Fr, 9. März 2012

'We're never going home': 3 Doors Down im Interview

Kaum eine Band ist so viel unterwegs wie die amerikanischen Vorzeigerocker von 3 Doors Down. Warum die Band niemals nach Hause kommt, klärten wir mit Chris Henderson vor der Show im Gasometer in Wien.

Kannst du uns den Produktionsprozess von “Time Of My Life” beschreiben?

 

Chris Henderson: Es war wie bei allen anderen Platten von uns: Wir kommen als Band zusammen und schreiben Songs. Wenn wir genügend Material haben und damit glücklich sind, dann gehen wir zum Label. Diese schlagen uns dann Produzenten vor und wir gehen ins Studio, um aufzunehmen. Wir haben das immer so gemacht und es hat sich bisher so bewährt.

 

Wie auf vorherigen Alben habt ihr auf Experimente verzichtet. Dürfen wir soetwas irgendwann einmal von euch erwarten? Vielleicht mal etwas wie eine Metal-Platte oder etwas poppigeres?

Chris Henderson: Wir vermeiden Experimente. Nein, ich denke wir werden nichts Verrücktes in Zukunft machen, wie ein Metalalbum produzieren. Das muss für uns nicht sein, weil wir keine Metalband sind. Andere Bandmitglieder mögen vielleicht mit Soloprojekten soetwas machen, aber wir werden ganz sicher niemals auf die Idee kommen und zu rappen oder Dance-Pop-Songs zu schreiben. Obwohl, DJs dürfen gerne unsere Songs remixen!

 

Eure Europa Tour startet am 16ten Februar. Freut ihr euch auf manche Shows besonders?

 

Chris Henderson: Wir freuen uns auf Österreich! Wir waren erst im letzten Mai da und haben eine große Show gespielt. Wir hatten eine gute Zeit, haben neue Freunde kennengelernt und wir freuen uns zurückzukommen.

 

Ihr werdet uns die Band Seether im Vorprogramm vorstellen. Kennt ihr die Jungs bisher nur von ihren Platten oder auch persönlich?

Chris Henderson: Seether kommen zum ersten Mal nach Österreich. Ja, wir kennen sie auch persönlich und natürlich auch als Musiker. Es sind super Typen, die mit uns in den letzten sieben Jahren öfters zusammengespielt haben. Sie waren früher zu viert, jetzt sind sie nur noch zu dritt. Shaun Morgan, der Sänger, singt und spielt gleichzeitig alle Gitarrenparts selber. Es ist ziemlich cool sich das anzusehen.

 

Es scheint als ob ihr niemals nach Hause kommen würdet und ständig auf Achse wärt. Hast du manchmal das Verlangen nach Hause zu gehen und das Touren für eine Weile sein zu lassen?

Chris Henderson: Ja, natürlich. Es ware schön daheim zu sein, aber man muss touren. Niemand schenkt dir etwas in diesem Business seitdem die Menschen Platten aus dem Internet downloaden. Also muss man raus Geld verdienen und auf Tour gehen. Man muss unterwegs sein, sonst muss man sich einen anderen Job suchen. Eine Pause wäre trotzdem nicht schlecht.http://www.volume.at/

 

Songs wie Kryptonite sind über 15 Jahre alt. Trotzdem scheint ihr den Song immer noch gerne zu spielen. Fühlt es sich nicht manchmal trotzdem komisch an, einen Song zu spielen, den man in der Schule geschrieben hat?

Chris Henderson: Nein, weil das unsere Songs sind. Es ist unbeschreiblich Musik zu spielen, besonders wenn es die Leute berührt. Das ist überhaupt nicht seltsam.

 

Wir freuen uns auf die Wien Show. Hast du besondere Erinnerungen an Wien oder Österreich im Allgemeinen?

Chris Henderson: Ich erinnere mich an meine erste Show in Wien. Das war 2000 in der Szene. Ich kann mich nicht erinnern, ob es damals eine Vorband gab oder nicht. Wir haben die Stadt besichtigt und waren besonders von der Architektur begeistert. Am nächsten Tag waren wir dann in Seefeld. Wir haben bei einem Snowboard Wettbewerb gespielt, der Air And Style hieß oder so ähnlich. Brads Stimme hat gestreikt, aber wir haben weitergespielt und unser Ding durchgezogen. War ‘ne gute Zeit!

 

Was plant ihr jetzt sonst noch so für das Jahr?

Chris Henderson: Wir fliegen im April nach Brasilien. Wer weiß, was dann alles sonst noch so passiert..