Mo, 28. August 2017

Ein Einblick in die Hölle - Agony

Auf der gamescom 2017 durften wir einen kurzen Einblick in die Hölle machen. Gemeinsam mit Entwicklern von Madmind Studios haben wir nämlich den Indie-Hit Agony angespielt, uns in einer furchterregende Welt versetzen lassen und so Einiges über das Horror-Survival erfahren. Unsere Erfahrungen mit der Hölle lest ihr hier!

Eine unangenehme Reise

In Agony ist die Story recht flott erklärt. Der Spieler wacht in der Hölle auf, weiß nicht wer er ist, warum er hier ist und was passiert ist. Doch eines ist klar: nur eine rote Gottheit hat ihn hier entfliehen lassen. Doch wer die Hölle kennt weiß, dass dort allerhand schauderhafte Kreaturen lauern, die alles und jedem nicht sehr gut besonnen sind. Als Wanderer watet man so durch düstere Wälder und blutige Teiche, um nach Antworten zu suchen. Als Survival hat man nicht viele Möglichkeit der Verteidigung außer einer Fackel.
Da sich der Spieler jedoch nur in einer fleischlichen Hülle bewegt, ist es möglich, sich als Seele durch Raum und Zeit zu bewegen und so schwache Körper einzunehmen. Dies beinhaltet auch Dämonen! So ist es möglich, sich durch Gefahren zu manövrieren und diese Gelegenheiten zu nutzen, um aus der Hölle zu entkommen.

When it’s done, it’s done!

Agony startete als Idee und Konzept in 2015 und wurde mit 31. Oktober 2016 auf Kickstarter als Projekt gestartet. Knapp darauf waren die ersten Funding-Ziele erreicht und der Hype begann. Nun befinden wir uns in der Entwicklungsphase und das polnische Team, welches unter anderem auch für The Division, The Witcher 3 und andere gearbeitet hat, sitzt Tag und Nacht daran, Agony zu einem finalen Release zu bringen. “When it’s done, it’s done!” lautet die Devise. Aktuell soll das Spiel mit Ende 2017 für PC, PS4 und Xbox One erscheinen.
Ein weiteres Ziel, dass sich die Jungs und Mädls gesteckt haben ist eine VR-Version von Agony. Gleich nach Release soll an einem Patch gearbeitet werden, der die VR-isierung möglich machen soll. Für alle Käufer der Standard-Version aber kostenlos obendrauf. “Für das Genre des Horror-Survival scheint uns diese Option als ganz passend und könnte auch den Fans gefallen. Außerdem war es eines unserer Stretchgoals auf Kickstarter“, so Jakub Grabka, Designer bei Madmind Studios.

Ein Höllentrip

Der Höllentrip stellt sich als sehr nervenaufreibend heraus. So kann man zwar die Seele im wahrsten Sinne des Wortes baumeln lassen, doch nicht auf ewig. Sollte der benutzte Körper einmal sterben, so hat man eine gewisse Zeit sich eine neue Hülle zu suchen. Passiert dies nicht, löst man sich auf und ist auf ewig verdammt. Danach startet man beim letzten Checkpoint wieder. Doch diese Checkpoints, dargestellt als Spiegel zu einer anderen Welt, zerbrechen mit jedem Aktivieren und sind nach ein paar Respawns aufgebraucht. Wer dann noch versagt, der wird zum vorherigen Punkt zurückgesetzt. Solche Szenen sollen die Qualen der Hölle wiederspiegeln und zeigen, dass das Spiel kein Zuckerschlecken ist. Außerdem sind alle Entscheidungen permament. Sollte man also nach dem Durchspielen der Story wirklich noch einmal ein Game+ starten wollen, so muss man sich andere Wege überlegen, denn die alten vom letzten Spiel sind versperrt und Spieler müssen andere Wege finden, um die Gottheit aufsuchen zu können.

Agony klingt, wirkt und spielt sich fantastisch, wenn man das von einem Survival in der Hölle sagen kann. Die Szenerie ist liebevoll gestaltet und sieht sehr schön aus, die Gegner sind sehr gut animiert und das Gameplay fühlt sich sehr gut an. Das Seelenwandern und die Checkpoints gleichen die Schwierigkeit der einzelnen Passagen ein wenig aus, doch kann ich mir nicht vorstellen das Spiel in VR zu erleben. Es ist die wahre Hölle, selbst wenn es Spaß macht! Ich freue mich dennoch auf Agony!