Do, 31. Juli 2014

Immer auf Reisen

James Hersey im Interview

Gitarre auf den Rücken und los geht’s: Der austro-amerikanische Musiker James Hersey zählt aktuell zu den angesagtesten Songeschreibern des Landes und verbreitet seinen markanten Sound weit über die Staatsgrenze hinaus. Im August ist er mit von der Red Bull Brandwagen Partie, um zuerst ordentlich fürs FM4 Frequency aufzuwärmen und um am Festivaldonnerstag selbst dort zu spielen. Bevor’s los geht, hat James Hersey uns noch ein paar wichtige Fragen beantwortet.

Du bist im August mit dem Red Bull Brandwagen auf FM4 Frequency Festival Warm Up Tour. Was darf auf keinem guten Roadtrip fehlen?


Die richtige Playlist fürs Auto!



Jede Reise hat ein Ziel. In diesem Fall das FM4 Frequency Festival. Was macht für dich das perfekte Festival aus?


Festivals machen erst richtig Spaß, wenn die richtigen Leute dabei sind. Ein paar wilde Freunde und geiles Wetter, da entstehen die besten Erinnerungen.



Was ist dir lieber: Eine kleine aber feine Brandwagen Bühne – oder dann doch die fette Festival Stage?


Ich lieb‘ beides, Hauptsache es stehen auch genug Leute vor der Bühne, die Bock haben!



Apropos Reise und Ziel. FM4 schrieb vor eineinhalb Jahren: ‚James Reise bleibt spannend. Wohin sie genau gehen wird, weiß er selbst noch nicht genau‘. Bist du mittlerweile musikalisch angekommen?


Für mich ist die Musik nie Mittel zum Zweck gewesen. Ich habe zwar große Ambitionen, aber irgendwo konkret anzukommen, fände ich langweilig. Musikalisch bediene ich mich, wie’s gerade passt, aus allen Stilrichtungen – wenn’s mir an der Stelle gefällt, dann kommt’s hin, easy!



Wenn man James Hersey hört, denkt man ja eher an den Singer-Songwriter und weniger an Hip Hop. Wolltest du mit der Single ‚Juliet‘ eine neue Richtung einschlagen?

Es gab 2012 schon ein Mixtape, wo ich mit fetten Beats und textgeladenen Strophen meinen Sound an die Grenzen gepusht habe. ‚Juliet‘ ist eine Weiterführung dieser Entwicklung.



Einige Leute hörten darin große Ähnlichkeit zu Left Boy. Hast du vielleicht deswegen danach wieder ‚typischere‘ James Hersey Songs veröffentlicht?


Ferdi und ich kennen uns vom Beatboxen am Schulhof, haben gemeinsam die Schule abgeschlossen und teilen bis heute den gleichen, sehr engen Freundeskreis. ‚Juliet‘ wurde auch letztes Jahr inoffiziell von seinem Label released – da ist es klar, dass unsere Fans den roten Faden erkennen! Die neuen Songs fand‘ ich cool und wollte sie in ihrer Ursprungsform auf Video einfangen, mehr war da nicht dahinter.



Wann darf man mit einem James Hersey Album rechnen und in welche Richtung wird es gehen?


Mein erstes Album kommt Mitte September bei Lichtdicht Records heraus. Vom Sound her ist von allem etwas dabei – nennen wir es einen urbanen Approach zum Singer-Songwritertum. So eklektisch wie die Hörgewohnheiten unserer Generation, und trotzdem alles aus einer Hand, von einer Stimme gesungen.



Du bist schon viel in der Welt herumgekommen. Wo hat’s dir eigentlich am besten gefallen?


Ich bin viel gereist, ja. Es ist schon immer ein Traum von mir gewesen, die Welt zu sehen. Mir sind allerdings Umfeld und Menschen wichtiger als der jeweilige Ort. New York City war zwar sehr spannend, aber ebenso anstrengend. Viele sind überrascht, wenn ich ihnen sage wie cool und alternativ Austin, Texas, war! Oder wenn ich erzähle wie ehrlich und unbesorgt die Leute in Kassel sind…



Wenn in deinem Koffer nur Platz für fünf Dinge wäre, was würdest du einpacken?


Easy! Spielkarten, mein MacBook, ein geiles Mikrofon, ein extra paar Kicks, und die Handvoll alter Briefe und Fotos, die mich überall hin begleiten. Gitarre passt nicht in den Koffer, also reist sie wie immer auf meinem Rücken mit!

Dann wünschen wir eine gute Reise auf der Red Bull Brandwagen & FM4 Frequency Warm Up Tour. Bis bald am Festivalziel St. Pölten!