Di, 1. Juli 2014

Theaterdonner

VOLUME Filmpreview: Maman und Ich

Schwul oder nicht schwul, das ist hier die Frage…

Guillaume Gallienne, ein etablierter Theaterschauspieler, Mitglied der hoch renommierten Comedie Francaise und Gewinner des französischen Theaterpreises Moliere, ist weltberühmt in Frankreich – hierzulande könnte ihm bald der gleiche Status blühen. In ‚Maman und Ich‘ macht er beinahe alles selbst: Er spielt die Hauptrollen, hat das Drehbuch geschrieben und führt auch Regie. Es geht um die besondere Beziehung die Guillaume mit seiner Mutter hat. Sie denkt, dass er anders ist als seine zwei Brüder. Und das stimmt: Er interessiert sich für Mode und Kosmetik; Sport und männliches Getue sind nicht seins. Am liebsten verkleidet er sich als Kaiserin Sisi. Und beim Studienaufenthalt in Spanien tanzt er mit Begeisterung Flamenco. Allerdings wie eine Frau. Für seine Umgebung ist eines klar: Guillaume ist schwul. Aber ist er das wirklich? Auf der Suche nach seiner sexuellen Identität erlebt Guillaume so manches, was der Zuschauer mit Lachanfällen nicht unter zwei Minuten quittiert. Der Film war in Frankreich ein Kassenschlager und hat fünf Césars abgeräumt, darunter bester Film und beste Hauptrolle. Ein Heidenspaß!

Regie: Guillaume Gallienne
Darsteller: Guillaume Gallienne, André Marcon, Diane Kruger, Götz Otto
Produktion: Frankreich 2013
Kinostart: 22. Mai 2014
Bewertung: ****