Sa, 24. Oktober 2015

Happy Amsterdamaged

Camo & Krooked im Interview

Reinhard Rietsch und Markus Wagner sind Camo & Krooked! Letzte Woche hat das dynamische Duo beim Amsterdam Dance Event aufgespielt und Vorträge gehalten, diesen Sonntag steht das Beatpatrol in St. Pölten auf dem Feierprogramm. Zeit für eine kurze Zwischenbilanz: Der Kaas ist gegessen, die Arbeiten am neuen Album gehen voran und das nächste Fest kommt bestimmt! Stichwort Beatpatrol…

Kaas, Frieten, Bitterballen und Co – habt ihr euren Ausflug nach Amsterdam mittlerweile schon verdaut?

So ein Trip kann einen schon manchmal übel zurichten, die Hälfte unserer Reisegruppe war danach krank. Doch nun sind wir wieder fit und stürzen uns ins nächste Wochenende!

Was ist das Schönste an dieser Stadt?

Wir waren schon oft in Amsterdam, doch erst dieses Mal hatten wir so richtig Zeit uns etwas umzusehen. Uns gefällt besonders die Architektur und die kleinen Kanäle bzw. Grachten im Zentrum. Auch die Leute scheinen sehr entspannt zu sein.

Wie habt ihr euch auf euer Set beim Amsterdam Dance Event vorbereitet? War etwas anders als bei einer ’normalen‘ Show?

Da wir nur 55 Minuten Spielzeit zur Verfügung hatten, mussten wir versuchen, so viel Energie in diese kurze Zeit zu packen wie nur möglich. Diese Bombe ist dann auch am Floor gut hochgegangen!

Das Paradiso hat wortwörtlich gekocht! Was geht in euren Köpfen vor, wenn ihr das Publikum tanzen lasst?

Wir sind sehr konzentriert aufs DJing, vor allem wenn man ein brandneues Set am Start hat. Umso schöner ist es, eine wirklich tolle Reaktion vom Publikum zu erhalten – wenn es dann auch so funktioniert, wie man es sich erhofft.

Bei der Party waren so gut wie alle Künstler von Hospital Records vor Ort. Wie kann sich ein Fan so ein ‚Familientreffen‘ vorstellen?

Es hat definitiv etwas von einem Familientreffen, denn unsere Labelgemeinschaft ist sehr gut und wir freuen uns immer sehr die andren Jungs zu sehen, um mit ihnen ordentlich zu feiern.

Apropos: Was habt ihr da in Amsterdam für euren Freund Netsky gebügelt? Es gibt so ein Foto auf Facebook…

Boris Netsky kam vor der Show am Donnerstag bei uns im Apartment auf ein paar Drinks vorbei und wollte dann bei der Gelegenheit sein zerknittertes Hemd bügeln was er in der Jackentasche dabei gehabt hat. Gesagt, getan, Hemd wurde gebügelt, aber danach statt getragen zu werden wieder in die Jackentasche gestopft.

Einen Tag später habt ihr brav Vorträge gehalten. Wie schwer ist es euch gefallen, aufzustehen und wie viel Spaß macht euch die Rolle als Vortragende?

Das war schon richtig hart. Wie der Wecker um 11 Uhr geklingelt hat nach dieser langen Nacht, haben wir das Bierfest am Vortag schon etwas bereut. Die Vorträge für den ADE und für Native Instruments sind jedoch gut von der Hand gegangen. Nur danach sind wir echt todmüde ins Bett gefallen.

Welche Tipps habt ihr generell für Newcomer und Quereinsteiger, die fetten Sound produzieren wollen?

Es bedarf viel Geduld und Durchhaltevermögen, um einen eigenen Sound zu kreieren. Jedoch sollte Mann und Frau es immer aus Liebe zur Musik und nie aus der Gier nach Erfolg machen.

Was ist das A und O für Drum’n’Bass?

Drum’n’Bass ist sehr facettenreich, der harte Sound sollte halt ordentlich ins Gesicht fahren und die entspannteren Nummern zum Nachdenken anregen.

Und was ist mit HipHop?

Wir stehen da eher auf die alte Schule à la Gang Starr und Mobb Deep, nicht so auf die ‚moderne‘ Version mit Auto-Tune und den immer gleichen Sounds.

Welchen Song könnt ihr gegen graue Wintertage empfehlen?

‚The Monk‘ von Joris Voorn. Gerade an einem kalten und vielleicht auch dunklen Wintertag kommt nur ein atmosphärischer Tune in Frage. ‚The Monk‘ ist unser Lieblingstitel von seinem letzten Album. Der Song birgt so viel Hoffnung und Emotionen in seiner Chordprogression und dem hervorragendem Sounddesign.

Ganz wichtige Frage: Wie steht es um die Arbeiten an einem neuen Album?

Wir kommen sehr gut voran und lernen extrem viel dazu – neue Einflüsse, gediegenerer Sound, bald werden schon die ersten Ergebnisse präsentiert. Stay tuned!
 

Eure letzten Worte vor dem Beatpatrol 2015?

Wir freuen uns schon sehr auf das Heimspiel und wünschen euch noch eine schöne Ruhe vor dem Sturm!

Herzlichen Dank! Alles Gute für die Show in St. Pölten.