Mi, 24. August 2016

Gamers don't die - Respawn Gathering 2016

Alle Jahre wieder bringt die Gamescom Messe in Köln die gesamte Gaming-Welt an einen Ort: Köln. Neben der Messe findet natürlich auch die GDC und das Respawn Gathering für Entwickler statt. Wir haben uns die Respawn etwas genauer angesehen!

Wer in der Spieleindustrie Fuß fassen möchte, der hat es in der heutigen Zeit nicht leicht. Jungentwickler möchten Spiele basteln, die die gesamte Welt zockt. Doch leider ist guter Rat teuer. Deshalb gibt es Messen wie die GDC oder Respawn, die Neueinsteiger in die Materie unter die Arme greifen.
Mit tollen Vorträgen von den Großen der Szene sowie Newcomern werden Themen wie Gameplay, Marketing und Entwicklung den Studenten und Jungunternehmern näher gebracht.

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It’s all about the money!

Wie wir den Jungs von Fun Punch lauschten durften, haben sie darüber referiert, was ihnen passiert ist. Alles begann mit einem Game Jam, wo sich der Programmierer Ricardo Flores und Filipe Caseirito getroffen haben und ein kleines Mini-Game erstellt haben. Schnell hat sich herausgestellt, dass der 8-bit Dodgeball Verschnitt mit echten Waffen als Hit herausstellt und neue Leute ins Team geholt wurden. Wenig später wurde aus den Herren die Firma Fun Punch, welche zurzeit das Spiel Striker’s Edge entwickeln. Dank eines Playstation Awards, welcher ihnen von Sony verliehen wurde, bekamen sie ein temporäres Büro, Marketing Budget und die Möglichkeit, ihr Spiel exklusiv auf PS4 zu veröffentlichen.
Doch schnell stellt sich für sie heraus, dass der Druck einer so großen Firma wie Sony auch an ihren Nerven zährt und sie müssen mehr Leute einstellen, um die Deadlines einhalten zu können, damit das Spiel noch Ende des Jahres 2016 im PSN erscheinen kann.

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Free for all!

Ein weiteres Highlight war der Vortrag von George Scotto, seines Zeichens Business Director bei Crytek. Er hat die Vorteile seiner hauseigenen Engine CryEngine 5.0 präsentiert und gezeigt, wie sehr diese auf Indie-Entwickler und Startups eingehen. So hat die neue Version nicht nur eine neue Particle Engine, eigene Wolkenberechnung und OpenSource Unterstützung für Freeware sondern auch ein „Pay What You Want“-Modell. Entwickler können die Engine im Netz laden und können entscheiden, wie viel sie dafür bezahlen wollen. Dies geht von 0$ – Open End und Crytek nutzt einen Teil des Geldes, um ihre eigene Indie-Foundation zu unterstützen. So können Entwickler ihre CryEngine Werke hochladen, die Community votet und quartalsmäßig werden Sieger gekürt, die ein Preisgeld erhalten, um die Entwicklung fortzusetzen. Darunter findet sich zum Beispiel das EarlyAccess Spiel Miscreated, welches derzeit über 200.000 Spieler verzeichnet.

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Für die Vorträgen gab es eigene Headsets, um die Umgebungsgeräusche auszublenden, und eventuell seinen Lieblingsvortrag auch im Freien zu lauschen. Abseits dessen gab es außerdem noch Workshops wie zum Beispiel von Crytek oder Unity sowie eine Ausstellerfläche, wo Firmen bereits ihre ersten Games präsentierten.
Wer sich für die Materie interessiert oder sich in der Szene etablieren will, der kann beim Respawn Gathering vieles mitnehmen, neue Kontakte knüpfen und so sein Unternehmen für die Zukunft sichern. Denn auch nächstes Jahr wird die Respawn wieder ihre Tore für Jünglinge und Veteranen öffnen!
Eines können wir aber schon vorab sagen: Die Zukunft des Gamings hat gerade erst begonnen!