Spurensuche für den Imperator
Warhammer 40k: Dark Heresy angespielt
Nach Rogue Trader will das Warhammer-Universum von Owlcat Games noch tiefer in die grauenhafte Lore eintauchen. Wir durften in der ersten Alpha-Phase von Dark Heresy herumschnüffeln und dunkle Geheimnisse aufdecken!
In Dark Heresy dreht sich alles um die Inquisition und ihre Follower. Ihr übernehmt die Rolle eines Söldners, der als Werkzeug für einen Inquisitor die dunklen Hintergründe eines galaktischen Mysteriums aufdecken soll: ein „Tyrant Star“ muss erforscht werden. So nennt man ein interstellares Phänomen, das plötzlich auftaucht und ganze Planeten verschlingt.
Ihr steuert ein zusammengewürfeltes Team aus Untergrund-Kreaturen soll Beweise und Daten sammeln, um den „Tyrant Star“ zu einer Waffe zu machen – die perfekte Waffe für den Imperator?
Anders als im Vorgänger spielt die Story nur auf einem Planeten im Choronos System, dem Calexis Sektor. Früher als Hochburg für den Imperator bekannt ist es jetzt eine verrottete Hölle, die allerhand Geheimnisse beherbergt. Wir durften bereits 15 Stunden in dem Loch verbringen und allerhand aufdecken.

Click pro Quo
Wer an rundenbasierten RPGs interessiert ist, der ist hier goldrichtig. Denn Dark Heresy ist dank der investigativen Features noch langsamer und offener. Obwohl man sich nur auf einem Planeten aufhält, verbergen sich hier allerhand Geheimnisse und Quests hinter quasi jeder Person, die man so antreffen kann.
So mussten wir gleich zu Beginn einen Überfall auf Minenarbeiter klären und hier zeigt sich die volle Kraft von Dark Heresy. Man sammelt Beweise, stellt Projektoren auf, um den Tathergang nachzustellen und liefert als Spieler selbst die Schlüsse, die man daraus zieht. Wurden die Arbeiter überfallen? Wurden sie verschleppt oder getötet oder handelt es sich doch um Betrug?! Jede Quest bekommt seine eigenen Entscheidungsbaum und je nach Ausgang kann man mit der selbst erdachten Lösung auch im Ernstfall dem Inquisitor Bescheid geben, um weitere Handlungen zu veranlassen. Denn Kampf ist ebenfalls eine Option, sollte aber immer (zumindest bei uns) der letzte Ausweg sein!

Die Welt sieht recht trist aus, was nichts Negatives ist. Denn die Texturen und Objekte in der Welt sind eingescannte Terrains und auch Farben und Stil wurden aus der Tabletop-Variante ins Spiel adaptiert. Für Fans des Warhammer-Universums ein wahrer Augenschmaus!

Erste Eindrücke
Die ersten Stunden mit Warhammer: 40K Dark Heresy waren ein Wechselbad an Gefühlen. Zuerst der Drang unbedingt zurück ins Geschehen eintauchen zu dürfen – dann die Ernüchterung, wie schnell und tief man eingesaugt wird, was für Casual-RPG-Fans sicher eine Herausforderung sein kann. Hat man aber erstmal einen Haltepunkt gefunden, dann ballert man die Stunden Spielzeit nur so runter (wie bereits beim Vorgänger bekannt) und man versinkt immer tiefer in den dunklen Ecken von Calexis wo an jeder Ecke Intrigen und Mysterien aufwarten.
Sobald der Early Access ansteht, müssen wahrscheinlich Schlachten hinten angestellt werden, denn die Inquisition braucht eure Hilfe – und sie muss angenommen, denn sonst verpasst man sicherlich etwas!
Dark Heresy soll noch 2026 in den Early Access starten!