Do, 15. Januar 2009

Sophias geile Weltgeschichten

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Kinder, Kinder, dieser Winter. Kaum ist Silvester überstanden und man hat auch den Dezember plus die dazugehörigen Weihnachtsfeiern und Familienpflichttermine ohne größere Leberschäden überlebt, wird klar : Das neue Jahr und die mit seinem Eintritt verbundene Euphorie ist schon jetzt komplett im Arsch. Gerade noch hat meine Freundin W. auf einem weltumspannenden Internetforum so optimistisch gepostet:


Status: 2009 – Sowas von Bock drauf!
Stimmung: wundgefeiert

Ja, ja und jetzt will die Katerstimmung gar nicht mehr enden. Deutschland versinkt im Schneematsch, Milliardäre schmeissen sich vor Züge, Österreichs Politik muss sich mit Versandpäckchen auseinandersetzen, die weder mit Sexspielzeug noch mit Bomben gefüllt sind und am Ende des Tages kann man nicht mal mehr sicher sein, dass man nicht in den eigenen vier Wänden dem Kältetod erliegen könnte. Widerliche Aussichten! Nachdem ich ja Wien vor eineinhalb Monaten zugunsten der deutschen Hauptstadt mit dem großen B. verlassen habe, möchte ich nun das tun, was ich hier auf jeden Fall nicht verlernt habe: Herumsudern, dass die Tauben auf den Dächern sich freiwillig vor die Autos des Stoßzeitenberufverkehrs schmeißen!

Ihr unglückseligen Wiener

Was glaubt diese Stadt eigentlich wer sie ist, was glauben die Leute eigentlich wer sie sind? Mein erster Eindruck ist einfach allgemein der einer gewissen Humorlosigkeit allerorts. Geht man abends aus, ist jeder dermaßen damit beschäftigt, seine eigene Coolness und Trendaffinität vor sich herzutragen, dass man manchmal das Gefühl hat, ‘Spaß haben’ steht gar nicht auf dem Stundenplan. Ach ihr unglückseligen Wiener, die ihr für ein verlängertes Wochenende hierher pilgert, in die Panoramabar und in die Bar 25 rennt und denkt, man müsste sofort hierherziehen. Aber man kann nicht die ganze Zeit nur Party machen, man muss sich ja auch Wohlfühlen in einer Stadt. Ich habe gewusst, dass es in etwa so sein wird und habe mich auf ein Kräftemessen mit dieser alten Schlampe eingestellt, aber momentan drückt sie mir schon sehr den Hals zu. Das Lustige an Berlin ist , dass dich die Stadt nicht einfach mag oder nicht mag, du bist ihr einfach scheißegal.

Alles ist einfach irgendwie scheißegal

Man kann jeden Tag auf gute Konzerte gehen, die gehypetesten Parties und Clubs sind einfach scheißegal. Wie meinte Freundin W. so schön: ‘Es ist wie wenn du mit jemandem Armdrücken willst. Du hast voll Bock auf den Kampf, alles oder nichts, und der Kontrahent sagt einfach zu dir: ‘Nein, danke, nicht mit dir!’Frustration die am Ego kratzt. So sieht’s aus. Um das Kind beim Namen zu nennen: Ich bin Single und am zwischenmenschlichen Austausch mit jungen Herren interessiert. Noch nie in meinem Leben stellte es ein Problem da, geeignete Exemplare zu finden. Sie ahnen es schon: Ja, auch denen ist es scheißegal.

Frustration die am Ego kratzt

All dies führt wirklich dazu, dass ich mich in einer Vorstufe zum Amoklauf befinde und immer öfter darüber nachdenke, mich einfach auf dem Tresen einer Szenebar nackt auszuziehen, mir dann eine Flasche Champagner über den Kopf zu schütten und anzufangen, mich selbst abzulecken. Weil allen anderen ist es ja sch…

Oder ich fange nächste Woche an, ein Album einzusingen, in das ich meine ganze Frustration und meinem ganzen Wahnsinn hineinpacke und werde damit weltberühmt. Aber selbst das ist dieser Stadt sch…
Status: Die Zeiten sind hart, aber modern!

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