Mo., 16. Feb. 2026
Big in Japan!

Big in Japan!

Nioh 3 Review

Souls-Freunde wir haben gute Nachrichten, denn Nioh 3 steht in den Startlöchern. Dieses Mal wird allbekanntes noch einmal ordentlich durchgemischt und in neue Form gebracht. Was das bedeutet? Lest selbst.

Bereits in den letzten Jahren durften wir uns über eine verbesserte Version von Nioh und Nioh 2 für die aktuelle Gaming-Landschaft freuen. Jetzt ist es endlich da. Der neue Titel von Team Ninja heißt Nioh 3 und bringt einige Veränderungen im Vergleich zu den Vorgänger Titeln.

Unsere Reise dafür startete bereits vor dem Release mit der umfangreichen Demo zu Nioh 3. Diese ist laut Entwickler zeitlich limitiert verfügbar und beinhaltet die ersten Spielstunden des Spiels. Ja ihr habt richtig gelesen Stunden. Damit könnt ihr euch also in knapp 6-8h einen soliden Überblick über den Titel machen, bevor ihr zum Kauf schreitet. Wer die Demo bis zum 15.2.2026 bis zum Ende geschafft hat, der bekommt sogar einen exklusiven Ingame-Helm. Eure Speicherdaten bleiben auch nach Ablauf der Demo erhalten und können, sobald ihr den Titel auf der identen Plattform besitzt, nahtlos in die Vollversion übernommen werden. Wir selbst haben das mit unserem Speicherstand ausprobiert und sind erfreut über diese Möglichkeit für Spieler das Spiel zu Testen.

Die erste Neuerung bei Nioh 3 fällt euch direkt bei der Charakter Erstellung auf. Ihr könnt nämlich nicht nur ein, sondern zwei Protagonisten Modelle erstellen. Hier muss die grundlegende Körperform zwar identisch sein. Alles andere könnt ihr aber individuell Anpassen. Mittlerweile gibt es sogar einige Erstellungscodes aus der Community, um mögliche bekannte Helden aus Animes oder anderen Videospielen einzuspielen. Warum aber zwei Protagonisten? Ihr könnt Nioh 3 in zwei Formen bestreiten. Als Samurai oder als Ninja. Entsprechend könnt ihr die optische Ausprägung ohne Rüstung individuell vergeben uns seht dann in den späteren Zwischensequenzen euren eigenen Charakter.

Was sind sonst noch für unterschiede zwischen den beiden Formen? Wer die vorherigen Teile gespielt hat, der wird sich mit dem Samurai-Style identifizieren können. Vieles davon wurde hier übernommen. Ihr habt ein breites Waffenarsenal aus großen, schweren Waffen und einen Fähigkeitenbaum, den wir nach und nach Freischalten können, der unter anderem die drei Kampfhaltungen Hoch, Mittel, Niedrig beinhaltet. Wiedererkennungswert ist also gegeben. Auch bei der Ausdauer aka Ki-Regeneration könnt ihr nach einer Aktion diese durch abgestimmten Tastendruck schneller wiederherstellen und könnt damit den Boden, der durch feindliche Yokai (Dämonen) verseucht ist reinigen. Also kurz zusammengefasst: Mit dem Samurai bleibt ihr eurem alten, vielleicht schon perfektionierten Kampfstil treu.

Der Ninja hingegen ist eine neue Stilform für Nioh. Diese ist deutlich agiler und schneller als der Samurai und zielt aufschnelle, kurze Kampf Kombos ab. Wer hier ein Dejavue-Vibes verspürt hat vermutlich zu viel Njna Gaiden gezockt. Auch der Ninja verfügt über ein weites Arsenal an unterschiedlichen Waffen, darunter auch das zu erwartende Kusarigama. Außerdem könnt ihr als Ninja bis zu drei besondere Ninja-Fähigkeiten ausrüsten. Diese Ninjutsu beinhalten das Werfen unterschiedlichster Shuriken, Kunai, Bomben, Krähenfüße oder Zauber wie unheilige Flamme.

Ihr könnt jederzeit per Tastendruck zwischen den beiden Stilformen wechseln. Teilweise müsst ihr das sogar wenn ihr einen besonderen Angriff von Feinden, dem Wut-Angriff, bei dem sie sich rot färben, kontern wollt. Hier unterbricht ein gut abgestimmter Wechsel den Angriff. Falls ihr dabei Probleme habt, könnt ihr diesen aber auch einfach Ausweichen oder im späteren Spielverlauf auch eine andere Fähigkeit dafür nutzen.

