aufgetischter Buchstabensalat
Letter Hunt für euch gespielt
Mit der kalten Jahreszeit finden sich auch Freunde und Familie am Esstisch ein – damit auch mehr Gesellschaftsspiele, die aus der Lade gezogen werden, um die Zeit zu vertreiben. Wir durften Piatniks neuesten Streich „Letter Hunt“ testen, um zu sehen, ob die Freundschaft damit bestehen bleibt!
In Letter Hunt geht es darum, euer Hirn anzustrengen und ein passendes Wort zum angegebenen Buchstaben so schnell wie möglich zu finden. Das Spiel ist schnell erklärt und kann mit Jung und Alt flott über den Tisch gehen.

Turn around
Man legt die den Stapel an Spielkarten verdeckt auf den Tisch, ein Spieler nennt ein Thema zu dem ein Nomen gefunden werden muss, deckt eine Karte auf und der Spaß beginnt. Der Kniff hier ist noch, dass jede aufgedeckte Buchstabenkarte verschiedene Buchstaben in alle Richtungen versteckt hat. Man muss so schnell wie möglich den einen Buchstaben finden, den es nicht doppelt auf der Karte gibt – außerdem darf man nur den eineindeutigen Buchstaben finden, der in seine eigene Richtung gerichtet ist. Somit beginnt nach dem Aufdecken schnell ein Rennen gegen Zeit und die Aufmerksamkeit des eigenen Auges.
Hierbei können die vorgeschlagenen Themen wie „im Chemie-Unterricht“ oder „ein Begriff aus dem Verkehr“ genommen werden oder von kreativen Köpfen schnell selbst erfunden werden.

Short Story Long
Während man bei den ersten Runden erstmal seine Hirnwindungen koordinieren muss um den richtigen Buchstaben in der richtigen Richtung zu finden, dann dazu noch ein passendes Nomen aus dem Hut zu zaubern, kann schon mal einige Zeit am Tisch vergehen. Nach vier bis 5 Kärtchen hat man aber (je nach Kategorie) den Dreh raus und die gewonnenen Karten aka Punkte fließen zu den Spielern.
Der Flair ist somit schon nach ein paar ratlosen Runden verflogen und man steht vor dem selben Problem wie bei vielen Rate-Spielen: die Kreativität lässt nach und der Druck zu Siegen sinkt exponentiell. Denn man hört auf, wenn entweder der Stapel Buchstaben-Kärtchen leer ist oder die Luft aus der Spielgruppe raus ist.

Fazit
Letter Hunt hat ein spannendes Konzept. Das Suchen der richtigen Buchstaben haucht dem Grundprinzip des „Stadt-Land-Fluss“-Systems neues Leben ein, aber wirklich langfristig kann es Spieler nicht am Tisch festhalten. Wer aber für eine schnelle Runde mit rotierenden Spielern ein kurzweiliges Gesellschaftsspiel sucht, der hat bei Letter Hunt einen guten Mix für alle Altersgruppen am Start – die nächste Geburtstagsparty kann also kommen!
— games-redaktion
Das Gute
+ schnell zu lernen
+ kein Aufbau notwendig
+ ein paar fixe Runden immer drin
+ für Parties geeignet
Das Schlechte
- wenig Wiederspielwert
- Kreativität verlangt Genauigkeit
- Diskussionspunkte bei erfundenen Wörtern