Mo, 12. April 2021
Earth is looted, let’s loot a new planet

Earth is looted, let’s loot a new planet

Outriders Review

In Outriders läutet nun auch Entwickler People Can Fly zusammen mit Square Enix das Looter-Shooter Zeitalter ein. In diesem dystopischen Szenario mussten wir die Erde verlassen um einen neuen Planeten zum Überleben der Menschheit zu sichern. Die ersten entsandten Menschen, die Outrider, stoßen dabei nicht nur auf feindliche Fauna und Flora, sondern entwickelten teilweise Superkräfte. Als ein jener solcher erleben wir die Entwicklungen der Kolonialisierung, Machtergreifung und Rebellion mit und „looten und shooten“ uns unseren Weg durch das Abenteuer.

„Wenn wir so weiter machen ist die Erde verdammt“, ein Zitat das in der heutigen Zeit immer häufiger ausgesprochen wird. Diese Idee nahmen sich Entwickler People Can Fly an und überlegten sich wie es mit der Menschheit weitergehen konnte. Das Conclusio: Auf zu neuen Sternen.

In Outriders sind wir Teil der ersten Kolonie, die einen neuen Planeten „Enoch“ besiedeln soll. Doch dabei gerät einiges aus den Fugen und um nicht zu viel zu verraten befinden wir uns einige Jahre später mit Superkräften im Machtkampf zwischen neuen Gruppierungen. Dem nicht genug besitzen einige Menschen, darunter auch wir, von nun an Superkräfte durch die auf Enoch auftretende „Anomalie“.  Ein Setting, das geradezu nach Aktion schreit findet ihr nicht?

Let’s start Evolving

Die düstere Storyline ist zwar omnipräsent, tritt aber den größten Teil des Spieles in den Hintergrund. Denn das Kernelement bei Outriders sind die, Gears of War nachempfundenen, Kampfarenen in denen wir uns mal humanen, mal monströsen Feinden stellen.  Die Arenen sind dabei mit genug Barrikaden bestückt um uns die Chance zu ermöglichen dahinter in Deckung zu gehen und so dem feindlichen Feuer zu entweichen.  Vor allem auf Sniper müssen wir genau achten, da sobald ein roter Laserstrahl aufblitzt wir oftmals das zeitliche Segnen.

Gegen den feindlichen Aufmarsch steht uns ein feines Waffenarsenal, von Maschinenpistole, Schrotflinte über LMG bis hin zur Sniper alles zur Verfügung. Vorausgesetzt natürlich wir finden eines dieser Items als Drop von unseren Feinden, in einer der in Arenen versteckten Kisten oder haben genug Bares, um das begehrte Objekt beim Händler des Vertrauens auszulösen. Zusätzlich stehen uns, je nach gewählter Klasse, dank der Anomalie bis zu drei gleichzeitig ausrüstbare Spezialfähigkeiten zur Verfügung.

Diese schalten wir durch Levelanstieg unseres Protagonisten frei und können durch Mods in Waffen und Rüstung zusätzlich verstärkt werden. Insgesamt stehen uns je Klasse 8 unterschiedliche Fähigkeiten zur Verfügung.

Let’s stay Together

Neben der Storyline, in der wir in der Lobby zu jedem Zeitpunkt der Geschichte zurückspringen können und Abschnitte erneut erleben können, bietet man uns zusätzliche Aktivitäten wie die Jagd auf bestimmte Monster oder Kopfgeldjagd auf durch die Anomalie veränderte Feinde. Zusätzliche Nebenquests erweitern die Erkundung von teilweiser nicht betretenen Arenen, wie etwa die Suche nach „Antiquitäten“ von der alten Erde. Das ganze können wir natürlich alleine bestreiten, mehr Spaß macht der Squad basierte Looter-Shooter natürlich aber in der Gruppe.  Mit bis zu drei Spielern können wir dabei gemeinsam jegliche Aktivitäten in den Arenen absolvieren.

Wer es dabei gerne schwieriger hat, der kann mit der Zeit auch die Weltstufe erhöhen. In der jeweiligen Stufe werden nämlich Erfahrungspunkte durch das erlegen von Feinden gesammelt und bei ausreichender Anzahl, so wie bei den Spielerstufen, diese erhöht.

Dadurch ändern sich die Rahmenparameter und Feinde werden stärker, lassen aber seltenere und bessere Beute fallen. Die Stufe kann beliebig eingestellt werden, jedoch werden für den Fortschritt immer nur Kills in der höchst nutzbaren Stufe gezählt. Will man beispielsweise also auf Stufe 8, zählen nur Erfahrungspunkte durch Kills in Stufe 7. Quests werden nicht dazu gezählt und bei Tod verlieren wir auch einen kleinen Teil des Fortschritts.  Insgesamt kann Weltstufe 15 erreicht werden.

Fazit

Outriders spielt sich wie ein solider Looter-Shooter, der zwar eine neue Geschichte erzählt, aber davon ausgenommen nichts Innovatives oder Neues bietet. Grafisch können sich die Zwischensequenzen sehen lassen,  beim Leveldesign haben aber Konkurrenten bereits eine bessere Atmosphäre angeboten. Vor allem Xbox Spieler mit Gamepass machen bei dem Spiel wenig falsch, da es seit Release im Gamepass integriert ist. Für alle auf der Suche nach etwas kurzweiliger Koop-Aktion bietet Outriders genau das was man sich erwartet. Wer sich allerdings zu viel erhofft wird vermutlich am Ende eher enttäuscht sein.  Wie die Zukunft für Outriders steht noch ein bisschen in den Sternen und wird, ähnlich wie bei Anthem, von der Community abhängen.

— Fabian Padrta

7.6

Das Gute

+ Solide Aktion

+ Motivierendes Fortschrittssystem

+ Lange Spielzeit

Das Schlechte

- Always-On Zwang

Shortcut Outriders
Release 1. Apr 2021
Studio People Can Fly, Square Enix
Publisher Square Enix
Alles in Allem Good