So, 20. Oktober 2019
Nur nicht Herumfackeln!

Nur nicht Herumfackeln!

BDSM - Big Drunk Satanic Massacre

Was passiert, wenn Doom, Diablo und GTA gemeinsam ein Kind bekommen würden? Es wäre hin und her gerissen, würde keine Aufmerksamkeit bekommen und mit der Zeit in Abgrund driften… und heißen würde es BDSM!

Ich gebe zu, der Titel und das Coverbild haben mich so sehr begeistert und neugierig gemacht auf das Spiel. Big Drunk Satanic Massacre – dafür steht die Abkürzung (nicht das, was ihr gedacht habt!). Satans Sohn muss in der Hölle aufräumen, um seinem Vater zu helfen den ganzen wieder zurückzuerobern. Mit dabei sind natürlich satanische Kräfte und ein breites Waffenarsenal.

Hail the dark lord

Als Sohn der Hölle habt ihr es nicht leicht gehabt. Um den ganzen Schlamassel halbwegs zu ertragen hilft euch „Milch“, die euch durch den Tag rettet und außerdem auch Leben wiederherstellt. Leben werdet ihr übrigens brauchen, denn Dämonen sind los und stiften Unruhe. Daher macht er sich auf den Weg und ballert alles weg, was vor die Flinte kommt.
In BDSM muss man in guter Twin-Stick Manier mit Pistolen, Schrotflinten und Granatwerfern alles zerkleinern, was in der Hölle kreucht und fleucht. Außerdem müsst ihr die ein oder andere nette Dame aus Miseren helfen, und dort „für Befriedigung sorgen“. Nein ehrlich, BDSM strotzt nur so vor sexuellen Anspielungen. Es gibt Minigames, wo ihr Dämonen befriedigt, die Dialoge sind sehr anstößig und das macht einen Haufen Spaß!

Zwischen Anmut und Wahnsinn

Zwischen den Level kommt es auch immer wieder zu Bossfights. Diese sind zwar nicht sehr einfallsreich, jedoch in Sachen Kreativität ganz schön ausgeklügelt. So findet man etwa den Nerdomancer, ein fetter Nerd der mehr Dämonen seinesgleichen beschwören kann, Behemoth – der Beamte der Hölle immer hinter dem Schreibtisch oder einen mexikanischen Skelettkönig.
So gut die Ideen, so mäßig sie die Grafik dazu aus. Überall findet man pixelige Gegner und die Partikeleffekte sind auch nicht ganz uptodate. Ganz anders ist der Soundtrack: metallische Klänge, ganz wie es zur Hölle passt, gepaart mit immer passenden Melodien, die zur rechten Zeit einsetzen und das Setting schön unterstreichen.

Fazit

BDSM ist im Innersten vulgär, brutal und kreativ. Leider kommt letzteres nicht allzu oft zur Geltung. Nach Beenden der Story, was ca. 5-6 Stunden dauert, bleibt wenig Wiederspielwert über. Dennoch kann man in dieser Zeit mit Big Drunk Satanic Massacre seinen anstößigen Spaß haben und denifitiv nicht vor den Kindern spielen – sonst kommt es noch zu unangenehmen Folgefragen!

— David B.

6.9

Das Gute

+ Ein Heidenspaß (für Erwachsene)

+ Gute Oneliner

+ Kreativität der Bosse

+ geht leicht von der Hand

Das Schlechte

- teilweise zu schwierig

- Grafik

- kein Wiederspielwert

Shortcut BDSM
Release 10. Okt 2019
Studio Big Way Games
Publisher Big Way Games
Alles in Allem Okay