Nockabatzeln

Unfasslich 96

Hochprozentige Wartezeiten

Eine nächtliche längere Wartezeit auf die U-Bahn ist halb so wild, wenn neben einem eine unterhaltsame Gruppe betrunkener Menschen steht.
Eiki wartet bei U3 Volkstheater. Hinter ihr sitzen 6 betrunkene Erwachsene (ca. 45-55 Jahre) auf 4 Sitzen zusammengepresst.
Fredi: „Ongenehm is des ned.“
Margit (grunzt beim Lachen): „Haha. Na Schaatzimausi, darfst kuscheln mit uns! Haha“
Fredi: „Hob i scho gfressen…“
Mann 2: „Geeeh, Fredi!! Sei doch froh! Wer wü ned mit da Maargit schmusen?“
Margit grunzt im Hintergrund fröhlich herum.
Mann 3 (springt auf und stellt sich vor seine Freunde hin): „I sog eich… de ane hod sicher an Elektroschock kriagt.“
Frau 2: „Waaas, warum?“
Margit grunzt.
Frau 3: „Ja, vooooll! Die is scho die ganze Zeit so gangen. Des konnst ned spün! Und wir..“ (deutet auf Mann 3) „…hom an Fülm gsehn, da hat einer an Elektroschock kriagt und is genauso gongan!“
Mann 3: „Org wor des!“
Fredi (greift ein): „Oiso so an Bledsinn hob i jo scho long nimma ghert!“
Mann 2: „Geeeh, Fredi!“
Fredi (unbeirrt): „Es seids olle Nockabatzeln!“
Margit grunzt.
Mann 3: „Imma mit der Ruhe, junger Monn!“
Frau 2: „Schau di o! Du bist söba a Nockabatzel…“ (deutet auf Fredis Gemächt) „…mit am großen Spatzerl!“
Margit verwandelt sich in einen Schweinestall.
Fredi: „Sog i danke.“
Mann 3 (zu Frau 2): „Wieso hod er a großes Spatzerl?“
Frau 2: „No schau amoi hi! Des siagt ma jo!“
Fredi: „Des is zwor mei Handy, owa se hod trotzdem ned Unrecht!“
No dann.
© Eiki

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