alt-j 'Relaxer' Album der Woche #22
‚We’d like to thank you for your patience over the last year or so.‘ alt-j wissen, dass wir ihr drittes Studioalbum kaum erwarten konnten, und erlösen uns heute mit ‚Relaxer‘, einem Tauchgang im stillen Wasser.
‚We’d like to thank you for your patience over the last year or so.‘ alt-j wissen, dass wir ihr drittes Studioalbum kaum erwarten konnten, und erlösen uns heute mit ‚Relaxer‘, einem Tauchgang im stillen Wasser.
Stilistisch breiter als am Vorgänger vertonen Kraftklub auf ihrem dritten Langspieler zeitgeistig-politische Themen wie Firmen-, Drogen- und Populärkultur. Dabei überzeugt „Keine Nacht für Niemand“ vor allem auf inhaltlicher Ebene, musikalisch funktioniert die Open-mindedness mal mehr, mal weniger. Nichts Weltbewegendes aber ganz schön okay. [DARK]
In knapp 40 Minuten rasen die technischen Death Metaller aus Polen quer durch ihr Verständnis eines Gegenkultes. Da werden keine Gefangenen gemacht, die Fans wollen nicht minutenlang auf das nächste Riff warten. Die preschen nach vorne, auch wenn’s manchmal langsam zugeht. Auch dabei: Sozialkritik – sofern man’s versteht. [S. FUHS]
Einhorn Heavy Metal mit Frauengesang. Wer das mag – bitte zugreifen. Enough Said. Ich muss dennoch 350 Zeichen füllen, darum: Einhörner sind grundsätzlich cool, aber hören die wirklich diese Art von Musik? Warum ist hier kein Song unter 5 Minuten lang? Ich habe die Aufmerksamkeitsspanne eines Eichhörnchens. Da kann ich nicht mit. [S. FUHS]
2007 ließ der History Channel die New Yorker als Testimonial für die Reportage ‚Dark Ages‘ aufspielen – treffend, denn: unheilbringender, düsterer & grober wütet kaum jemand. Zwar ging die Schlagkraft der Frühwerke etwas verlustig, doch auf ‚Of The Dark Light‘ präsentiert man sich endlich wieder am Zenit. [S. BAUMGARTNER]
Wieder eine Ami-Combo, die sich dem New Wave Of American Heavy Metal zugetan fühlt. Soll heißen, die Ex-Burnt By the Sun und Revocation-Mitglieder spielen eine moderne Auslegung des Thrash, würzen diesen mit Hardcore-Elementen und einer leicht düsteren Aura. Punch ‘Em Hard. [R. REITHER]
Schlagzeug, Bass und Gesang wurden neu besetzt, doch die Schweden klingen auch auf ihrem fünften Rundling, als wolle man Grave und Dismember ehrfürchtig die Eier lutschen. Zum knarzigen Stockholm- Sunlight-Sound haben sich auf „World Inferno“ noch ein paar Göteborg-Riffs verirrt, die das Geballer auflockern. [R. FRÖWEIN]
Ein Ufo landet, heraus tritt ein Alien wie du und ich. Er hat in seiner beispiellosen Karriere das Anderssein zur Norm erhoben und damit eine ganze Generation inspiriert. Mit seinem neuen Album landet er heute an einen sehr speziellen Ort.
Neue Zeiten, Neue Wege, Neue Räume! So lautet das Motto von Zeronic-Frontmann Mik Tanczos, denn er legt heute als MIK sein Debüt vor. „New Room, der Titel meines neuen Albums, signalisiert für mich ganz klar den Beginn eines neuen Abschnitts. Es geht darum, in einen neuen, leeren Raum einzutreten, den man wieder Stück für Stück […]
Fakten statt Fake News: Es ist alles andere als übertrieben, den in St. Pölten geborenen Musiker mit Künstlernamen Wandl als das größte Wunderkind progressiver Beats zu bezeichnen, das Musikösterreich derzeit zu bieten hat. Eher ist es eine zu kurzgreifende Untertreibung! Denn kein zeitgenössischer Sound klingt so weich und schön wie die verspulten Joints vom Jungen […]
Nehmen wir den Albumtitel von Ant Antic zum Anlass für eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation im modernen Musikösterreich. 2017 ist nicht einmal zur Hälfte um, steht schon jetzt fest: Größeren Wohlstand in Form von super Sound hat es selten gegeben. Tobias Koett und Marco Kleebauer schaffen mit „Wealth“ den nächsten akustischen Vermögenswert. [PHIPS]
Was ist mit Dan Auerbach passiert? Samt pompöser Besetzung kombiniert der Kopf der Black Keys neuerdings die Einflüsse seines aktuellen Wohnorts Nashville mit den guten alten 60s und macht daraus seinen eigenen „Easy Eye Sound“. Dies tut er so kontrastreich wie unbekümmert sorglos, dass es nur so groovt: Sanft aber bestimmt. Das kann was! [BLAZER]
Dispatch verzetteln sich auf ihrem neuen Album dabei, die umfangreiche Gesamtpalette ihrer Einflüsse unterbringen zu wollen. Dazu gehören Indie-Rock, Funk, World Music oder Folk. Letztlich sind Dispatch so etwas, wie eine zahnlose Version von Biffy Clyro. Ihrem recht beliebigen Alternativ-Rock fehlt dabei die Tiefe und er lässt einen ziemlich kalt. [ROU]
Man stelle sich das Innere eines Tunnels vor: Der E-Gitarren-Amp am anderen Ende, dort, wo’s leuchtet. 5 Meter entfernt erklingen sanft die Stahlsaiten. Seitlich in der Pannenbucht werden die Drums gestreichelt und Greg Gonzalez flüstert einem direkt ins Ohr. Ähnlich schwelgend, wie der neue Hader-Streifen: Nichts Aufregendes, aber trotzdem schön. [BLAZER]
Bonapartes fünftes Album ist die Rückkehr, die sich jeglichem Kreuzfeuer der Kritik stellt. Eine Variation aus eindringlichem Charme, der tief unter die Haut dringt, und souveräner Vielfalt: ruhig, aber energiegeladen, stimmungsvoll vom ersten bis zum letzten Song, textlich herausragend. Damit überrascht Tobias Jundt alle, vielleicht sogar sich selbst. [STEVIE]
Der Hard Rock-Adel will den Rock wieder groß machen und kehrt mit neuem Bassisten aufs Schlachtfeld zurück. Mit dem Titel spucken sie große Töne – der Wunsch nach einer neuen Ära? Warum nicht, an Idealismus darf es nie fehlen. So sind die Töne auf der neuen Platte nicht nur größer als bisher, sondern so hart […]
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