Mi, 8. Juni 2016

Es gibt kein Leben auf dem Mars - DOOM

Wer dachte, dass wir auf unserer Mission auf dem Mars bloß auf Mark Watney stoßen? Wir definitiv nicht. Nachdem die Forschungseinrichtung der UAC am Mars von Dämonen überrannt wurde ist es unsere Aufgabe diese wieder zurück in die Hölle zu verfrachten. Dabei setzt Entwickler iD Software bei diesem Reboot wieder auf geballte Shooter Aktion gebündelt mit massigem Blut. Wirklich massig Blut. Zuviel des guten?

Da macht man nur kurz ein Nickerchen im heimeligen Sarkophag, schon bricht auf dem Mars die Hölle los. Und wenn wir schreiben Hölle, dann meinen wir auch Hölle. Denn kaum haben wir uns aus unseren Fesseln befreit (muss wohl an den Vorlieben von letzter Nacht liegen) stürmen schon die ersten Untoten auf uns los und trachten nach unserem Leben. Gott sei Dank liegt eine Pistole nur wenige Meter entfernt und wir können uns vor den Untoten retten. Doch was treibt diese Ungeheuer auf den Mars und wo sind die anderen Bewohner? Relativ schnell ist klar, dass eine verrückte Wissenschaftlerin das Tor zur Hölle geöffnet hat und wir allem Anschein nach der letzte „menschliche“ Überlebende sind, der zwischen den Dämonen und unserer Welt steht. Ach du Scheiße, wir sind verDOOMed.

Willkommen in der Hölle

Bereits am Anfang macht DOOM uns eines klar: Hier gibt‘s die geballte Ladung Aktion von der ersten Sekunde an. Kaum erwacht aus unserem Schönheitsschlaf, schon treffen wir auf die ersten Untoten und ballern ihnen mit unserer kürzlich erworbenen  Pistole ordentlich eines vor den Latz. Sollten uns dabei die Feinde etwas zu nahe kommen können wir diesen mit Nahkampfangriffen ihren Platz streitig machen. Haben wir einem Gegner bereits ordentlich Schaden zugefügt, leuchtet dieser auf und man stellt uns ein weiteres Gameplay Feature von DOOM vor: Den Glory-Kill.

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[/link] Der Dämon ist bereit für unseren Glory-Kill

Hierbei gilt sobald einer der Dämonen zu leuchten beginnt einen Nahkampfangriff auszuführen und je nach Ziel oder Position der eigenen Spielfigur eine Finish-Him Animation zu starten, die sogar mit Mortal Kombat mithalten kann. Beim Blut wird also garantiert nicht gespart.

Das Arsenal an Untoten

Während unseres Abenteuers auf dem Mars und in der Hölle treten wir aber nicht nur einfachen Dämonen entgegen, sondern finden ständig neue Zusammenstellungen aus unterschiedlichen Monstermobs vor. Diese reichen von Fußvolk, über fliegende Kugelmonster bis hin zu riesigen Höllenteufeln. Wem das noch nicht genug ist, der wird sich im Laufe der Kampagne auch über den einen oder anderen Bosskampf freuen dürfen. Während der Waffengefechte finden wir auch schwebende PowerUps, die uns mit unendlich Leben oder mehr Waffenschaden versorgen. Für Kanonenfutter ist also gesorgt.

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[/link] Manche Feinde können auch ordentlich einstecken

Wie wär‘s mit einem Upgrade

Natürlich reicht uns ein vollgespicktes Arsenal an Waffen und der Glory-Kill noch lange nicht und hier zeigt sich eine weitere Neuerung im DOOM -Gameplay: Alle Waffen und auch der Anzug können im Spielverlauf durch unterschiedliche Upgrades verbessert werden.

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[/link] Wir erforschen den Planeten nach neue Ausrüstung

Finden wir in den einzelnen Leveln einen der Waffenroboter, so belohnt man uns mit einem von zwei alternativen Feuermodus für eine jeweilige Waffe. Ähnlich sieht es bei unserem Anzug aus, denn auch dieser bietet einiges an Verbesserungspotential. Finden wir in den jeweiligen Level einen Elite Guard bekommen wir ein Upgrade aus seiner Rüstung. Diese ermöglichen uns dann z.B. einen schnelleren Waffenwechsel oder das leichtere Auffinden von weiteren Levelgeheimnissen auf der Karte. Durch Argent-Zellen können wir zusätzlich elementare Bestandteile des Anzugs, wie maximale Gesundheit, Rüstung oder Munition  verbessern.

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[/link] Wir stellen uns jeder Prüfung

Besonders erwähnenswert sind die Runen Herausforderungen. Sobald wir einen der leuchtenden Runensteine während der Kampagne auffinden können wir diesen berühren und eine spezielle Herausforderung starten. Hier landen wir in einer eigenen Dimension und müssen z.B. alle Dämonen nur mit einer Schrottflinte besiegen. Haben wir gesiegt so schalten wir die jeweilige Rune frei und können zusätzliche Effekte, wie z.B. eine längere Betäubungszeit der Gegner bewirken.

Multiplayer und SnapMap

Wer nach der Singleplayer Erfahrung von DOOM noch nicht genug bekommen hat, der ist mit den zahlreichen Multiplayermodi reichlich bedient. Hier können wir in klassischen Deathmatch Partien oder eigenen Modi wie Seelenernter gegen menschliche Mitspieler antreten.

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[/link] Das Ein-Mal-Eins des Levelbaus

Ein besonderes Augenmerkt darf auch auf den SnapMap Level Editor geworfen werden. Hier können Spieler eigene Single- oder Multiplayer Maps entwerfen und mit der Community teilen. Dabei können verschiedene Bauelemente,  wie in einem Bausatz, aneinander gereiht werden und mit Ereignissen bestückt werden.

Fazit

DOOM meldet sich mit einem Reboot der Serie zurück und macht Spaß wie anno dazumal. Schnelles Gameplay, geballte Aktion und eine ordentliche Portion Blut sind es, die bei DOOM für stundenlangen Unterhaltungsspaß sorgen. Speziell der Glory-Kill versetzt uns immer wieder in Staunen. Auch war uns das einmalige Durchspielen der Kampagne nicht genug, fehlten uns doch noch zahlreiche versteckte Geheimnisse und Upgrades. Auch im Multiplayer braucht sich das Spiel keinesfalls hinten anstellen. Zwar erfindet DOOM den Mehrspielerspaß nicht neu, weiß aber seine Stärken, durch zahlreiche dämonischen Features, hervorzuheben. Nur die Hauptstory ist eher flach gehalten. Trotzdem möchten wir DOOM jedem Shooterfan ans Herz legen und verbleiben mit einem: We are ready to frag.

— Fabian Padrta
Bewertung

Urteil + Hektische, geballte Aktion + Levelerforschung im Jump'n'Run Style + Fette Boss Kämpfe + Glory Kill - Wiederholende Areale - Flache Hauptstory
Alles in Allem Must Have