Wien im Rosenstolz Eröffnungs-Jam-Session
DAS FESTIVAL: 15 JAHRE WIEN IM ROSENSTOLZ
WIEN IM ROSENSTOLZ STREUT IN DIESEM JAHR JUBILÄUMS-ROSEN FÜR DIE SICH FREI GESPIELTE STETS ERNEUERNDE WIENER MUSIK – VOLL ESPRIT!
Ein plüschig vergilbtes Café, in dem die Wienerlied-Legende Schmid Hansl spürbar blieb unter der charmant engagierten Patronanz von Sohn Hanns Schmid. Heimelige Wohnzimmer-Atmosphäre, nostalgische Fotogalerien, ein Mann am Klavier. Tausend Rosen! Hier – zwischen Rosenkavalieren und Rosenverkäufern – entstand meine Idee für das Festival Wien im Rosenstolz. Meine Verbeugung vor der Kunstform Wienerlied und Wiener Musik. Das Programm – originelle und originäre musikalische Schmankerln aus der weitläufigen Wiener Szenerie voll stolzgeschwelltem Schmalz, Schmerz und Schmäh. Eine gepflegte Wiener Melange: Anregend, aufregend, und immer wieder die Liebe: Platonisch & pathologisch, klassisch & kriminell, böse & beglückend – Wien, Wien, nur du allein … tausend Rosen!
Aus der Konzertreihe im Wiener Konzert-Café Schmid Hansl ist nun ein richtungsweisendes Festival im Theater am Spittelberg entstanden. Aufbauend auf dem klangfähigen Fundament etablierter Ensembles und dem Wiener Dialekt spielen sich Künstlerinnen und Künstler frei, setzen sich kreativ zusammen, prägen die Zukunft des Wienerliedes und spannen den Bogen zwischen traditioneller und moderner Wiener Musik. Sie erfinden sich täglich neu. Das macht’s unaufhörlich spannend. Von 2. bis 31. Oktober feiern wir 15 Jahre Wien im Rosenstolz.
So vibrieren Überstimme Manuela Diem und Akkordeonistin Marie-Theres Stickler – präsent auch bei Martin Spengler & die foischn Wiener, Raphael Sas & Band – erstmals im Duo.
W. V. Wizlsperger (Drittel Kollegium Kalksburg) und Martin Zrost (Drittel Trio Lepschi) vollführen barocke Sidesteps. Doris Windhager verleiht Profundkontra Stimm-Kick. Worried-Men-Skiffle-Group-Frontman Herbert Janata gibt sich mit Sohn in Pension dem Fortschritt hin. Ramsch und Rosen scharen beste Freunde um sich. Wiener Blond beatboxt die Seele. Die Strottern finden das Wiener Filmmusikorchester leiwand, sind vierfach Avantgarde und beschallen Wiener Musik mit Blech im Echo der großen weiten Welt.
Die große weite Welt für Wienerlied und Wiener Musik erst eröffnet haben die Briada im Geiste Roland Neuwirth – bald 41 Jahre Wien extrem geschrammelt – und Karl Hodina – hochkarätig besetztes Konzert zum 80. Geburtstag unter der musikalischen Leitung von Richard Oesterreicher am 18.10.! Die Grande Dame des Wienerischen Erika Pluhar sowie Wolfgang Ambros, raues Austropop-Urgestein, dürfen nicht fehlen. Der Nino aus Wien und Ernst Molden sind bereits Kult. Letzterer ist als Premiere auch mit den „Tanz“-Virtuosen Walther Soyka und Karl Stirner im Dreigespann vereint. Wien-„Heimkehrer“ Norbert Schneider groovt entspannt für Standing Ovations. Tini Kainrath und Agnes Palmisano dudeln auf ihre Art drüber. Lautmalereien vertiefen Stefan Sterzinger, Helmut Bohatsch, Wolfram Berger (Solo für 57 Stimmen!). Da offenbart sich gar facettenreich der Jazztrompeter Thomas Gansch als Wienerlied affin.
Wir freuen uns auf Sie!
