Nächsten Monat kommt Ice Age 4 in die Kinos. Grund genug, zu einem belastenden Thema offen Stellung zu nehmen.

 

Nein, es geht nicht um den krampfhaften Versuch, aus jedem Film zehn Teile zu machen. Vielmehr spreche ich von der Tatsache, dass ich in regelmäßigen Abständen auf der Straße mit Eichhörnchen-Geräuschen angelockt werde.

 

So geschah es vergangene Woche bereits zum dritten Mal, dass sich ein Mann – während ich bei der Straßenbahnstation wartete – aus dem Fenster lehnte und Lockrufe in meine Richtung abgab.

 

„NGKNGKNGKNGKNGK“

 

Nach gründlicher Vergewisserung, dass sich um mich herum keine Nager oder ähnliches Getier befanden, starrte ich ihn schließlich verwundert an. Bestärkt begann er noch lauter zu rufen und hielt irgendwas in meine Richtung, was wie eine Nuss aussah.

 

Die aufkeimende Frage: Was möchte man mir mitteilen??

 

Zugegebenermaßen lässt mein Nachname auf den ersten Blick ja vielleicht Verwechslungen zu… Da ich aber weder nagend auf offener Straße herum hocke, noch in Schönbrunn Spaziergänger um Nüsse anschnorre, würde ich dann doch gerne als Mensch wahrgenommen werden.

 

Hätte er es mit Schokolade oder einem Bündel 100er probiert – gut. Aber eine Nuss?

 

Wer glaubt, dass es sich um Einzelexemplare abstrakt humorvoller Personen handelt, dem sei gesagt, dass ich auch schon zweimal auf der Straße angebellt wurde. Und zwar von Menschen!

 

Beim ersten Mal – im Rahmen des spätnächtlichen Fortgehens – versuchte ich die Gründe noch im Alkoholkonsum anderer Personen zu finden. Spätestens jedoch, wenn einem zu Mittag beim Tiefkühlregal ein Mann mit „Wuff! Wuff! Wau! Wau!“ entgegen läuft, wird es Zeit, sich die Tierfrage zu stellen.

 

Es bleibt der fromme Wunsch, dass irgendwann einmal alles gut wird. Bis dahin  erfreue ich mich an dem älteren Herrn, der im Haus gegenüber vom Balkon hinunter miaut.

 

Beim nächsten Mal belle ich zurück.

 

© Eiki

 

 

 

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