Mo, 28. Oktober 2019
Going Crazy

Going Crazy

Crazy Machines VR

Wem sagt Crazy Machines denn noch was? Denn wer gerne tüftelt oder Objekte in schrägster Weise anordnet um ein Ziel zu erfüllen, der wird mit diesem Puzzlegametitel seine Freuden gehabt haben. Nun gibt es den ersten VR Titel und wir waren gespannt, was sich die Entwickler dafür aus dem Hut gezaubert haben.

Im Gegensatz zu anderen Crazy Machines Spielen bildet in Crazy Machines VR ganz klar die neue Spieleumgebung den Kern. Im virtuellen Raum dürfen Spieler erstmalig mittendrin sein, statt nur dabei. Zum Navigieren im Raum dienen uns ein bis zwei Move-Controller der PS4. Diese bilden unsere Hände im Spiel. Das Spiel funktioniert aber auch mit nur einer Hand, da es in erster Linie nur um das Platzieren von Objekten geht.

Waren wir in vorherigen Teilen noch als Assistent des Professors tätigt, so schlüpfen wir nun direkt in die Rolle des Professors. Nachdem wir ein mysteriöses Paket erhalten haben, unterliegen wir natürlich dem Forscherdrang den Inhalt genauer zu inspizieren. Dazu benötigen wir aber nicht nur einiges an Hirnschmalz, sondern auch einige Objekte aus unserer Werkzeugkiste. Denn einfaches Öffnen ist nicht für unseren Professor. So starten wir eine Kettenreaktion von 40 abgedrehten Leveln und Rätseln, in denen es gilt die Forschungsaufgabe des Professors mittels der vorhandenen Gegenstände zu lösen.

Dazu platzieren wir die Objekte an vorgefertigte Stellen. Starten wir dann das Experiment und sind alle an der richtigen Position erleben wir eine Kettenreaktion, die hoffentlich den gewünschten Erfolg für den Professor verspricht. Sind anfangs nur so viele Positionen, wie Objekte vorhanden, erhöhen sich die Möglichkeiten mit steigender Levelzahl. Dadurch reduziert man unsere Kreativität aber auf das richtige Platzieren von vorgefertigten Objekten.

Kommt man einmal nicht weiter hilft uns der miesgelaunte Roboter, der unsere Objekte analysiert und den jeweiligen vorgesehenen Platz enthüllt. Eine Option, die wir mit Ausnahme des Tutorials nie in Anspruch nehmen mussten, da sämtliche Level relativ intuitiv waren.

Fazit

Vom möglichen Potential schöpft Crazy Machines leider zu wenig aus. Das ganze Spiel spielt sich eher wie ein Erlebnis, da wir kaum der eigenen Kreativität oder Lösungen nachgehen können, wie es früher der Fall war. Man speist uns mit vorgefertigten Maschinen und bisschen VR ab. Waren die 2D Spiele noch ausgeklügelter und fordernd, so verlässt man sich hier eher auf den Faktor VR. Der kann jedoch auch die Anzahl von nur 40 Leveln nicht verschleiern. Ob diese und das VR Feeling den Preis rechtfertigen, muss ein jeder selber entscheiden. Wer nach einem kurzweiligen, einfachen Rätselspiel für zwischendurch ist oder Fan der Serie ist, wird zumindest kurzzeitig unterhalten sein.

— Fabian Padrta

6

Das Gute

+ Lustige VR Erfahrung für Zwischendurch

Das Schlechte

- Wird dem Franchise Crazy Machines nicht gerecht

- Kaum kreativer Einsatz notwendig

Shortcut Crazy Machines VR
Release 18. Okt 2019
Studio FAKT Software GmbH
Publisher Wild River
Alles in Allem Ok