Fr, 12. September 2014

Destiny - Review

Bis zur Unendlichkeit…

… und noch viel weiter. Ein Spiel auf das die Welt gewartet hat. Bereits 2013 ein Highlight auf der Gamescom obwohl man kaum etwas gesehen hat und jetzt ist es endlich da. Destiny. Vielleicht die Evolution im First-Person-Actiongame, welche die Gameswelt sehnlichst erwartet hat.

Eine letzte Stadt auf der Erde und jede Menge Feinde auf den Planeten um sie herum. Nach einem verheerenden Anschlag der Aliens ist die Erde zerstört, nur noch eine letzte Stadt ist am Überleben. Die ganze Hoffnung liegt in den Guardians, zugleich Menschen, Exos oder Awoken, die Erde zu schützen und die Aliens auszuschalten.  Die Aufgabe des Spielers ist somit so einfach gestrickt wie es nur geht – die Stadt sichern, die Feinde zerstören, über die Planeten wandern und sämtliche Gefahren auslöschen.

In einer Mischung aus Shooter und Rollenspiel begibt man sich mit seinem selbst erstellten Helden aus drei unterschiedlichen Klassen auf Reise um Quests zu erledigen und Monster zu töten. Welche Klasse man dazu wählt hängt ganz davon ab, welche Präferenzen man selbst in den Kampf mitbringt. Wählt man die robusten „Titans“, die nahkampforientierte Fähigkeiten aufweisen, die magischen „Warlocks“ oder doch eher die beweglichen „Hunter“ um sich aus dem Hinterhalt auf Gegnerjagd zu machen. Im besten Fall sucht man sich zwei Freunde mit genau gegengleichen Vorlieben, um danach im kooperativen Dreiergespann auf die Jagd zu gehen.

Auf den diversen Planeten, die sich im Verlauf der Story freischalten, wandert man über die unterschiedlichen Atmosphären immer wieder mit der gleichen Aufgabe – Aliens finden und töten. Während dessen kommt einem der eigene kleine Kumpane – der Ghost – immer wieder mal gelegen und enthüllt gemeinsam mit uns die Geschichte hinter dem Untergang des Goldenen Zeitalters.

Vom Spielaufbau her, erinnert Destiny an eine Mischung aus Shooter (wer hätte das gedacht) und Rollenspiel. Mittels Quest bessert man den Level seines Charakters auf, sammelt Ausrüstungen und Waffen um selbst weiter aufzusteigen und stärkeren Gegner gegenüber zu treten. Nur diesmal machen wir das Ganze nicht wie von Rollenspielen gewöhnt, sondern versetzen uns selbst in den Charakter im Sinne eines First-Person Shooters. Eine geniale Mischung, die auf Grund des Bezuges zum Charakter süchtig macht und trotzdem für Shooter Liebhaber jede Menge Spielspaß mit sich bringt.

Dazu packt Destiny auch noch eine wunderschöne Grafik mit oben drauf, die einen schon mal dazu bringen kann, sich einfach auf den Boden zu setzen und die Planeten zu betrachten. Wirklich episch sind diese Aussichten und auch die Level sind wunderbar post-apokalyptisch aufbereitet. Was dem Ganzen ein bisschen den Glanz nimmt, ist die oftmalige Wiederholung der gleichen Umgebungen. Denn viele Storyabschnitte spielen sich auf den gleichen Basiskarten ab und zweigen nur an wenigen Stellen auf individuelle Abschnitte ab. Dass man die Maps an sich aus den Free-Roam Teilen natürlich sehr genau kennen lernen kann und auch immer wieder die gleichen Schauplätze besucht ist irgendwie klar, in der Story kann das allerdings schon man manchmal dazu führen, dass man sich ein wenig gelangweilt vorkommt.

Nichts desto trotz mach Destiny jede Menge Spielspaß und wirklich süchtig. Ein Levelaufstieg geht immer noch und schon sitzt man in der nächsten Mission auf dem Weg zum Mond, dem Mars oder der Venus. Außerdem muss man immer auf der Jagd nach neuen Items und bessern Ausrüstungen sein, denn jeder will legendary werden.

Auch hier geht Destiny seinen eigenen Weg – denn Gegenstände könnten zwar bei den eigenen multiplen Charakteren getauscht werden, allerdings nicht Klassen übergreifend. Nur die Waffen sind für alle Klassen gleich und somit verwendbar. Also heißt es mit jedem Charakter sammeln und zocken. Zudem können Gegenstände auch nicht mit anderen Spielern getauscht oder verkauft werden. Der Slogan „become Legend“ ist somit wörtlich zu nehmen, denn einfach sämtliche guten Items zusammenzukaufen spielt es in Destiny nicht.

Wer auf der Suche nach einem Spielemix zwischen Diablo und Halo ist, der ist bei Destiny definitiv richtig. Ein wirklich episches Action-Abenteuer, welches durch ein simples aber geniales Spielprinzip zu einigen Spielstunden Spaß führt. Wer die Zeit zum Zocken nicht hat, sollte lieber gar nicht anfangen, denn alles andere bleibt mal eine Zeit lang nebenbei liegen.

— Nina Z.
Urteil + Shooter/Rollenspiel Hybrid + Optik + Suchtfaktor - Story nebensächlich - nur 3er Squads
Alles in Allem Addictive