Di, 9. Apr 2024

Drachentöten leicht gemacht

Dragon's Dogma ist zurück!

Ah, zurück im Land der Drachen, Monster und Magie. „Dragon’s Dogma“ gehört zu den Spielen, die ich etwa einmal im Jahr durchspiele. Meine Einstellung war also, wenn nur das Kampfsystem im zweiten Teil erweitert wird, dann ist das Spiel praktisch schon ein Hit. Das tut es auch, und noch einiges mehr.

Für diejenigen, die „Dragon’s Dogma“ nicht kennen: In beiden Teilen der Serie dreht sich die Handlung darum, dass du auserwählt bist, den großen, bösen Drachen zu besiegen. Und während du spielst, passieren noch ein oder zwei andere Dinge. Aber das ist nicht so wichtig. Denn worum es geht, ist, verschiedene Klassen – genannt „Vocations“ – auszuprobieren und zu meistern, stärker zu werden und immer mächtigere Gegner zu besiegen. Dies geschieht in wundervoller Action-RPG-Manier, wie es kaum ein anderes Studio schafft auf die Beine zu stellen. Ähnlich wie bei „Monster Hunter“ spielt sich jede Vocation unterschiedlich und hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Zu Beginn des Spiels erstellt man neben dem spielbaren Charakter auch einen „Pawn“, der Zugriff auf einen Großteil der Vocations hat und den Spieler auf seinem Abenteuer begleitet. Man kann bis zu drei dieser Pawns in seiner Party haben, und obwohl es kein direktes Multiplayer-Feature gibt, können die Pawns anderer Spieler rekrutiert werden.

Anders als andere Spiele in diesem Genre nimmt dich „Dragon’s Dogma 2“ nicht an der Hand, weder zu Beginn noch am Ende des Spiels. Quest Beschreibungen sind oft nicht klar verständlich, Fast Travel ist begrenzt, NPCs können sterben und es gibt nur einen Speicherstand… All das mag vielleicht etwas überwältigend erscheinen. Aber wenn man merkt, dass das Kampfsystem und das Erkunden gemeinsam im Mittelpunkt stehen, verblassen die Sorgen etwas. Nur weil ich eine Quest verpasst habe oder einen Quest-NPC versehentlich eine Klippe hinuntergeworfen habe, geht der Kern des Spiels nicht verloren.

Wer also nach einer tiefgehenden Geschichte sucht, wird vermutlich enttäuscht sein. Man kann „Dragon’s Dogma 2“ in 30 bis 35 Stunden durchspielen. Doch gesehen, was die Welt zu bieten hat, hat man dann noch lange nicht. Wer also die volle Erfahrung genießen will, sollte sich vor dem ersten Durchspielen keine Guides oder How-Tos anschauen, sondern die Geschehnisse so nehmen, wie sie kommen, die Welt nach eigenem Ermessen erkunden und immer im Hinterkopf behalten, dass es immer ein New Game+ gibt.

Somit wirkt nicht alles auf den ersten Blick. Neben den fragwürdigen Microtransactions und den Performance-Problemen auf Konsole sowie PC ist ziemlich klar, dass die Entwickler eine bestimmte Vision mit „Dragon’s Dogma 2“ verfolgen. Und diverse Quality-of-Life-Optionen, die wir aus so vielen anderen Spielen kennen, sind hier einfach nicht vorhanden. Viele Mechaniken werden dem Spieler nicht vorgeführt oder erklärt. Dieser Mangel an Zugänglichkeit führt vermutlich dazu, dass etliche Gamer „Dragon’s Dogma 2“ nie zu Ende spielen werden oder überhaupt anfassen. Ich denke jedoch, dass diejenigen, die dranbleiben, es lieben werden.

Für mich ist „Dragon’s Dogma 2“, wie bereits sein Vorgänger, ein Spiel, das mich die nächsten Jahre begleiten wird, denn kaum ein anderes Spiel stillt dieses Verlangen nach einem Action-RPG mit einem umwerfenden Kampfsystem so wie „Dragon’s Dogma 2“. Neben der Erkundung bieten die Vocations einen hohen Wiederspielfaktor und vor allem enorm viel Spaß für kurze sowie lange Gaming Sessions.

 

— Paul

9

Das Gute

+ vielschichtiges Kampfsystem

+ kaum ein langweiliger Moment

Das Schlechte

- wenig Geschichte

- Performanceprobleme

Shortcut Dragon's Dogma 2
Release 21. Mrz 2024
Studio Capcom
Publisher Capcom
Alles in Allem ein Muss für jeden Action RPG Fan