Die Welt ist, wie wir alle wissen, im Moment gerade sehr mit „Immer-dunkler-werden“ beschäftigt und von zum Teil völlig durchgeknallten Idioten regiert. Hard facts. Und weil das so ist, sind wir froh über jeden positiven Blick nach vorne, jede Möglichkeit einer Utopie und über jedes Friedensangebot – sei es auch bloß in Form eines knapp vierminütigen Popsongs.
Und genau hier kommt SAILOR AND THE SEA, die neue Single des österreichischen Multitalents Oskar Haag, ins Spiel. Dieser Hit, der von „Radio positiv“, wie auch von „Radio negativ“ zugleich gespielt werden soll, diese uplifting Hymne, dieser friedliche Blick auf sich selbst, den liebsten Menschen und die nahe und ferne Welt überhaupt, ist ein großer Glücksfall in unseren, wie oben beschrieben, prekären Zeiten.
Wäre der Song einer aus der Feder von George Harrison, man dürfte sich nicht wundern. Ist er aber erstaunlicherweise nicht. Er stammt natürlich vom noch immer erst 20-jährigen Haag selbst. Sagen wir also, dass Harrison Pate des Liedes war, der nicht untalentierte Ringo Starr ein solides Ringo-Starr-Schlagzeug eingespielt hat, das Arrangement eine gewisse Affinität zur besten Band aller Zeiten nicht verleugnen kann und auch nicht mag, und am Ende des Tages vom Dream-Team Lukas Klement/Oskar Haag produziert wurde.
„I fear that one day you will know – I’m not the best that you can get
But I will give you all I‘ve got – Come on, just give me one more shot
Then you can leave and be as happy as you please…“
…singt Oskar Haag mit einer Stimme, die ständig zwischen großer Sehnsucht und beglückender Souveränität changiert.
Hey Baby, ich mag zwar nicht der Beste sein, aber ich gebe, was ich kann, und vielleicht ist das ja auch genug für eine Weile? Und schau, der Baum dort drüben steht schon in voller Blüte, die einen Vögel sind wieder da aus ihrem Winterurlaub, und überhaupt: Diese, unsere Welt könnte eine ganz Gute sein…
Das „Wenn“ kann dabei getrost wegfallen. Ein Vorrecht der Jugend eben.
OSKAR HAAG & SAILOR AND THE SEA – forever young!
— Sebastian Juhn