Wie nachhaltig ist dein Festivalauftritt?

Psychotest #70

Festivals stressen nicht nur die jeweiligen Lebern, Trommelfelle und Geschlechtsorgane, sondern auch die Umwelt. Daher die Frage: Wie nachhaltig ist dein Festivalauftritt?

Womit fährst du aufs Festival?

A: Mit dem Humvee, Oida!
B: Mit der Bahn.
C: Mit dem Fahrrad.
D: Mit Freunden.

Werden deine Freunde dich auch nach dem Festival noch mögen?

A: Nur wenn sie sich an nichts erinnern können.
B: Warum sollten sie nicht?
C: Meine Zimmerpflanzen lieben mich, auch wenn ich sie rauche …
D: Das hoffe ich sehr, denn ich möchte auch mit ihnen heimfahren …

Was isst du auf dem Festival?

A: You fry it, I eat it!
B: Tofuburger mit einem sanft zu Tode gestreichelten Krautsalat …
C: Veganen Eintopf.
D: Worauf ich grad Lust habe …

Was machst du mit den benutzten Kondomen?

A: Was für Kondome?
B: In den zehn Euro Müllsack tun. Soviel kann man ja gar nicht ficken, dass der voll wird …
C: Ich mach nur oral, das fällt bei mir unter Müllvermeidung.
D: Ich bin wegen der Musik da, denn die kann ich auch im Gatsch ertragen, Sex eher nicht …

Schläfst du im Zelt, oder außerhalb des Festivals – z. B. in einem Hotel?

A: Ich bin der King von Posersdorf, denn in die Zelte brunzen die Besoffenen.
B: Ich kann mir kein Hotel leisten, obwohl meine Hygienebedürfnisse mir das suggerieren.
C: Nur das Zelten vermittelt richtiges Festivalfeeling. Oder so.
D: Was für den Sex gilt, gilt auch fürs Schlafen: No-Go im Schlamm. Dann schon eher im Auto.

WC mit Spülung oder Dixi Klo?

A: Dafür gibt es doch die Zäune und Büsche, oder?
B: Lieber echte WCs, die Dixis sind nämlich ziemlich ekelig.
C: Verdauung ist was Natürliches, was soll ich mich da ekeln?
D: Ein Wasserklo ist eine Errungenschaft der Zivilisation, Dixis sind ein Schritt zurück ins Mittelalter.

Ohropax oder Gummistöpsel?

A: Waaas?
B: Original Ökodesigner Ohrstöpsel von Veganboys, London. Die sehen aus wie kleine süße Dildos.
C: Dafür nehme ich handgepflückten Galgant- Mastix aus einer Kommune von tibetanischen Ex-Prostituierten.
D: Noch geht es ohne.

Gras oder Alkohol?

A: Zuviel ist nicht genug!
B: Ein bissi von allem, aber mit Herkunftsgarantie, weil das ist dann ja Natur pur.
C: One Joint per Hour macht aus einem Menschen einen Bauer …
D: Man bringe den Spritzwein …

Auflösung

Überwiegend A
Auch solche Leute wie dich muss es geben. Damit sich andere an dir abreiben oder wegen dir abtreiben können / müssen. Nachhaltig ist bei dir die Anzahl an Kindern, die etwa neun Monate nach dem Festival zur Welt kommen. Carbon Footprint schreibst du mit „U“ und denkst an letzte Nacht, als du es auf dem Kopierer getrieben hast …

Überwiegend B
Lieb, nett, nicht zu viel, nicht zu wenig. Nachhaltigkeit ist für dich eine weitere Möglichkeit, dich gut darzustellen. Du bist aber nur so lange vegan, bis die Oma ihr berühmtes Paprikahendl macht. Hühner wachsen ja bekanntlich auf Stauden.

Überwiegend C
Eine berühmte Gesundheitssandalenmarke ist dein Hauptsponsor. Über deinem Hirn liegt eine Nebeldecke, die England zum Solarium degradiert. Als Absolvent der Hanfkopfuniversität in Buxtehude weißt du natürlich voll, was los ist. Nur nicht wo.

Überwiegend D
Tja, nachdenken vor ficken ist für dich nachhaltig. Auch, dass du nicht unbedingt jeden Schwachsinn mitmachen musst, ist nur auf deiner persönlichen Nachhaltigkeitsliste zu verzeichnen. Global muss man sagen, dass du unzählige Kinder arbeitslos machst, die die Zutaten zu nachhaltigem Essen zubereiten, von Vegandildos ganz zu schweigen.