Unfasslich 56 - Radfahrträume

Das schöne Wetter nützen viele, um mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Folgende Diskussion durfte ich vergangene Woche miterleben.

Radfahrer bleibt neben Auto bei roter Ampel stehen und wartet.
Autofahrer (Fenster offen, Eiki sitzt im Auto daneben am Beifahrersitz und kann alles blendend hören): „Herst, scho wieda so a Radlfohrer…“

Ampel wird grün. Er fährt los und kommt bei nächster roter Ampel zum Stehen. Radfahrer fährt wieder nach vorne an ihm vorbei und wartet.
Autofahrer: „Wos is mit dem? Jetzt fohrt er wieda noch vurn? Do zuck i jo scho aus!“
Ampel wird grün. Autofahrer düst los um ja schneller als der Radfahrer zu sein.
Bei nächster roter Ampel wieder dasselbe Szenario.
Autofahrer: „Oida, jetzt reicht’s ma oba!“ (lässt das Beifahrerfenster hinunter und spricht zum Radfahrer) „Wos is mit dir?“
Radfahrer (schaut verwundert): „Bitte?“
Autofahrer: „Muasst du immer noch vurn fohrn? Siagst du ned, doss i schneller bin?“
Radfahrer: „Ja, und? Wo genau ist das Problem?“
Autofahrer: „DU bist des Problem.“

Radfahrer schüttelt den Kopf und wendet sich wieder der Ampel zu.
Autofahrer: „Herst Hiniger! Schau mi on, wonn i mit dir red!“
Radfahrer schmunzelt, schaut aber nicht hin.
Autofahrer : „Wos is mit dir? Muass i aussteigen?“
Ampel wird grün, Radfahrer fährt los. Autofahrer ist so in Rage, dass ihm der Motor abstirbt und der Radfahrer jetzt vor ihm fährt. Genüsslich in der Mitte der Fahrbahn.
Autofahrer (hupt und schreit): „Oida, schleich di  du Gschissana!“
Radfahrer biegt ab und ist weg.
Autofahrer (kommt bei nächster Ampel wieder neben Eiki zu stehen): „So ein hiniges Gfrastsackl! Do zuckst komplett aus.“
Und wieder ein Fall von: Ihre Sorgen möchten wir haben.
Unfasslich.
© Eiki

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