Eröffnung mit:
BRATFISCH – ‚AUS HEITEREM HIMMEL‘
MATTHIAS KLISSENBAUER Gitarre, Stimme
TINO KLISSENBAUER Akkordeon
JOHANNES LANDSIEDL Gitarre, Bass
JÜRGEN PARTAJ Geige
Wendig intuitiv mit spielerischer Neugier lässt bratfisch sich durchs Klang-All aller Nationen treiben. Das Wienerlied fliegt fidel voll Energie schrammelnd selig melancholisch mit. Da verschmelzen Landler und Latin, vermischen sich mehrsprachig Reggae, French Sound und Balkan – und die Ohren, die heben ab.
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Mit Raritäten, Jazz-Standards & Eigenem durchs Wien-Biotop
KABANE 13
AMANDA ROTTER Stimme
STEFAN ANGERER Gitarre, Stimme
ANDREAS TEUFEL Wiener Knopfharmonika, Stimme
Die Kabane, hölzerner Mini-Hort für Habseligkeiten aller Art in Wiens Strandbädern, weist den Weg: Mit Klezmer und Balkan im Gepäck (Amanda Rotter) sowie in alpenländischen Klängen und irischem Folk (Stefan Angerer) verwurzelt – mit Andreas Teufel neu im Ensemble – fischt das Trio auf Spuren von Qualtinger und Co. im Wiener Biotop.
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Vorgeschmack auf Wien-Vibes voller Lebensenergie
MANUELA DIEM & MARIE-THERES STICKLER
MANUELA DIEM Stimme, Schlaginstrumente
MARIE-THERES STICKLER Akkordeon, Stimme
Im Vorjahr öffnete Manuela Diem im Rahmen von Wien im Rosenstolz eine ‚Schatztruhe voller Lieblingslieder’… Und da kam es überraschend zu einem A-cappella-Duett mit Marie-Theres Stickler. Dieses Jahr gestalten die beiden vielfach präsenten Künstlerinnen ein ganzes Programm. Voraus Hineinhören bei der Eröffnung Wien im Rosenstolz ist Pflicht!
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Marsch, Polka, Csárdás jodelnd gewalzt frisch aus dem Stand
NASCHMARKT – ‚DARF’S A BISSERL MEHR SEIN?‘
ELISABETH HASENBURGER Geige, Bratsche, Stimme
HORST LACKINGER Sopransaxofon, Stimme
IRENE NARNHOFER Geige, Bratsche, Stimme
ERNI STRÖBITZER Gitarre, ungarische Bratsche, Stimme
ALESSANDRO VICARD Kontrabass
Fünf Feinschmeckerinnen und Gourmets kredenzen musikalische Leckerbissen aus bestem Anbau. Frisch im Angebot sind saftige Jodler und schmalzige Walzer und pfeffrige Polkas und picksüße Schlager und feine Märsche und feurige Csárdás. Ein Delikatessen-Sortiment, das beim Zuhören auf der Zunge zergeht.
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Älteste und neueste Wienerlieder auf einem Packl
TESAK UND BLAZEK
CHRISTIAN TESAK Stimme, Chromatische Knopfharmonika
MARTIN BLAZEK Stimme, Kontragitarre
Weil das Musizieren wie Atmen, Essen und die Liebe zum Leben gehört, lässt das anziehend gegensätzliche Zweier-Gspann Tesak und Blazek das Wesentliche und Wunderliche wie Wunderbare im Alltäglichen ungekünstelt an- und weiterklingen. Mit Herz und Schneid in den Botschaften mit Liedern von jetzt und einst.
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Poppig beatboxende Musiksatiren auf schwarze Abgründe
WIENER BLOND – ‚DER LETZTE KAISER‘
VERENA DOUBLIER Stimme, Beatbox, Loops, Gitarre
SEBASTIAN RADON Stimme, Beatbox, Loops, Cajon
Hinter dem Nostalgie-Titel ihres ersten Studio-Albums steckt ein selbstbewusstes Statement aktueller Wiener Popmusik: Mit Beatbox-Kapriolen über studentisches Kopf-Chaos, Gitarren-Loops zur pragmatischen Gleichgültigkeit, Liedern fürs Schwarzfahren und über die Generation ‚Hotel-Döblinger-Mama‘ (FM4) beweist Wiener Blond, Musiksatire intus zu haben.