In INTER:STATES verarbeitet Elena Shirin das Leben on the Road in einer introspektiven Collage.
Mit Anfang 20 begleitete Shirin die New Yorker Band Moon Hooch als Support Act auf deren Tour durch die USA: Was mit 26 Shows in 38 Tagen begann, wurde zu einem eineinhalbjährigen Nomadenleben, einer Zeit, in der die junge Wienerin fast alle Staaten der USA durchquerte und im Rhythmus des Rock ’n’ Roll lebte.
Der Versuch, Erlebtes zu begreifen, lyrisch zu verarbeiten und einen musikalischen Kompass zu kreieren, verbindet die zehn Songs. Sie beschreiben innere und äußere Zustände und wie sie miteinander verwoben sind – zwischen Ekstase und Grenzüberschreitung, Freiheit und Zugehörigkeit, Vertrauen und Verletzung sowie dem Festhalten und Loslassen.
ZWISCHEN NEO SOUL, ALTERNATIVE R&B UND TRIP-HOP
Shirins Klangsprache zeigt sich cineastisch und vielschichtig: Klavier und Stimme treffen auf elektronische Texturen, Synthesizer und rhythmisch aufgeladene Beats.
Neo Soul, Alternative R&B und Trip-Hop bilden dabei keine festen Schubladen, sondern Ausgangspunkte für eine Musik, die für sich selbst steht.
Fragile, reduzierte Momente stehen neben dichten, pulsierenden Arrangements; die Stimme wird nicht nur als Trägerin von Text eingesetzt, sondern als Instrument – geschichtet, fragmentiert, verfremdet, manchmal ganz nah, manchmal wie aus einer fernen Landschaft.
EIN ALBUM ÜBER AUFBRUCH UND RÜCKKEHR
INTER:STATES ist kein Reisebericht. Es ist der Soundtrack vom Aufbruch und der Rückkehr – der Versuch, inmitten von Veränderung die eigene Sprache zu finden.
Ein Album über das Immer-wieder-Aufstehen. Über den Mut, in ungewisse Gewässer zu springen, die leise Erkenntnis, zu weit gegangen zu sein, und über das Zurückfinden zur eigenen Stimme.
— Sebastian Juhn