So, 3. Juni 2012

Awolnation im Interview

Setzt die Segel

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Nachdem die allererste Show im vergangenen Februar kurzfristig abgesagt werden musste, feiern Awolnation jetzt am Nova Rock große Österreichpremiere. Mastermind und Projektleiter Aaron Bruno erklärt vorher noch sein sensationelles Debutalbum, das Verhältnis zu Red Bull und die letzten 60 Sekunden vor seinem Auftritt.

„Megalithic Symphony“ soll angeblich eines der besten amerikanischen Alben des Jahres 2011 sein und erscheint diesen Sommer endlich auch in Europa – was passiert mit Ohren und Verstand nach diesen 52 Minuten AWOLNATION?

Ich hoffe, dass euch „Megalithic Symphony“ an einen anderen Ort mitnimmt – ein Ort, der keine Erklärung oder Genehmigung braucht. So wie eine gute natürlich Droge, aber ohne Hangover oder Runterkommen.

Hat Red Bull Records deinem Sound Flügel verliehen?

 
Keine Flügel, dafür erstklassige Unterstützung und absolute Selbstkontrolle.
 

Wenn man dich nach deinem Lieblingsgetränk fragt, musst du jetzt Red Bull sagen?


Nein. Ich kann ruhig zugeben, dass es mein Morgenkaffee ist, den ich auf dem Weg zum Surfen genieße.

Beim Crowdsurfing macht Aaron Bruno ebenfalls eine gute Figur. Welchen Style präsentierst du bei deiner Österreichpremiere am Nova Rock Festival?

 
Das hängt alles von den Wellen vor Ort ab. Grundsätzlich versuche ich bei jeder Show, schweißtreibe, intime und verbindende Energie freizusetzen. Wer meine Songs auf Platte mag, wird sie live lieben!

Was machst du in den letzten 60 Sekunden, bevor du auf die Bühne gehst?

 
Da brauche ich einen Moment für mich alleine, in dem ich Revue passiere lasse, wie ich dorthin gekommen bin, wo ich gerade stehe. Es war ein langer und anstrengender Weg, aber ich lebe für die Herausforderung!

Wie sieht eine AWOLAFTERSHOWPARTY aus?

 
Nix da Party! Nachdem ich mich auf der Bühne komplett verausgabt habe, bin ich meistens völlig ausgepumpt und brauche meine Erholungsruhe.

Mit dem Powersong bzw. der Hymne „Sail“ hast du deinen internationalen Durchbruch gefeiert und Platinstatus erreicht. Welche Verbindung hast du zum Meer?

 
Der Ozean ist wie Religion für mich, auf offener See fühle ich mich zuhause.

Zum Abschluss: „Dance Baby, dance cause the world is ending…“ – wirklich? Zumindest singst du das in deinem Song ‚Knights Of Shame‘.

 
Ich hoffe, dass uns die Apokalypse erspart bleibt – am 21. Dezember will ich nämlich eine Show in Indien spielen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, jetzt freuen wir uns erst einmal auf die Premiere von AWOLNATION am Nova Rock.