Ihr sammelt parallel Ausrüstung und Waffen für beide Stile und braucht daher keine Angst haben, wenn ihr einen der beiden Stile primär nutzt. Der andere Stil bleibt nicht auf der Strecke. Ihr könnt dann jeweils eure Waffen und Rüstungselementen (Helm, Brust, Arm, Hose, Beine) zusammenstellen. Dabei verfügen alle über ein Item-Level, Seltenheitsgrad und entsprechenden Attributen. Bei einigen Rüstungskombinationen könnt ihr sogar Set-Boni erhalten. Einige Ausrüstungen wie Fernwaffen, die Munition benötigen, um genutzt zu werden, werden zwischen den beiden Stilen geteilt, können aber gleichzeitig von beiden ausgerüstet werden.

Empfiehlt es sich am Anfang immer die höchste Stufe eines Items auszurüsten kommt vor allem im späteren Spielverlauf die unterschiedlichen passiven Attribute ausschlaggebend sein können. Ihr erhaltet aber im Laufe der Storyline Zugang zur Schmiede in der ihr neue Items herstellen, für ihre Materialien zerlegen und damit ausgerüstete verbessern oder anpassen könnt. Ihr könnt eure Kampffähigkeiten, Ninjutsu und Ausrüstung jederzeit im Menü wechseln und anschließend nutzen.

Eure Checkpoints im Spiel sind, wie in den Vorgängern, gut platzierte Schreine. Zwischen diesen könnt ihr außerhalb eines Kampfes schnellreisen. Außerdem könnt ihr dort eine Vielzahl an Aktionen durchführen. Als Erstes empfiehlt sich festzulegen, was ihr mit überschüssiger Ausrüstung machen wollt. Ihr könnt sie verkaufen, um Geld zu erhalten, zerlegen für Materialien oder opfern für Amrita (Erfahrungspunktewährung). Letztere nutzt ihr, um euer Spielerlevel zu erhöhen. Dabei könnt ihr in unterschiedliche Attribute investieren. Je nach Stil und Gegner empfiehlt sich vielleicht eine andere Ausrüstung oder Strategie. Daher könnt ihr die Punkte kostenlos neu vergeben. Ein Quality of Life Feature das wir schätzen. Außerdem könnt ihr, wenn ihr genug Geisterkristalle, die ihr in Amrita umwandeln könnt, besitzt, diese ebenso einfach per Knopfdruck ausgeben und müsst nicht mühsam im Inventar durchforsten, ob ihr mit Gegenständen das nächste Level leisten können.

Die Besonderheit von Nioh 3 sind die Schutzgeister und ihre Fähigkeiten. Ihr könnt diese an Schreinen wechseln. Im Kampf verfügt jeder über bestimmten Bonus und kann uns bei aufgeladener Leiste in eine Geisterform verwandeln. Außerhalb vom Kampf könnt ihr besondere Geisterfähigkeiten nutzen, um in der Spielewelt voranzukommen. Nicht alle Hürden können damit schon zu Beginn überwunden werden, denn manchmal fehlt euch der passende Schutzgeist noch.

Manche besiegten Feinde hinterlassen ihren Seelenkern. Dieser hat ebenfalls wie andere Ausrüstung Level und Seltenheit. Ihr könnt Seelenkerne an Schreinen ausrüsten und endsprechend Yin-Yang Zuordnung dazu verwenden den Gegner im Kampf kurzzeitig erscheinen zu lassen, oder ihn für bestimmte Geisterzauber, wie verstärken von Angriffen, nutzen zu können. Auch Seelenkerne können zerlegt werden, um damit Seelenkerne oder Schutzgeister zu verbessern.

Abgeschlossene Missionen könnt ihr an Schreinen mittels Kampf-Schriftrollen wiederholen. Es ist also nichts verpassbar. Außerdem könnt ihr an Schreinen allein (mit NPCs) oder mit Koop-Partnern auf Expeditionen begeben. Dabei könnt ihr eine Mission oder Storyabschnitt gemeinsam spielen. Zum Beschwören von Partnern werden allerdings Becher benötigt, die ihr entweder findet oder durch das Besiegen von roten Grabmalen (verstorbene Spieler, wenn ihr Online spielt) erhalten.

Die Spielewelt selbst fokussiert sich auf unterschiedliche Biome in Japan. Stadtabschnitte mit hohen Pagoden, verwinkelt und verwurzelte Wälder, dunkle Höhlen und Abschnitte, die elementaren Kräften wie Eis oder Feuer ausgesetzt sind erleuchten unseren Bildschirm. Die Vielzahl an Feinden belebt die Welt dabei. Andere NPCs, die die Welt bevölkern trefft ihr aber selten. Ab und zu haben diese, oder menschliche Geister, eine Nebenmission für euch.

