Mix & Match: Zombie-Edition
Resident Evil Requiem im Test
Capcom will es 2026 noch einmal wissen. Mit der Rückkehr der Resident Evil-Serie zu seinen Wurzeln will Requiem jetzt die alten Wurzeln mit den neuen Knospen verbinden. Grace und Leon gehen in das Abenteuer ihres Daseins!
Das Entwickler-Team von Capcom hat sich gemeinsam die letzten Jahre in ein geheimes Untergrund-Labor eingesperrt und an der Formel von Requiem gearbeitet. Dabei wurden die einzelnen Faktoren zusammenaddiert und etwas Neues geschaffen, was die Fanbase zu neuen Höhen bringen wird.
So oder ähnliches stellen wir uns zumindest das Entstehen von Resident Evil Requiem vor. Denn im Hause wurde gekocht, so viel steht fest!

Amazing Grace
Grace Ashcroft, Kriminalanalytikerin beim FBI, steht vor einem neuen Fall. In einem verlassenen Hotel wurde eine Leiche gefunden – gestorben durch eine unbekannte Krankheit. Grace soll ermitteln, doch der Fall führt sie zurück an genau den Ort an dem vor acht Jahren bereits ihre Mutter gestorben ist. Die Zusammenhänge mit Raccoon City und der altbekannten Katastrophe liegen scheinbar auf der Hand. Doch wo in dieser Geschichte findet Grace ihren Platz? All das muss sie versuchen zu verbinden, als sie von einem Wissenschaftler verschleppt wird.
Leon S. Kennedy ist DSO Specialist und kennt die Zombie-Apokalypse wie kein anderer und bekommt den Fall der vermissten Grace Ashcroft live mit. Auf der Suche nach Grace wird auch er mit seiner Vergangenheit konfrontiert und muss sich ein weiteres Mal durch Zombies und Monster kämpfen.

Shoot it, loot it, run for it!
Zwei Handlungsstränge mit zwei verschiedenen Charakteren sind für die Horror-Reihe nichts Neues. Dass sich Grace und Leon aber anders spielen schon. Während Leon sich mit militärischem Waffenarsenal und Roundhouse-Kicks durch die Mutanten kämpft, muss Grace in ihrer Zartheit sich in dunklen Ecken verstecken, mit Armen und Beinen vor Zombie-Bissen wehren und den Horror noch näher erleben.
Dabei merkt man schnell: Grace ist die Horror-Ebene des Spiels, wo Jumpscares, längere Rätselpassagen und Munitionsknappheit die Überhand haben. Leon schnappt sich die nächstgrößere Kanone und ballert selbst die überaus furchteinflößendsten T-Virus Mutationen über den Haufen. Da kann es schon mal passieren, dass man das Monster, das man stundenlang umlaufen hat, plötzlich mit Granaten und 9mm füllt, bis es platzt.

Die Passagen sind gut balanciert, während man beispielsweise in der Klinik nach Hinweisen und Lösungen für Rätseln und Safes sucht, macht Leon kurzen Prozess mit Widersachern, um sich aus der Misere zu quetschen. Man bekommt als neuer Resident Evil-Fan den Eindruck, wie sich Angst und Schrecken anfühlt, gleichzeitig aber die Chance sich an allen zu rächen, die für Herzrasen und Adrenalin-Schübe gesorgt haben – ohne dabei unfair zu Spiel oder Spieler zu werden.

Fazit
Resident Evil Requiem ist kurz und knapp ein Best-Of der gesamten Serie. Man erkennt als Langzeit-Fan einige Szenen und Widersacher wieder, man muss aber eingestehen, dass Requiem so viel richtig macht, dass man über das Fehlen von Kreativität bei manchen Stellen schnell hinweg sieht. Die Story ist mitreißend und (nahezu) nachvollziehbar und für Jumpscares ist reichlich gesorgt.
Sowohl Neulinge als auch Veteranen der Resi-Serie kommen hier somit voll auf ihre Kosten und jeder bekommt den Anteil Action und Horror, den die Serie so gut über die Jahre repräsentiert hat.
Capcom, du hast ein Monster erschaffen, das wir lieben!
Das Gute
+ Gameplay
+ freshe Story
+ Horror/Action-Mix
+ Resident Evil at its best
Das Schlechte
- teils lange Wege bei Rätseln