Mo, 23. Februar 2015

Wie im Traum

Tagträumer im Interview

Fünf Jungs aus der Steiermark und aus dem Burgenland, die gerade den Traum von der großen Karriere im Popgeschäft leben. Die österreichischen Newcomer feiern hierzulande mit ihren Hits ‚Sinn‘ oder ‚Tagträumen‘ veritable Charterfolge. Mit drei Nomminierungen für den Amadeus Award 2015 und einem deutschen Plattenlabel im Hintergrund kann nichts mehr schief gehen – oder? VOLUME hat lieber noch einmal nachgefragt…

Top 10 der österreichischen Single und Airplay Charts – was ist eurer persönliches Erfolgsgeheimnis, sich als Newcomer so schnell auf dem österreichischen Musikmarkt zu behaupten?

 

Unserer Meinung nach gibt es so etwas wie ein Erfolgsgeheimnis nicht wirklich. Es ist einfach wichtig, immer am Ball zu bleiben und das zu tun, was man selbst für richtig hält. Es hilft natürlich auch, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

‚Ohne Kontakte, ohne Mentor, ohne eine Kiste Geld‘ habt ihr den Sprung ins Musikbusiness geschafft. Trotzdem habt ihr euch zur Teilnahme an ‚Herz von Österreich 2014‘ entschieden – wieso?

Wir hielten das Format ‚Herz von Österreich‘ von der ersten Sekunde an für ziemlich interessant. Da war es dann auch nicht mehr so abwegig, mitzumachen. Dort haben wir dann auch Teile unseres jetzigen Teams kennengelernt.

Würdet ihr anderen Bands empfehlen, bei Casting Shows und Bandwettbewerben mitzumachen?

Bandwettbewerbe und Castingshows haben am Ende des Tages ja doch eine Gemeinsamheit – bei Castingshows reden wir von TV-Auftritten vor etlichen Menschen und bei Bandwettbewerben ist es ja fast gleich, nur in etwas kleinerem Ausmaß. Der Punkt dabei ist: Bei beiden Formaten kann man seine Musik einer Menschenmasse präsentieren. Deswegen würden wir grundsätzlich niemandem davon abraten.

Euer Plattenvertrag hat euch nach Deutschland gebracht – wie ist es dazu gekommen?

Wir haben im Oktober mit unserem jetzigen Team von Warner Music in Hamburg an einem Tisch gesessen und uns ausgetauscht und kennengelernt. Beim Heimflug nach Wien haben wir den Tag nochmal reflektiert und waren derartig von dem sympathischen sowie überaus kompetenten Team überzeugt, dass wir gar nicht anders konnten als den Vertrag zu unterschreiben. Und wie sich jetzt herausstellt, war es die beste Entscheidung die wir treffen konnten…

Gleich in drei Kategorien wurdet ihr für den Amadeus Award nominiert. Was habt ihr euch gedacht, als ihr davon erfahren habt?

Im ersten Moment waren wir ehrlich gesagt ein wenig überrascht. Es ist nicht unbedingt alltäglich, dass eine Band schon im ersten Jahr der Karriere dreimal für den österreichischen Musikpreis nominiert wird. Auf jeden Fall waren wir sehr erfreut und auch stolz!

Lasst uns doch kurz auf die Nominierung ‚Songwriter des Jahres‘ eingehen. Wie wichtig ist es euch, eure Songs selbst zu schreiben?

Sehr wichtig! Wir fühlen uns mit den Liedern auf der Bühne einfach wohl und authentisch und sind der Meinung, dass das nicht so wäre, wenn wir diese nicht selbst schreiben würden. Logisch! Die Amadeus Nominierung in der Kategorie, erfüllt uns daher mit sehr viel Stolz! Es ist irgendwie ein ‚Beweis‘ dafür, dass wir das Thema Songwriting richtig angehen.

Deutschsprachige Musik scheint zur Zeit voll im Trend zu liegen. Könnt ihr euch vielleicht erklären, wo dieser Trend herkommen könnte.

Es gab schon immer deutschsprachige Musik, die im Trend war. Als Beispiel fallen uns direkt Falco, Herbert Grönemeyer, Revolverheld, Silbermond, Christina Stürmer, Juli und die Fanta 4 ein. Die Liste könnten wir auch ewig lang weiterführen. Der Sound ist derzeit möglicherweise im Trend, weil die Konsumenten wieder mehr Wert auf Texte legen. Genau erklären, können wir es uns aber auch nicht, da müsste man das schon studiert haben.

Was ist denn jetzt der SINN (Anm. wegen Single ‚Sinn‘) des Lebens – habt ihr diesen auf eurer musikalischen Reise schon gefunden?

Dafür sind wir dann doch ein wenig zu grün hinter den Ohren. Am besten fragen in 10 Jahren noch einmal, dann können wir vielleicht eine Antwort darauf geben.

Trotz eures Erfolges ist die Musik ja nur ein ‚Nebenjob‘ für euch – was macht ihr denn abseits der Bühne?

Wir haben einen Biobauern, drei Studenten und einen Vollzeitmusiker. Wenn alles so weitergeht wie bisher, wird die Musik in Zukunft aber höchstwahrscheinlich unser aller Brotberuf.

Wie sieht die Traumkarriere der Tagträumer aus?

Nicht aufhören zu träumen, nicht aufhören zu leben! Und das auf allen großen Bühnen im deutschsprachigen Raum.

Wenn euer Tagtraum einen Soundtrack hätte, wer wäre darauf zu hören?

Ganz ehrlich? Wir würden zur Titelmelodie von ‚Star Wars‘ greifen!

Am 7. März spielt ihr beim ‚Conquer the Alps‘ in Innsbruck. Wann wird es einen Wientermin geben?

Wir spielen schon sehr bald wieder in Wien! Wann und wo muss vorerst noch ein kleines Geheimnis bleiben – aber eines dürfen wir schon jetzt verraten: Es wird geil! Infos dazu gibt es rechtzeitig auf unserer Facebook Fanpage…WATCH OUT!!!