Wenn Gefangenschaft befreit

VOLUME Kinokritik: Papillon

Tresore knacken, Diamanten stehlen, Schmuck entwenden: wenn er dafür verurteilt worden wäre, wer weiß, dann hätte er seinen Schuldspruch vielleicht einfach akzeptiert. Aber Henri Charrière (Charlie Hunnam), in Verbrecherkreisen besser bekannt als ‚Papillon‘, wird für einen Mord, den er nicht begangen hat, nach Französisch-Guyana verfrachtet. Doch so einfach wird man ihn nicht loswerden!

Schon bei der Überfahrt sichert er sich seine Geldquelle, den kleinen, schmächtigen, unscheinbaren Fälscher Louis Dega (Rami Malek), dem nachgesagt wird, er würde seine gesamten
Finanzvorräte vor allen Wärtern in seinem Allerwertesten verstecken: was für ein Arsch!

Dega wiederum erkennt den Nutzen eines starken, kräftigen Beschützers. So entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit aus der Zweckgemeinschaft eine unkaputtbare Freundschaft.
Für ‚Papillon‘, der auf einer wahren Geschichte beruht, zeigt sich wieder mal, dass das Leben der beste Geschichtenschreiber ist. Und Michael Noer versteht es ausgezeichnet, diese in wunderbare Bilder umzusetzen. Trotz der Story über Gefangenschaft kann man die Freiheit förmlich spüren, den unbeugsamen Willen des ‚Schmetterlings‘ und die Kraft, die man aus Freundschaft schöpfen kann.Wunderbar! Großartig! Man möchte sofort für seine eigene Freiheit kämpfen! Und von einer Klippe ins Meer springen.

Und auf keinen Fall ein billiges Remake eines großen Klassikers, sondern ein unvergleichbares, eigenständiges Werk!

Regie: Michael Noer
Mit: Charlie Hunnam, Rami Malek
Kinostart: 26. 07. 2018
Bewertung: 4/5