Außen Pfui innen Hui!!
Code Vein II Review
Jäger und Wiedergänger sind zurück. In Code Vein II wird die Zeitachse neu angeworfen und wir kämpfen mit unseren Partnern um das Überleben der Welt. Dabei findet ihr vieles aus den Vorgängern wieder. Begleiter auf euren Reisen, Blutcodes und ein weitreichendes Waffenarsenal helfen euch bei der Erkundung der Welt in unterschiedlichen Zeiten und Biomen. Doch leider holt uns nicht alles ab.
Wir durften bereits mit der Code Vein II Charakterdemo die Zeit bis zum Release verbringen. (Hier nachzulesen: Charakterdemo). Dort seht ihr bereits einen umfangreichen Test zur Charaktererstellung, bei der es in Code Vein II wieder zahlreiche Möglichkeiten zur persönlichen Anpassung gibt. Im Anschluss daran werdet ihr euren Charakter im Spiel und allen Zwischensequenzen genauso vorfinden, wie ihr ihn gestaltet habt. Die Auswahl ist auch nicht permanent. Ihr könnt später nach Lust und Laune an einem der Spiegel Anpassungen vornehmen.

Das Setting selbst spielt in mehreren Zeitachsen. Ihr werdet nämlich ausgewählt das Ende der Welt zu verhindern. Dazu sollt ihr in unterschiedliche Zeiten reisen und Informationen und Gegenstände sammeln, die euch in der Gegenwart helfen werden. Natürlich gibt es dabei auch einige „Pass auf was du in der Vergangenheit tust“ Momente.

Die Spielewelt ist eine Mischung aus Soulslite und Open-World Spiel. Ihr könnt die riesige Spielewelt nämlich in unterschiedlichen Zeiten und damit verbundenen Erkundungsmöglichkeiten erforschen. Dabei habt ihr manchmal selbst die Möglichkeit zu bestimmen welches Ziel ihr als nächstes angehen wollt. Das Spiel selbst verfügt über einen durchschnittlichen, wesentlich einfacheren Schwierigkeitsgrad als andere Soulslike Spiele und orientiert sich dabei an seinem Vorgänger.

Beim Erkunden selbst ist es ebenso. Die Minimap und Weltkarte sind zu Beginn noch unerforscht und ausgegraut. Ihr könnt aber Kartenunterbrecher finden und diese zerstören und so einen Teil der Weltmap oder eures Dungeons freischalten. Somit irrt ihr nur einen Teil des Spieles ohne Karte umher, wenn ihr das wollt. Auf der Weltkarte werden außerdem wichtige Elemente hervorgehoben. So erkennt ihr dann leichter einen Dungeoneingang, Gebäude oder Sammelobjekte, die euch bei eurer Reise unterstützen.

Die großzügig in der Spielewelt platzierten Misteln dienen euch als Rückzugsort zur Regeneration. Zu diesen könnt ihr später jederzeit per Weltkarte schnellreisen. Außerdem kehrt ihr bei eurem Tod wieder zur letzten Mistel oder abgespeckten Version dem Monolith zurück. An Misteln könnt ihr außerdem weitere Anpassungen für eure Reise vornehmen. Habt ihr genug Dunst, die Hauptwährung in Code Vein II, von Feinden oder Gegenständen gesammelt könnt ihr eurer Level und somit Stats erhöhen. Dabei müsst ihr keine Detailauswahl durchführen, sondern lediglich leveln. Habt ihr die notwenigen Materialien könnt ihr auch eure Heilungsanzahl oder Wirkung verbessern. Außerdem könnt ihr eure Waffenskills auswählen oder euren Partner wechseln, sofern dieser in der aktuellen Zeit zur Verfügung steht.

Alternativ steht euch zur schnelleren Fortbewegung ab einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte ein Motorrad zur Verfügung. Mit diesem können zusätzlich einige Kluften mittels Gleitfunktion überwunden werden.

Neben eurem Level definiert eurer Blutcode eure weiteren Eigenschaften. Diese erhaltet ihr durch freigeschaltete Partner, hochstufen niedriger Blutcodes oder voranschreiten in der Geschichte. Dabei definiert das klassische Bewertungssystem die Wertigkeit eines Codes beginnend von E (niedrigste Stufe) bis S (höchste Stufe). Ihr könnt euren Code jederzeit außerhalb eines Kampfes wechseln und erhaltet sofort alle positiven wie negativen Buffs abhängig von eurem Basislevels. Um einen Blutcode zu meistern, müsst ihr ausreichend Gegner derselben Stufe oder höher besiegen. Das Meistern bringt euch zusätzlich eine Belohnung und oft den nächsten Blutcode der Serie mit einer höheren Stufe.

