Mo, 2. Februar 2015

Weltherrschaft in Planung

Kodaline im Interview

Das mit dem verflixten zweiten Album haben sie auffallend gut hinbekommen: ‚Coming Up For Air‘ heißt die neue Platte der irischen Popstars Kodaline. Hymnenhafte Hits wie ‚Honest‘, rauer Folk und gefühlte Romantik haben die vier Jungs zu einer international erfolgreichen Tour- und Studioband werden lassen. VOLUME hat nachgefragt, welche Bands bei Liebeskummer auf dem iPod nicht fehlen dürfen und wie es sich anfühlt, mit Queens of the Stone Age zu touren. Und dann legen Kodaline auch noch die Karten auf den Tisch: ‚Wir posten auf Twitter, Facebook und Instagram alles selbst!‘ – ob das für eine Weltherrschaft reicht?

Die irischen Musikexporte der letzten Jahre können sich hören und sehen lassen: Villagers, Conor O’Brien, Gavin James oder Hudson Taylor. Und trotzdem hat es keine Band geschafft derart über die Grenzen zu strahlen wie Kodaline. Wie fühlt es sich an, genau diese Band zu sein?

Das stimmt, die irische Musiklandschaft hat in den letzten Jahren ein Hoch erlebt und das obwohl wir so ein kleines Land, also eigentlich eine kleine Insel sind. Wir sehen uns noch immer als Newcomer, aber nehmen natürlich die Chance wahr, die sich uns gerade bietet. Für uns ist es eine Ehre, zu reisen und unsere Musik in die Welt hinauszutragen!

Bevor ihr euer neues Album aufgenommen habt, wart ihr 18 Monate auf Tour: Wie hat es sich angefühlt, nach so langer Zeit wieder im Studio zu arbeiten?

Für uns war es wie immer eine großartige Erfahrung. Meistens ist es aber so: Wenn du auf Tour bist, kannst du es kaum erwarten endlich wieder ein Studio zu mieten. Recorded man dann, freut man sich wieder auf die Auftritte. In unserem Fall hat das Album sehr schnell Form angenommen. Nach zweieinhalb Monaten war die Platte fertig!

So gut wie jeder Song auf eurem ersten Album war ein potenzieller Hit fürs Radio. Gab es beim Nachfolger ein ähnliches Ziel?

Weder von Seiten des Labels noch in der Band selbst gab es einen solchen Druck. In Wahrheit haben wir noch nie so gechillt und locker Musik produziert. Unter der Woche haben wir Songs geschrieben und aufgenommenm, um dann an den Wochenenden auf Festivals zu spielen.

Ihr werdet immer wieder mit Coldplay verglichen. War die Band eigentlich ein Einfluss für euch?

Es ist toll mit so einer großartigen Band wie Coldplay in Verbindung gebracht zu werden, auch wenn wir nie bewusst wie sie klingen wollten! Allerdings kam man in unserer Jugend nicht drum herum, von Chris Martin beeinflusst zu werden. Coldplay kamen gerade groß raus als wir das erste Mal zu unseren Instrumenten griffen. Wir wollten dann aber doch unseren eigenen Sound finden.

Eine nette Idee um Danke zu sagen: Selfies von Fans twittern, die euer neues Album vorbestellt haben. Habt ihr eigene Redakteure für Social Media, die mit euren Fans kommunizieren?

Nein! Wir betreuen all unsere Accounts selbst – sprich, wenn etwas auf Twitter, Facebook, Instagram oder Spotify geteilt wird, dann stecken da wirklich wir dahinter. Mit Fans in Kontakt zu treten ist uns sehr wichtig. Wir wollen uns auf solchen Plattformen so authentisch wie möglich präsentieren. Klar, dass wir das selbst am besten managen!

Ihr habt unter anderem ‚Coming Up‘ von Sir Paul McCartney gecovert: Ein persönlicher Favorit?

Natürlich! Wir sind schon lange große Fans der Beatles und haben uns sehr gefreut, als wir ihn für den Record Store Day interpretieren durften!
 

Für einen Jahresrückblick ist es nie zu spät: Was waren eure musikalischen Highlights im Jahr 2014?

Ganz klar Queens of the Stone Age. Wir sind schon lange Fans, wenn man die Band aber über längere Zeit auf Tour begleiten darf, erkennt man erst wie fabelhaft die Jungs eingespielt sind!

Eure Musik hat unter anderem Serien wie Grey’s Anatomy und Vampire Diaries beschallt. Gibt es einen Film wo ihr gerne den Soundtrack machen würdet?

Back to the Future!

Wenn es ein Festival gibt, von der alle Bands träumen, dann ist es Glastonbury! Seid ihr vor eurem Gig schon einmal privat dort gewesen?

Wir durften sogar schon zweimal am Glastonbury Festival spielen. Auf dieser Bühne zu stehen ist definitiv ein Ziel, das jede Band verfolgt. 2013 waren wir das erste Mal dort – sowohl ‚beruflich‘ als auch privat.

Eure eigenen Songs fallen schon einmal weg: Welche Musik hört ihr, wenn ihr Liebeskummer habt?

U2 und Jeff Buckley – immer und immer wieder, nichts anderes dazwischen!

Welche Vorsätze habt ihr für das neue Jahr?

Weltherrschaft natürlich, was sonst? (lacht) Nein, Spaß beiseite! Unser Vorsatz ist es, 2016 noch immer Musik machen zu dürfen und auf Tour zu sein.

Dann zwischenzeitlich einmal bis bald in Wien und viel Erfolg weiterhin viel Erfolg mit der Weltherrschaft!