Di, 30. August 2016

Wenn der Vater mit dem Sohne...

Volume Filmpreview: Rote Rüben in Teheran

Natürlich ist es eine herausragende Leistung die Bewohner eines Landes, das gerade von links und rechts angefeindet wird, als genau das darzustellen, was sie sind: als Menschen. Ohne weltpolitische Fingerzeige schafft Allahyari Senior gemeinsam mit seinem Junior diesen kunstvollen Spagat.

Wahrscheinlich deshalb, weil es eine private Reise ist, die sie auf den Spuren der eigenen Vergangenheit zu alten Freunden und Bekannten führt, die ihnen sicher einen anderen Einblick in die eigenen vier Wände gewähren, als wenn es Fremde wären. Grund der Reise war die Verleihung eines Filmpreises an Houchang Allahyari – damit fängt die Doku auch an.

Was etwas seltsam ist, weil die Verleihung in Isfahan stattfindet und der halbe Film – trotz Teheran im Titel – dort gedreht wurde. Erst nach dem offiziellen Part fahren sie weiter in die Hauptstadt, es wird persönlicher – aber nicht unbedingt spannender… An den Titel wird erst in der Schlussszene angeknüpft, in der sich Vater und Sohn, wie im Iran üblich, bei einem Straßenhändler Rote Rüben kaufen. Irgendwie lauwarm.


Regie: Houchang und Tom-Dariusch Allahyari
Mit: Houchang und Tom-Dariusch Allahyari
Kinostart: 02.09.2016
Bewertung: 2/5