Fr, 6. April 2018

Left Boy 'Ferdinand'

Album der Woche #14

Wie die Zeit vergeht: Das Aufsehen, Aufhören und Aufregen war groß, als der kleine Ferdi damals seine ersten musikalischen Ergüsse von sich gegeben hat. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich immer streiten, aber die Qualität seines Debüts „Permanent Midnight“ mit all den wunderbaren Vorboten bleibt über jeden Zweifel erhaben. Die Geschichte über den familiären Hintergrund von Left Boy wird dabei jedoch viel lieber erzählt, als das tatsächliche Erstlingswerk gefeiert wird. Mittlerweile wissen alle Bescheid: Er ist der Sohn von Sabina Sarnitz und André Heller. Na und? Fluch oder Segen? Vorschusslorbeeren? Schiebung? Wen interessiert’s?

Tatsache im Jahr 2018: Left Boy lässt den jugendlichen Hipster hinter sich und präsentiert sich als erstzunehmender Rockstar. Dass Ferdinand jetzt selbst Papa ist, bleibt auf seinem neuen Album unüberhörbar. Neben der Liebe zum Nachwuchs hat er den ewig frischen Sound von elektrischen Gitarren entdeckt. Besonders diese beiden leidenschaftlichen Beziehungen erweisen sich als kreative Katalysatoren für seine musikalische Weiterentwicklung. Ferdinand scheißt sich einfach gar nichts mehr und paart seine Interpretation von Hip-Hop mit einer Vision glamouröser Rockmusik. Dazu die richtige „Chemistry“, eine passende „Gold Chain“ und der obligatorische „Dance with the Devil“, fertig ist der „Superstar“ 2018. „Got Damn“! Es ist wieder Zeit für Sex, Drugs & Rock’n’Roll …

EBENFALLS DIESE WOCHE NEU IM GUT SORTIERTEN PLATTENREGAL:

  • City Calm Down: Echoes In Blue
  • Daniel Avery: Song For Alpha
  • Dusted: Blackout Summer
  • Eels: The Deconstruction
  • Fenne Lily: On Hold
  • Goat Girl: Goat Girl 
  • GUM: The Underdog
  • Heads.: Collider
  • Hinds: I Don’t Run
  • Hop Along: Bark Your Head Off, Dog
  • Island: Feels Like Air
  • Kylie Minogue: Golden
  • Manic Street Preachers: Resistance Is Futile
  • Mien: Mien
  • Sloan: 12
  • The Aces: When My Heart Felt Volcanic
  • Thirty Seconds to Mars: America
  • Tom Misch: Geography
  • Underoath: Erase Me
  • Viech: Heute Nacht nach Budapest