Di., 28. Apr. 2026
Kletterspaß auf neuen Planeten

Kletterspaß auf neuen Planeten

Aphelion Review

Nach wie vor als Indiestudio geführt ist Don’t Nod mittlerweile für viele Gamer ein bekannter Name. Erlebnisse wie Vampyr oder die Life is Strange Serie fesselten bereits zahlreiche Spieler vor den Bildschirm. Da ist die Vorfreude auf das neueste Sci-Fi Projekt Aphelion natürlich gerechtfertigt. Doch wo trifft das Spiel genau unseren Nerv und wo wiederum auch nicht?

Im nächsten cineastischen Abenteuer von Don’t Nod geht es auf zu fremden Planeten. Dort muss Astronautin Ariane dem hiesigen Terrain entgegentreten, um ihren verwundeten Partner Thomas zu retten. Dabei bietet man uns ein für Don’t Not klassische, storylastiges Erlebnis kennen kombiniert mit Aktion, Klettereinlagen und Sealth Elementen. Wer den Entwickler kennt wird dabei Gameplay angelehnt an vorherige Titel wie beispielsweise Life is Strange oder Jusant erkennen.

Eigentlich wollten Ariane und Thomas nur mal eben einen Abstecher auf den für Menschen unbekannten Planeten Persephone um dort „die Quelle“ ausfindig zu machen, doch kurz vor der Landung passiert das unerwartete. Vermutlich störten die elektromagnetischen Interferenzen vor Ort ihre Systeme und Raumschiff stürzt ab. Anschließend erleben wir in insgesamt 11 Kapiteln die Erlebnisse vor Ort aus der Sicht von Ariane oder Thomas, wobei dabei jedes Kapitel einem Protagonisten zugeordnet wird.

Eure Reise beginnt mit Ariane, die den Absturz kaum vollständig realisiert hat und schon durch die eisige Wüste vor Ort bestehen soll. Ihr scannt dafür mit eurem Radar die Gegend nach eurem nächsten Ziel und bewegt euch dann ziemlich linear durch die Umgebung in dessen Richtung.

Dabei nutzt ihr in erster Linie eure Beine seht euch aber kontinuierlich mit Kletterpartien ala „Jusant“-konfrontiert. Dabei seht ihr ausreichend hervorgehobene Griffmöglichkeiten, denen ihr folgt. Einige Griffe brechen auch ab, wenn ihr zu lange darauf verweilt. Quicktime-Events, die ein Abrutschen verhindern sollen, tauchen fast schon routiniert immer wieder auf und zwingen euch rasch zu handeln.

Ab und an gelingt uns auch ein Sprung mal nicht. Das kann manchmal an der Voraussicht des Kletterers liegen, manchmal aber auch an daran, dass Ariane einfach nicht an die dafür vorgesehene Stelle greift und abrutscht. Denn in der aktuellen Testversion gibt es noch ein paar Kinderkrankheiten in Form von Clipping.

Zusätzlich benötigt ihr an einigen gefinkelten Stellen euer Kletterseil, um euch auf Gebirge hochzuziehen oder runterzulassen beziehungsweise über einen Abgrund zu schwingen. Das funktioniert auch die meiste Zeit großartig. Ab und an landet auch hier aber unser Kletterseil mal daneben und Ariane stürzt in ihren unvermeidlichen Tod. Spoiler: Schaut euch hierzu mal die Trophäen/Erfolge an.

Aber auch auf dem Boden warten weitere Gefahren. Denn einige Eisformationen brechen bei zu schnellem passieren unter euren Füßen weg. Ihr müsst euch also langsam darüber bewegen, um am ende nicht einzubrechen. Ähnliches gilt beim Balancieren über schmale Brücken. Hier könnt ihr mittels Analogstick euer Ungleichgewicht ausgleichen, um nicht ebenfalls in den Tod zu stürzen.

Ein weiteres wichtiges Tool von Ariane ist der elektromagnetische Scanner. Stellt ihr die richtige Frequenz ein seht ihr von Zeit zu Zeit Linien, die euch einerseits auf die Sammelobjekte Glyphen hinweisen und andererseits euch einen Hinweis geben, wohin es zur Quelle geht. Ab und zu müsst ihr damit auch andersfarbige Linien erkennen und mittels Knotenpunkts aktivieren. Dadurch ändert sich die Umgebung und ihr erhaltet einen Kletterhakenpunkt oder eine Brücke.

Zuletzt gibt es für Ariane noch ein paar Schleich einlagen. Hierzu wechselt ihr in den Stealth Modus, um euch unauffällig durch feindliche Arenen zu bewegen. Dabei könnt ihr auch euren EM-Scanner nutzen, um von euren Aktionen abzulenken.

Ist das Gameplay von Ariane eher noch schnell und actionlastiger entschleunigt sich das ganze bei Thomas. Dieser ist durch den Absturz verletzt und auf der Suche nach einer ersten Hilfe. Beim Absturz ging auch sein Sauerstoffbehälter kaputt, weshalb wir uns von Quelle zu Quelle begeben müssen (wo kommen die den her?). Gelingt uns das nicht schnell genug segnet auch Thomas das Zeitliche.

Insgesamt bietet man uns mit Aphelion knapp an die 10h Gesamtspielzeit für die Storyline mit insgesamt 11 Kapitel. Die Tonspur und Synchronisation sind nur in englischer Sprache vorhanden. Es gibt aber für Menüführung und Untertitel zahlreiche Sprachauswahl, darunter auch Englisch, Deutsch und Französisch.

Zum Release ist Aphelion für PC, PS5 und Xbox X/S verfügbar und aktuell für etwa 30€ in der Standard Edition oder für 40€ in der Deluxe Edition, die neben dem Spiel auch noch alternative Space Suits, den digitalen Soundtrack+Artbook, Rucksackanhänger und Sticker beinhaltet.

Fazit

Wären nicht noch ein paar Kinderkrankheiten, bei denen das Spiel noch nicht ganz ausgereift wirkt, hätte uns Aphelion zumindest mit seiner Storyline auf fremden Planeten in seinen Bann gezogen. Dabei ist die Reise aber selten von großen Überraschungen geprägt und einzelne Abschnitte spielen sich schon fast routiniert als Wiederholung vorheriger Passagen. Trotzdem kommt die Mischung aus Erkundung, Kletter und Actioneinlagen in Kombination mit der Storyline gut bei uns an. In Summe ist Aphelion also sicherlich eine nette kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch. Einen großartigen Durchbruch braucht ihr aber nicht zu erwarten.

— Fabian Padrta

7.5

Das Gute

+ Setting und Umsetzung

+ Storyline

+ kurzweilig

Das Schlechte

- Klassische Gameplay Kinderkrankheiten

Shortcut Aphelion (PS5)
Release 29. Apr. 2026
Studio DON'T NOD
Publisher DON'T NOD