Zehn kleine Astronaut:innen flogen in das All
The Dark Pictures Anthology: Directive 8020 Review
Fans von Story-Entscheidungsspielen kennen die Dark Pictures Anthology bereits. Im mittlerweile fünften Ableger schickt man eine Gruppe von Astronaut:innen auf eine Erkundungsmission in die weiten des Weltalls. Wir haben uns für euch in die unendlichen Weiten, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist, begeben und berichten von unseren Überlebnissen.
Die Menschheit ist vor dem Aussterben, denn die Erde hat schon mal bessere Tage gesehen. Der letzte Hoffnungsschimmer ist ein neuer Planet namens Tau Ceti f, die unzähligen Lichtjahre entfernt ist. Wir sind an Board der Cassiopeia, ein Erkundungsschiff, das vorausgeschickt wurde, um den Weg für die weitere Menschheit zu ebnen.

Dafür übernehmen wir im Spiel immer abwechselnd die Steuerung über einen Großteil der Mannschafft. Es gibt aber auch Charaktere die nur Teil der Geschichte, aber nicht selbst gesteuert werden können. Unsere Figuren selbst manövrieren wir simpel durch das Raumschiff, können per Tasten laufen oder kriechen.

Relativ zu beginn bekommt ihr auch eurer Smartarmband. Mit diesen könnt ihr mit Terminals interagieren, Türen öffnen oder Stromquellen umschalten, um euch in kleineren Rätseln den Weg durch das Schiff zu ebnen.

Außerdem erhaltet ihr einen Elektrostab. Damit könnt ihr in einem kurzen Minispiel weitere versperrte Türen öffnen. Da ihr schnell rausfindet, dass ihr nicht allein auf dem Schiff seid, könnt ihr den Stab außerdem nutzen, um eure Feinde kurz zu betäuben.

Im späteren Spielverlauf können wir auch Nachrichten an unsere anderen Crewmitglieder schicken und damit mehr Lore-Infos bekommen oder unsere innere Gesinnung beeinflussen.

Ansonsten ist das Spielprinzip analog zu den anderen Dark Pictures Anthology Titeln, obwohl in diesem Teil der Kurator kaum vorkommt. In den insgesamt 8 Kapiteln trefft ihr, sofern eure Charaktere überhaupt ins letzte Kapitel schaffen, immer wieder Entscheidungen, die die Geschichte weiter beeinflussen. Diese Entscheidungen und Quicktime-Events sorgen ab und zu für das Ableben einiger Spielfiguren. Sterben alle Figuren ist eure Reise zu Ende.

Ihr könnt aus zwei Spielmodi wählen. In Überleben sind eure Entscheidungen permanent. Das heißt kommt ihr nicht bis zum Ende des Spieles müsst ihr wieder von vorne Anfangen. Im normalen Spielmodus steht euch jederzeit das Wendepunkt-Menü zur Auswahl. Mit diesem könnt ihr zu vergangenen Ereignissen und Entscheidungen zurückkehren und die Geschichte gegebenenfalls in eine andere Richtung lotsen.

Wer mehr über die Hintergründe zur Geschichte wissen will, der sollte seine Aufmerksamkeit zusätzlich auf die zahlreichen Sammelobjekte in Form von Videos, Bildern und Textdateien richten. Diese verraten uns mehr über die Cassiopeia und deren Crew.
Wenn ihr alle Kapitel bewältigt, seid ihr nach etwa 6h am Ende von Kapitel 8 angelangt. Solltet ihr früher sterben entsprechend schneller. Aber dank Wendepunkt Menü könnt ihr noch zahlreiche andere Wege ergründen und erleben. Nach etwa 15-20h habt ihr vermutlich alle Pfade bestritten und habt vielleicht auch das Beste Ende (alle überleben) oder das schlechteste Ende (alle Sterben) mitbekommen.

Ihr könnt die Geschichte allein oder mit freunden, bei denen dann der Mittelwert aus euren Entscheidungen gebildet wird, erleben.
The Dark Pictures Anthology – Directive 8020 ist für etwa € 49,99 für PlayStation 5, Windows und Xbox Series X/S erscheinen. Zusätzlich gibt es eine Deluxe Edition die neben dem Hauptspiel digitale Outfits und Sammelobjekte Packs enthält, sowie ein digitales Artbook und Soundtrack.
Fazit
Der Vorteil, wie auch Nachteil, einer Reihe wie es The Dark Pictures Anthology ist liegt an der schnellen Eingewöhnungsphase. Alles ist quasi wie immer, man findet sich schnell zurecht und die paar kleinen Erneuerungen wirkten zwar nett, aber im Wesentlichen ist alles beim Alten. So auch bei Directive 8020. Man fühlt sich also schnell heimelig, aber ebenso schnell gelangweilt. Denn das Kernstück bleibt somit die Immersion, die uns durch die Storyline vermittelt wird. Diese zieht sich vor allem in den ersten drei Kapiteln und nimmt dann erst so richtig Fahrt auf. Allerdings können wir jeden verstehen, der bereits frühzeitig die Reißleine gezogen hat. Wer aber durchhält bekommt in den weiteren Kapiteln noch einige Twist und Unterhaltsame Abschnitte mit, bevor es im großen Finale mündet. Zusammengefasst also ein solider weiterer Teil, der aber kaum im Gedächtnis bleiben wird.
— Fabian PadrtaDas Gute
+ Unmengen an Entscheidungsbäumen
+ Optik und Atmosphäre
Das Schlechte
- Relativ gleich zu den Vorgängern