So, 27. Aug 2006
Ode To Ochrasy - Mando Diao
Mando Diao
Ode To Ochrasy
Emi

Nach einigen Produktionsschwierigkeiten und in diesem Fall relativ rasch nach ‚Hurricane Bar‘ meldet sich die vermeintlich ‚Größte Band der Welt‘ aus der vermutlich fadesten Stadt der Welt (Börlange) zurück.
Ein Album, dass sich einem drogensüchtgen Mädchen (‚Josephine‘), einem Penner (‚Good Morning Herr Horst‘), einem Eishockeyspieler ( ‚Welcome Home Luc Robitaille‘) und anderen Ereignissen des Lebens widmet, ist wie Mandio Diao sagen im ‚Mando Sytle‘ produziert.
Mit etwas mehr selbtsvertrauen und mehr Experimentierfreudigkeit, steigen die fünf wieder eine Stufe höher in den Rockolymp.
Gleich die erste Nummer des Albums ‚Welcome Home Luc Robitaille‘ gibt sich großkotzig, schreiend, gitarrenstark und progressiv. Erst gegen Ende klingt sie beinahe traurig aus. Auch ‚Killer Kaczynski‘ gibt sich anfangs fast smooth und explodiert zum richtigen Zeitpunkt. ‚Amsterdam‘ ist das ruhigste Stück des Albums, das wie Mandio Diao sagen, sie so auf ihrem letzten Album nie veröffentlicht hätten. ‚Song For Aberdeen‘ erinnert ein wenig an die Oasis B-Seiten Platte ‚The Masterplan‘, was aber ohnehin nicht schlimm ist, sind sie nämlich auch ein Teil der Mando Diaoschen Vorbilder.
Möglicherweise fehlt dem Album der rote Faden, dennoch kann man nicht abstreiten, dass ‚Ode To Ochrasy‘ im sitzenden Zustand nur schwer zu ertragen ist. Eine Band mit Musik zum immer und immer wieder hören: Warum? Weil diese Herren einfach Spaß machen, Freude bereiten und mit so viel Hez bei der Sache sind, dass die Euphorie auch auf den Hörer und die Hörerin überspringt.  (nst)

— Nobody