Fr, 6. September 2019
Einmal Dark Souls mit Schusswaffen zum Mitnehmen, bitte

Einmal Dark Souls mit Schusswaffen zum Mitnehmen, bitte

Remnant: From the Ashes

Wie kann man Remnant: From the Ashes am besten zusammenfassen: Ein souls-like Spiel mit massig Schusswaffen. Wer glaubt, dass dabei die Spannung und der Nervenkitzel sich in knallharte Gefechte zu stürzen dabei verloren geht, der irrt. Denn auch Remnant schafft es den richtigen Twist zwischen einfachem Shooter und knallharter Souls-Realität zu vermischen. Wie oft wir beim Schreiben unseres Reviews gestorben sind?

Zählen wir doch mal mit:

Der erste Tod

Wer souls-like Spiele kennt, der weiß, dass der Tod unvermeidbar ist und meistens an erster Tagesordnung steht. So auch im Fernkampfwaffen-lastigen Ableger Remnant. Zu Beginn dürfen wir uns noch vor unserem ersten Gefecht einen persönlichen Helden erstellen. Da wir aber später unzählige Outfits bekommen, fokussieren wir uns nicht allzu sehr auf’s Charakterdesign. Wichtig ist lediglich unser Archentyp, bei denen wir einen aus drei auswählen können, der unsere Startwaffen und Ausrüstung bestimmt.

In Remnant gehen wir zunächst alleine, später jedoch mit bis zu zwei weiteren Spielern auf gemeinsame Monster-Jagd. Dabei erkunden wir zufällig generierte Maps und wehren uns dabei gegen viele Monster. Mit Glück hat eben solches auch noch ein seltenes Item dabei, das wir zum Verbessern unserer Ausrüstung verwenden können.

Dabei sind die Maps, mit Ausnahme von Gegnern, aber unbewohnt und eher kahl. Trotzdem reicht das aus, um das notwendige Souls-Flair zu erzeugen. Nicht zuletzt deshalb, da hinter jeder Ecke ein neuer Feind lauern könnte. Einmal kurz nicht aufgepasst. Schon ist der da: Der erste Tod

Der zweite Tod

Neben unseren Erkundungsmissionen verbringen wir die meiste Zeit in unserer Station 13. In diesem alten U-Bahn-System haben sich einige der letzten Überlebenden zurückgezogen, doch leider ist der Gründer von Station 13 seit längerer Zeit absent. Daher helfen uns die Bewohner, in der Hoffnung wir könnten eben jenen wiederfinden. Ob mit Verbrauchsgegenständen, Mods oder Verbesserungen für unsere Waffen und Outfits, ein jeder Wunsch wird uns, sofern wir das notwendige Kleingeld oder Materialien beisammenhaben, von den Augen abgelesen. Aber auch neue NPCs, wie etwa die Seuchemutter, schließen sich nach erfolgreichem Abschluss einer Questline unserer Station 13 an und bieten fortan weitere Verbesserungsmöglichkeiten.

Haben wir uns ausreichend gestärkt und vorbereitet rennt das Spiel nach einem relativ simplen System ab. Wir betreten eine neue Zone und erkunden diese nach Monstern, Materialien und Ausgängen. Von Zeit zu Zeit finden wir dabei einen Checkpoint, der uns als Rückzugsort zum Auffüllen von Leben und Munition dient und zur Schnellreise zu bereits bekannten Checkpoints. Eventuell treffen wir aber auch auf einen der zahlreichen Bosse. Welcher Boss uns erwartet ist aber rein zufällig und dadurch kann die Spielerfahrung mit jedem Durchspielen eine andere sein. Und wenn wir nicht aufpassen, dann er wischt er uns und schon sind wir zum zweiten Mal Tod.

Der dritte Tod

Die randomisierten Karten können auch zurückgesetzt werden ohne, dass unser Charakterfortschritt verloren geht. Aber auch in bereits erspielten Karten variieren Gegneranzahl und deren Erscheinen. Sterben wir also auf unseren Run durch die Map, so können wir nie 100% sicher sein, dass die nächste Feindattacke komplett gleich verläuft wie die vorherige.

Mit jedem besiegten Feind oder abgeschlossener Quest steigt unsere Erfahrung, die uns wiederum einen Erfahrungspunkt gewährt. Diesen können wir in einem die bereits freigeschalteten Talente investieren und somit deren Ausprägung stärken. Anfangs stehen uns nur wenige, wie Gesundheit oder Ausdauer zu Verfügung, doch mit der Zeit finden wir weitere Talente, die wir verbessern können. Dadurch wird aber auch mit jedem Stufenanstieg die Wahl zur Qual. Wer also auf das falsche Pferd setzt, der wird schon bald zum vierten Mal den Tod begrüßen.

Der vierte Tod

Remnant wirbt aber auch mit seinem Balancing System. Gemäß diesem sollte das Spielgefühl sowohl Solo, wie auch in der Coop angeblich gleichbleiben. Allerdings sind wir, vielleicht auch aufgrund der randomisierten Boss Erzeugung, relativ rasch in die Arme unseres absoluten Hassgegners gelaufen, den wir auch nach unzähligen Einzelanläufen nicht bezwingen konnten. Doch dank simplen Drop-In, Drop-Out System kam uns kurz vor der kompletten Frustration noch ein Held in schimmernder Rüstung zur Hilfe.

Sollten wir nun auch noch zum vierten Mal sterben gibt es eine positive Nachricht. Nach all unseren Toden konnten wir glücklicherweise nicht ein so hartes Strafsystem entdecken wie in anderen souls-like Spielen. All unsere Gegenstände und Erfahrungen waren nach jedem Tod noch da.

Fazit

Zusammengefasst ist Remnant: From the Ashes ein unterhaltsamer souls-like Dungeon Crawler für zwischendurch. Die Kartengrößen bieten einem die Möglichkeit relativ rasch eine Erkundungsrunde zu drehen und die zahlreichen Checkpoints ermöglichen einem ebenso ein Abspeichern. Trotz oder gerade wegen der Schusswaffen kommt frischer Wind in das knallharte Souls Universum und das steht den anderen im Punkto Nervenkitzel um Nichts nach.

— Fabian Padrta

8.1

Das Gute

+ Spielespaß

+ Kampfsystem

+ Ladezeiten nach Tod

+ Drop-in/Drop-out Coop

Das Schlechte

- Schwache Storyline

Shortcut Remnant: From the Ashes
Release 20. Aug 2019
Studio Gunfire Games
Publisher Perfect World Entertainment
Alles in Allem Awesome