Haifischfutter 2.0

VOLUME Kinokritik: Meg

Jason Statham rettet die Welt. So weit, so bekannt. Aber ein bissi anders ist es diesmal doch: Ein das Urzeitliche überraschenderweise nicht gesegnet habender Riesenhai ist halt eine nicht so alltägliche Nemesis, wie die Räuber und Banditen mit denen er es sonst zu tun bekommt. Was ihn klarerweise nicht davon abhalten kann, es trotzdem zu tun.

Statham bringt auch seine bekannten Stärken zur Geltung: üble Laune, Muskelkraft und ätzende Sprüche. Problematisch ist, dass der Film zu großen Teilen mit Geld aus China finanziert wurde und sich das am Casting ablesen lässt. Nichts gegen chinesische Schauspieler, aber hier wirken sie wie Nebendarsteller aus einem Kung-Fu Film aus den 1980er Jahren. Seltsam deplatziert.

Ansonsten ist der Film weniger spannend, als die Besten des Genres (z.B. „Jaws“, „Deep Blue Sea“, „The Shallows“), dafür aber weniger blöd als „Sharknado“. Wie alle Horrorfilme kommt auch „Meg“ nicht ohne schablonenhaft dumme Charaktere aus, die aber ohnehin bald im Verdauungstrakt des Riesenzahns (Megalodon auf Deutsch) verschwinden. Ein etwas ausgefeilteres Drehbuch und mehr Blut hätte dem Film gutgetan. Aber für einen Kübel Popcorn reichts …

Regie: Jon Turteltaub
Mit: Jason Statham, Li Bingbing, Rainn Wilson, Ruby Rose
Kinostart: 09.08.2018
Bewertung:
 2/5

— Thomas Varkonyi