dass diese zweitägige Veranstaltung im Rahmen des ‚wean hean‘-Festivals über die Bühne geht. Den Beginn macht am Freitag Clemens Heipl mit einer Lesung aus seinem Buch ’50 Shades of Vienna‘. Danach spielen 5/8erl in Ehr’n, Die Strottern & Jazzwerkstatt Wien, Denk und die Buben im Pelz.
Das dänische Duo Rangleklods gastiert in der Fluc Wanne mit ihrem reduziert-unterkühltem Elektro-Pop, der sich in guten Momenten aus märchenhaften Melodien speist.
Bei Geil & Bogen erweist sich Scratcha DVA die Ehre. Der Brite, der auf dem in einschlägigen Kreisen enorm verehrten Label Hyperdub seine Tracks veröffentlicht, wird sich im dasWerk gekonnt neben die Stühle setzen – Drum’n’Bass trifft auf Jungle und diverse Laptop-Kurzschlüsse – ein hypernervöser Sound für Zappelphilippe. Die restliche Zeit bespielen lokale DJs wie unser Freund Zanshin!
Zum Deep Baked in die Grelle Forelle kommt der deutsche Produzent und DJ Dixon, ein weltweit geschätzter Auskenner in Sachen elegischer wie melancholischer House Tracks mit melodischer Romantik.
Das Poolbar Festival macht wie die Jahre zuvor bei der Werbefahrt auch wieder in der Pratersauna halt. Der Zwischenstopp dauert zwei Tage, also bis Samstag. Am Freitag  gastiert dort unter anderem Skream aus London. Der aus dem Dubstep-Genre kommende Produzent vermengt in seinen DJ-Sets vor allem House und Techno zu einem ganz besonderen Mix.

Samstag

Der Samstag wird dann von Ellen Allien geheadlined, wenn man das so sagen kann. Die Gründerin und Betreiberin des Labels BPitch Control ist eine ganz große Persönlichkeit in diesem Business. Zur Seite steht ihr Kiki, eines der ältesten Pferde im Rennstall Bpitch.
Tag 2 bei der bereits oben erwähnten Wiener Welle bespielen dann Ernst Molden an der Seite vom Nino aus Wien und Skero mit seiner Müßig-Gang.
Can You Dig It im Cafe Leopold versucht mit Rustie zu punkten. Das könnte gelingen, denn der aus Glasgow stammende Jungspund veröffentlicht seine gerne mit UK Bass um sich schießenden Future Sounds auf dem feinen Label Warp, das seit Jahren für innovativen Sound steht.
Im Fluc präsentiert sich das heimische Label Sama Recordings mit seinem technoiden, gerne mal experimentell und versponnen daherkommenden Sound. Es spielen Abandoned Fields (live) und Franz Ganz, Ivy oder Ambient Animal legen auf.
Tobi Neumann kommt mal wieder in die Auslage. Der glatzköpfige DJ mit Hang zu Electro und Tech-House wird im Rahmen der zweiten Ausgabe von Reset auflegen, was gerne mal vier, fünf Stunden dauern kann.
Ähnlich euphorisch wird auch DJ W!ild in der Kantine zur Arbeit schreiten. Das mit dem temporären Club in der Schnirchgasse in 1030 Wien war wohl eher ein Schmäh, denn von Schluss, Ende und Aus ist hier noch lange nicht die Rede. Gut so!

Sonntag

Jeder Tag ist gleich lang, aber unterschiedlich breit…