So, 5. August 2012

Rokko Ramirez rotzt (25te Ausgabe)

Bock auf Porno?

BOCK AUF PORNO?

Dann liebe Freunde und -innen schnell die Vorhänge zu, es herrscht Verdunkelungsgefahrengebot! Ran an den Computer eures Vertrauens mit jeder Menge Spamfilter und hoffentlich passwortgeschützt, wir wollen uns ja nicht lächerlich machen, sollte das Teil irgendwann anders noch von Mutti in Beschlag genommen werden. Wer bereits Unanständiges in die Browserzeile klopft: weiterlesen verboten! Denn wir erheben uns aus der Schmuddelecke in olympische Höhen.

DIE STANGE ZU OLYMPIA

Die International Poledancing Fitness Association hat angedacht, das Räkeln an der Stange bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro als Demonstrationssportart einzureichen. Der Zug für London ist abgefahren, die Suche nach Sportarten, die uns in Zukunft von Platz 61 im Medaillienspiegel nach vorne pushen ist jedoch weiter im Gange. Wenn’s dann nämlich wirklich mal um Medaillen geht, wollen wir uns als Österreicher zumindest berechtigte Hoffnungen im Stangentanz machen, sollte es Asphaltstockschießen wieder nicht schaffen und unsere Athleten beim Schwimmen und Kanufahren absaufen beziehungsweise beim Judo in der Vorrunde ausscheiden.

SCHLAG NACH BEI MÖTLEY CRÜE

Im Video zu „Girls, Girls, Girls“ kommt sie schon vor, diese Stahlstange, die die Welt bedeutet, zumindest für diejenigen des weiblichen Geschlechtes, die genug von verschwitzten Fitnessstudios haben und trotzdem die volle Härte des Krafttrainings spüren wollen.

WIEN ALS HOCHBURG

Ist Poledancing seit 2004 in Großbritannien und Australien weit verbreitet, hat Wien im Jahre 2010 nachgezogen. Mittlerweile gibt es drei ausgebuchte Studios mit 20 Trainerinnen und 2000 Schülerinnen bei durchschnittlich 60 Kursen pro Woche.

Und wer’s ganz speziell haben will, kann sich die Stars der Stangenszene ganz ohne Rotlichtcharakter für seine Party nach Hause oder in die Location des Vertrauens holen, um sich vom vermehrt ansehbaren Trainingsfortschritt zu überzeugen. Mehr Infos auf www.poledancevienna.at. 2016 holt Ines Beranek dann Gold.

Wenn nicht, dann ersparen wir uns bitte auch so Trendsportarten wie Gewichtheben und Diskuswerfen, Mädels! Oder sind das nicht eh schon immer Männer gewesen? Sagt zumindest der Schnurrbart.

Ran an den Pflock,
euer Rokko