Beim Leveldesign setzt Nioh 3 diesmal nicht auf Episoden, die ihr zwar beliebig Starten könnt, aber eine fixe Reihenfolge vorgeben. Neben einer linearen Storyline bietet euch das Spiel mehrere Open-World-Abschnitte. Hier könnt ihr selbst festlegen wie viel ihr erkunden wollt und dabei Abenteuer und Sammelobjekte Jagd. Jedes Gebiet hat hierbei ein empfohlenes Spielerlevel und für eine vom Schwierigkeitsgrad normale Erfahrung empfiehlt es sich die Gebiete entsprechend zu Besuchen, bevor ihr den nächsten Bosskampf oder Story Abschnitt absolviert. Dabei tauchen wir selbst bei jedem Gebiet selbst in eine Art gedanklichen Herausforderungsmodus, der uns selbst fordert, einen Abschnitt zu absolvieren.

Eine Besonderheit sind neben den normalen Bereichen die Flammen-Abschnitte. Hier gelten zusätzliche Spielregeln und Bestrafungen. Eure Lebensleiste wird beispielweise um einen Prozentsatz verseucht. Ihr könnt diese aber mit Angriffen oder Regenerationsgegenständen oder Buffs wieder herstellen. Außerdem erhaltet ihr besondere Waffen, die ihr für ihre Fähigkeiten Meistern könnt.

Ihr dürft mehrere Open-World Abschnitte besuchen, wobei ihr neben ein paar kleineren 4 Haupt Karten erkundet. Dabei werdet ihr grob je Karte, abhängig wie viel ihr erkunden wollt und wie schnell ihr die Bosse schafft bzw. wie viel Zeit ihr in ein mögliches Überleveln investiert an die 10-15h je Kartenabschnitt verbringen. Damit kommt ihr bei Nioh 3 auf etwa 40-60h Gesamtspielzeit für einen normalen Spiellauf mit Erkundung. Zusätzlich könnt alle Missionen wiederholen und im Clanmodus antreten. Je nach persönlicher Bevorzugung kommen hier nochmal Spielstunden obendrauf.

Zum Release ist Nioh 3 für PC und PS5 zeitlich exklusive verfügbar. Andere Plattformen werden zu einem späteren Zeitpunkt erwartet. Nioh 3 ist in zwei Editionen erhältlich:

  • Die Standard Edition positioniert sich für Konsolen bei etwa €80
  • Die Digital-Deluxe Edition gibt es dann für etwa €120. Hier bekommt ihr neben ein paar Ausrüstungsgegenständen auch den Season-Pass, der voraussichtlich zwei DLCs enthält, im Wert von €40 dazu.

Fazit

Ein Spiel bei dem man den Controller nicht aus der Hand legen möchte. Das trifft auf Nioh 3 nur dann zu, wenn man nicht zum gefühlt hundertsten Male einen Bosskampf versucht. Aber rennt hier alles Glatt oder verliert man sich auf einer der vier Open-World Karten, dann fliegt die Zeit bei Nioh 3 nahezu nur so davon. Die Spielfigur bewegt sich flüssig durch die Landschaft. Keine Probleme bei Sprungpassagen oder Leiter hoch/runterklettern. Jede Bewegung geht mühelos von der Hand. Ab und an geht uns die Übersicht in schnellen Kämpfen mit einigen Feinden und Bossen dank Autofokus aufgrund der schnellen Bewegungen beider Kontrahenten verloren. Aber ansonsten hat man bei Nioh 3 gut auf das Spielerempfinden geschaut. Viele für uns als Quality of Life Aspekte, wie das automatische Behandeln von Ausrüstung oder zerlegen von Geisterkristallen zum Erhöhen des Spielerlevels, machen das Spiel zu einer angenehmen Erfahrung. Wir hatten fast nie das Gefühlt eine falsche Entscheidung zu treffen, da das Spiel maximal flexibel auf unsere Bedürfnisse reagiert oder angepasst werden kann. Damit wechselt sich auch ein bisschen die Zielgruppe. War Nioh und Nioh 2 eher, was für Hardcore Soulsfans ist vielleicht Nioh 3 der erleichterte Zugang für viele die mal einen Blick in die Aktion-RPG und Soulslike-Franchises werfen wollen. Einziges Manko, wenn überhaupt, ist das die Storyline zumindest bei uns relativ in den Hintergrund geraten ist. Die meiste Zeit war es uns eigentlich egal, warum wir gerade einen Abschnitt durchqueren oder einen Boss vernichten müssen. Es passiert einfach und ist dabei unterhaltsam. Es war uns also in Summe ein Fest und wir warten schon, wie es mit den DLCs weitergehen wird.

— Fabian Padrta

9.4

Das Gute

+ Setting und Umsetzung

+ Open-World Erkundungen

+ Abwechslungsreiche Bosskämpfe

+ Neue Quality of Life Erweiterungen

Das Schlechte

- Storyline eher nebensächlich

Shortcut Nioh 3 (PS5)
Release 6. Feb. 2026
Studio Team Ninja, Koei Tecmo Games
Publisher Tecmo Koei Holdings, Koei Tecmo Games, Koei Tecmo America Corporation