Do, 22. Mai 2014

Lego the Movie - Review

Meisterbauer möchte man sein.

ine Welt bestehend nur aus Lego Steinen. Dazu noch ein bisschen Talent eines Meisterbauers und schon wäre das Leben ein wenig leichter. Dann baut man sich eben schnell mal aus einer Laterne, ein paar Mülleimern und einem Neon-Schild ein Motorrad. Liegt doch auf der Hand, oder?

Eine jede glückliche Kindheit ist wahrscheinlich von dem einen oder anderen Spielzeug stark geprägt worden. Bei den meisten wird wohl auch Lego so seine Finger im Spiel gehabt haben. Wenn man dann in eine phantastische Welt voller Bricks und Steinchen eintauchen kann, kann es nichts Schöneres geben.

The Lego Movie bietet genau das. Man taucht als einer der vielseitig bekannten oder neuen Lego Charaktere in eine virtuelle Welt voller Baupläne und Szenarien ein. Rennt und hüpft durch eine bunte Welt und baut sich immer wieder neue Hilfsmittel zusammen.

Die Geschichte dreht sich dabei um Emmet, einen nur allzu gewöhnlichen Bewohner von Bricksburg. Doch er schafft etwas Außergewöhnliches – er findet den Stein des Widerstandes und soll somit der Auserwählte aus einer Prophezeiung sein. Doch Emmet fällt es nur allzu schwer aus seiner normalen Rolle herauszubrechen und die Kreativität zu manifestieren um ein Meisterbauer zu werden. Gemeinsam mit Wildstyle, Vitruvius, Batman und vielen mehr macht sich Emmet auf im Kampf gegen Präsident Business und seine Roboter-Armee.

Wer den Film gesehen hat, den erwartet beim Spiel leider von der Geschichte nicht mehr viel Neues. Die Zwischensequenzen sind wirkliche Film-Ausschnitte und nicht wie sonst von den Lego Spielen bekannte Nachspielungen. Das kann (auch wenn der Film wirklich genial ist) schon mal ein wenig langweilig werden. Vor allem weil man sich ein bisschen Abwechslung zwischen Spiel und Film erwarten würde.

Das Spiel verhält sich dabei wie die klassischen Lego Spiele die man schon kennt. Mit den unterschiedlichen Figuren und ihren diversen Fähigkeiten schlägt man sich durch die Level. Neu ist hierbei die Funktion der Meisterbauer, die aus bestimmten vorhanden Teilen auch mal schnell in wenigen Sekunden etwas neues Nützliches bauen können. Ebenfalls kann man mit Hilfe von „Lego Anleitungs-Seiten“ mit Emmet oder einem anderen Bauarbeiter aus Bricksburg nach Anleitung Dinge bauen. Und wer das Lied „Everything is Awesome“ zum Film kennt der darf sich auch freuen – denn hin und wieder bedarf es einer Tanzeinlage zu genau diesem Titel.

Die neuen Features sind witzig aber nicht sonderlich innovativ. Wer den Film kennt wird zwar seinen Spaß haben, allerdings fehlt ein wenig der Spaß und Humor der Vorgänger Lego Spiele. Für jeden Fan der Lego Spiele im Allgemeinen allerdings natürlich trotzdem ein Must-Play Titel. Ich bin schon mal am Arbeiten an 100% und Platin.

— Nina Z.
Urteil + Filmnähe + Charaktervielfalt + Everything is Awesome - Keine Überraschungen für Filmkenner
Alles in Allem GUT