Mi, 5. April 2017

Tarantino für Arme

Volume Filmpreview: Free Fire

Wer „Reservoir Dogs“, das geniale Erstlingswerk von Quentin Tarantino, kennt, wird hier das ein oder andere Déjà-vu erleben. Ein Haufen schießwütiger Gangster, Verräter, Gewalt und Tote, alle eingesperrt in einem Raum. Dumme Sprüche am laufenden Band und ein paar „überraschende“ Wendungen.

Aber: Die Wendungen sind nicht so überraschen, die Sprüche nicht so lustig, die Schauspieler nicht so cool, die Todesarten nicht so brutal und die Musik nicht so leiwand. Kurz: „Free Fire“ ist Tarantino für Arme. Dass ein Waffendeal schiefgeht, das hat man auch schon ein paarhundertmal gesehen, dass das in den 70ern auch schon so war, ist auch nichts Neues.

Nichtsdestotrotz kann man als Genre-Fan seinen Spaß daran haben, dass mehrere Gruppen von Verbrechern sich gegenseitig den Garaus machen und dabei ständig „Fuck“ schreien. Nach 80 Minuten hat man es überstanden und dafür, dass man den Film nicht zu sehr in die Länge gezogen hat – und für die geilen 70er Jahre Klamotten und Frisuren – gibt es den dritten Stern … 


Regie: Ben Wheatley
Mit: Brie Larson, Sharlto Copley, Armie Hammer, Cillian Murphy, Jack Reynor, Sam Riley
Kinostart: 06.04.2017
Bewertung: 3/5