Do, 28. Juli 2016

Welcome To The Jungle

VOLUME Filmpreview: Legend of Tarzan

Tarzan genießt mittlerweile ein zivilisiertes Leben als Lord Greystoke in London, als er plötzlich zurück in den Kongo geschickt wird. Jedoch ahnt er nicht, dass er nur als Schachfigur in einem Komplott aus Rache, Habgier und Sklaverei dienen soll.

Tarzan schwingt nicht mehr mit Lianen durch den Dschungel, sondern schlürft lieber als Lord Greystoke mit abgespreiztem Finger Tee. Mit seinem Leben als Affenjunge hat er abgeschlossen. Doch dann wird er vom Parlament als Sonderbotschafter zurück in den Kongo beordert. Begleitet wird er dabei von seiner bezaubernden Jane (Margot Robbie) und George (Samuel L. Jackson), der im Namen des amerikanischen Präsidenten nach dem Rechten in Sachen Sklavereiverbot sehen soll. Es gibt mehr und weniger erfreuliche Wiedersehen und schnell stellt sich raus, dass der wahre Grund für die Reise ein ganz anderer ist…

„Legend of Tarzan“ versucht zu angestrengt, der große Blockbuster des Sommers 2016 zu sein. Dafür werden alle Register gezogen: opulente Bilder, CGI, 3-D Technologie, Zeitlupe, epischer Soundtrack sowie jede Menge Muskeln, Action und Kitsch. Leider vergisst Regisseur David Yates dabei etwas auf die Story: Das bisschen Handlung wirkt etwas random und vorhersehbar. Die Charaktere sind oberflächlicher gezeichnet und die Dialoge platt. Jackson spielt seine Rolle aus „Hateful 8“ weiter, Waltz den grinsenden Psycho, den wir mittlerweile zu oft gesehen haben. Selbst die Sklaventhematik verleiht der Handlung keine Tiefe, sondern mutet eher aufgesetzt an.
Fazit: Bei „Legend of Tarzan hat man das Gefühl, dass das Motto Opulenz vor Inhalt war. Wobei selbst das nicht wirklich aufgegangen ist. Die CGI kann nicht überzeugen, das 3-D hätte man sich sparen können und teilweise tut der Kitsch in Aug‘ und Ohr‘ weh. Muss man nicht gesehen haben.


Regie: David Yates
Mit: Alexander Skarsgård, Rory J. Saper, Christian Stevens, Christoph Waltz
Kinostart: 28.07.2016
Bewertung: 2/5