Als Ausrüstung steht euch eine Vielzahl an Nahkampfwaffen, darunter Einzelschwert, Großschwert oder Doppelklauen zur Verfügung. Den zweiten Waffenslot erhaltet ihr erst später im Spiel. Jede Waffe kann mit bis zu vier Skills ausgestattet und genutzt werden. Zur Verteidigung könnt ihr ein Defensiv zum Blocken oder Parieren ausrüsten, wobei hier quasi der dauerhafte Block oder richtig abgestimmte Parade notwendig ist, um den Schaden zu entgehen. Außerdem steht euch als Offensiv Spezialwaffen wie riesige Hämmer oder Bögen zur Auswahl. Ihr könnt zusätzlich noch bis zu vier Booster auswählen, um euren Build zu vollenden. Unterschiedliche konsumierbare Items helfen euch gegen Statuseffekte im Kampf oder stärken euch direkt.

Im Laufe der Geschichte schaltet ihr unterschiedliche Partner frei. In einigen Zeiten oder Gebieten gibt es eine Limitierung, aber ansonsten seid ihr frei welchen Partner ihr für euch wählt. Dabei sind die Partner unterschiedlich in Kampfstil, Ausrüstung und Buffs. Ihr könnt euch außerdem jederzeit per Knopfdruck entscheiden, ob ihr euren Partner beschwört und er als zweite Figur mit euch in den Kampf zieht, oder ob ihr mit diesem fusioniert und als verstärkter Einzelkämpfer antretet.

Das Erkunden der unterschiedlichen Biome, die uns die Open World bietet, könnte so schön sein. Von verlassenen Höhlen, zerstörte Städte, elektrisierende Industrieviertel bis hin zu überschwemmten Landschaften ist alles dabei. Warum könnte? Die schwäche von Code Vein II liegt ganz klar an seiner Optik. Wir testeten zwar das Spiel „nur“ auf einer Xbox Series S, die aber mit Sicherheit die minimalen Anforderungen erfüllen kann. Aber trotz „Performance“ oder „Aktion“-Modus merken wir kaum einen unterschied zwischen den beiden Konfigurationen. Außerdem gibt sich Code Vein II generell pixelhaft und optisch, wie ein in die Jahre gekommenes Konsolenspiel als ein Titel der 2026 erscheint. Wir hoffen das man hier doch noch in Zukunft durch weiters Polishing und Patches retten kann.

Insgesamt bietet man uns mit Code Vein II knapp an die 60h Gesamtspielzeit. Dabei könnt ihr beim Durchspielen auch nichts verpassen und später noch erkunden. Es gibt euch mehrere Enden, die ihr sequenziell Freischalten werdet.

Zum Release ist Code Vein II für PC, PS5 und Xbox X/S verfügbar und ist in verschiedenen Editionen erhältlich:
Die Standard Edition positioniert sich für Konsolen bei etwa €70
Die Deluxe Edition gibt es dann für etwa €90. Hier bekommt ihr das Custom Outfit Pack und den DLC: Die Maske von Idris dazu.
Die Ultimate Edition für etwa €99 die alle Inhalte der Deluxe Edition beinhaltet und zusätzlich frühen Zugang, Ein digitales Artbook und Soundtrack so wie 6 Outfits von Code Vein Charakteren beinhaltet.
Zum Release ist Code Vein II für PC, PS5 und Xbox X/S verfügbar.
Fazit
Code Vein II ist spieltechnisch eine würdige Fortsetzung des ersten Teils. Im Kern identisch erweitern die neuen Blutcodes, Fähigkeiten und Partner-Fusion einen kleinen Twist in den Kämpfen. Die Storyline ist von Anfang an unterhaltsam und fesselnd und auch das Erkunden der Welt und Dungeons versorgt bei uns das Erkundungsfieber. Alles in allem also ein einfach zu verstehendes Spiel, das trotzdem eine weite Variation an Anpassungsmöglichkeiten bietet. Umso trauriger ist es das man die knapp 60h Spielzeit mit so einer nicht mehr zeitgemäßen Optik verbringen muss. Vor allem wenn zeitgleich andere Soulslike und Anime Spiele erscheinen, die das ganze wesentlich besser machen. Wir würden Code Vein II auf das Podest stellen, das es verdient und hoffen auf Nachbesserung der Entwickler. Ansonsten können wir das Spiel all jenen Empfehlen die gern wieder gemütlich auf Open-World Erkundung gehen wollen und dabei Bosse ordentlich vermöbeln dürfen. Mal schauen, was die Zukunft bis zur Erweiterung bringt.
— Fabian PadrtaDas Gute
+ Setting und Umsetzung
+ Storyline und Zeitreiseanomalien
+ Kurzweilige Kämpfe
+ Gesamtspielzeit
Das Schlechte
- Grafische Aufbereitung